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Oranienburg Oberhavel-Art im Landratsamt
Lokales Oberhavel Oranienburg Oberhavel-Art im Landratsamt
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16:58 02.01.2019
Bei der Vernissage überreichte Ulrike Rack (r.) dem Landrat ein Bild mit der Skyline Oberhavels. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Was machen eigentlich Mitarbeiter der Verwaltung des Landkreises Oberhavel nach Feierabend? Wie man noch bis 15. Februar in der Ausstellung „Oberhavel-Art“ sehen kann, sind viele von ihnen künstlerisch tätig. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Landkreises wurde die vielseitige Ausstellung mit Werken von zwölf Mitarbeitern im Gebäude des Landratsamtes in Oranienburg eröffnet. Die künstlerischen Objekte reichen von Malerei und Keramik von Sylvia Grünler von der Kommunalaufsicht über ein Weltkartenpuzzle mit 20 000 Teilen, das Frank Netzband, Fachdienstleiter fürs Liegenschaftskataster, erstellt hat, bis hin zu Comics von Ulrike Rack vom Kreismuseum und Goldschmiede- und Korbarbeiten von Jeanette Jahns vom Fachbereich Bauordnung.

Zum Fest „25 Jahre Landkreis Oberhavel“ wurde die Ausstellung Oberhavel-Art im Beisein der Künstler von Landrat Ludger Weskamp (v.) eröffnet. Quelle: Enrico Kugler

Aus dem gleichen Fachbereich kommt auch Dagmar Steinke, die in der Ausstellung futuristisch angehauchte florale Bilder zeigt. Genauer sind es eingescannte Blumen. „Ich habe das 2013 mal in einer Fotozeitschrift von einem Dresdner Künstler gesehen“, verrät Steinke. „Die Fotos haben mich umgehauen.“ Daraufhin sei sie runter in den Keller gegangen, wo Drucker und Scanner stehen, und hat sich selbst an die Technik gewagt. Steinke: „Die Ergebnisse sehen Sie jetzt.“ Sie sind wahrlich sehenswert.

Was ist für Sie Oberhavel künstlerisch? Elfi Fischer aus Löwenberg: „Kulturlandschaften und Natur, die wir für den Menschen nutzbar gemacht haben.“ Quelle: Ulrike Gawande

Ganz andere Objekte stellt Elfi Fischer, Sachbearbeiterin im Bereich Ländliche Entwicklung, bei „Oberhavel-Art“ aus. „Von der Skuddenwolle zum fertigen Kleid“ ist dabei ihr Motto. Seit 21 Jahren ist die Löwenbergerin mit den Landfrauen jedes Jahr auf der Grünen Woche und auf Erntefesten unterwegs, um ihre beliebte Modenschau zu präsentieren. „Landfrauen sind gute Models“, lacht die 58-Jährige. „Wir sind richtige Landwirte und wollen die Produkte, die wir produzieren, darstellen.“ Eben von der Wolle bis zum fertigen Kleidungsstück. Mit der Natur als Ursprung.

Was ist für Sie Oberhavel künstlerisch? Hartmut Felber aus Hohen Neuendorf: „Vielseitigkeit. Das sieht man schon an den vielseitigen künstlerischen Tätigkeiten unserer kleinen Gruppe.“ Quelle: Ulrike Gawande

Der Ursprung seiner Liebe zu Indianern sei in der Kindheit zu finden, verrät Hartmut Felber, der in der Ausstellung authentisch hergestellte Indianerkleidung und Schmuck zeigt. „Es sind zwar Gebrauchsgegenstände, aber auch Kunst“, so der Hohen Neuendorfer. Als Kind habe er ein romantisches Bild der amerikanischen Ureinwohner gehabt. „Gojko Mitic war mein Held.“ Seit Jahrzehnten veranstaltet er indianische Tanzfeste.

Was ist für Sie Oberhavel künstlerisch? Sabrina Kuhl aus Leegebruch: „Bunt. Es gibt so viele Gesichter, Farben und Natur vom Speckgürtel bis zur Idylle.“ Quelle: Ulrike Gawande

Für Sabrina Kuhl ist die Kunst, sie fotografiert und schreibt Lyrik, ein Ausgleich zu ihrer digitalen Arbeit. „Ich schreibe auf Papier.“ Denn auch nur ein richtiges Buch habe eine Seele, so die Leegebrucherin.

Von Ulrike Gawande

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