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Oranienburg Helene Fischer und Udo helfen beim Klima retten
Lokales Oberhavel Oranienburg Helene Fischer und Udo helfen beim Klima retten
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16:33 25.11.2019
50 Schülerinnen und Schüler, Pädagogen, Eltern und Mitarbeiter der Oberförsterei Neuendorf trafen sich zur gemeinsamen Aktion. Quelle: Stefanie Fechner
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Oranienburg

Immer wieder wird der Spaten in die nasse Erde gestochen, gleich darauf wird ein kleiner Baumsetzling in das entstandene Loch gepflanzt. Mit vereinten Kräften sorgten am Montag etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Kinderschule Oberhavel aus Oranienburg und die Oberförsterei Neuendorf für viele neue Bäume im Oranienburger Stadtwald nahe der Lehnitzschleuse.

Marie Glowacki, Fank-Michael Hintze und Sonja Feldt Quelle: Stefanie Fechner

„Ihr seid unsere Zukunft. Ich finde es toll, dass ihr die Wichtigkeit des Waldes erkannt habt.“ Diese Worte richtete der Revierleiter Martin Krummel an die Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klasse der Kinderschule, denn sie hatten die Aktion gemeinsam ins Leben gerufen.

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Klimaschutz ist ein großes Thema an der Schule

An ihrem letzten Tag der offenen Tür haben die Kinder mit einem Flohmarkt und dem Verkauf von selbst gemachten Waffeln Geld gesammelt. Die Kinderversammlung der Schule einigte sich dann darauf, dass das Geld für einen guten Zweck eingesetzt werden soll. Gemeinsam schrieben sie einen Brief an die Oberförsterei Neuendorf mit dem Anliegen, Bäume pflanzen zu wollen.„Wir wollen damit dem Klima helfen. Können wir im Forstrevier Oranienburg Bäume pflanzen?“, schrieben die Kinder in ihrem Brief. Revierleiter Martin Krummel war von dieser Idee sofort angetan, setzte sich mit der Stadt Oranienburg in Verbindung und organisierte die Pflanzaktion. „Klimaschutz ist an unserer Schule ein großes Thema“, bestätigt auch Pädagogin Sonja Feldt.

Gesa (7) und Rebecca (6) waren mit Feuereifer bei der Sache. Quelle: Stefanie Fechner

1150 Bäume einjährige Bäume fanden am Montagvormittag nach einer kurzen Einweisung den Weg in die Erde, davon je 25 Ebereschen, 25 Wildäpfel, 600 Eichen und 500 Linden. Wie der Leiter der Oberförsterei Neuendorf, Frank-Michael Hintze erklärte handelt es sich bei dem Gebiet um eine Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet Nord. „Hier wurden auch schon Bäume gepflanzt, die aber nicht angewachsen sind. Die damit entstandenen freien Flächen werden heute wieder bepflanzt.“ Die Fläche wurde durch die Forst bewusst ausgewählt. „Die Kinder sollen ihre Bäume ja bei Gelegenheit auch besuchen können“, erklärte Martin Krummel.

Idee zum Bäume pflanzen stammt von einer Schülerin

Und die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Unter ihnen war auch Marie Glowacki (11) aus der fünften Klasse. Von ihr stammte die Idee für die Baumpflanzungen, auch am Brief für die Oberförsterei hat sie mitgewirkt. 200 Euro haben die Kinder an ihrem Tag der offenen Tür eingenommen, die gesamte Aktion kostet etwa 600 Euro. Die Großteil der Kosten übernimmt die Oberförsterei. „Von den Kindern werden wir nur eine kleine Spende annehmen“, verrät Leiter Hintze. „Das übrige Geld behalten die Kinder für ihre Klassenkasse.“ Hintze und sein Team haben natürlich auch die Versorgung der Kinder organisiert. So gab es für die fleißigen Helfer etwas Warmes vom Grill, Getränke und eine kleine, wärmende Feuerschale. „Die Forst arbeitet oft mit Schulen und Kindergärten zusammen“, erklärt Frank-Michael Hintze. „Solche Aktionen im Rahmen der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit führen wir zusätzlich zu unseren drei Waldschulen durch.“

Käthe (11) und Klara (9) haben ihren Bäumen sogar Namen gegeben. Quelle: Stefanie Fechner

Die Schülerinnen und Schüler der Kinderschule Oberhavel zeigten sich begeistert. „Es ist eine ganz tolle Aktion und ich freue mich, dass wir Bäume für das Klima pflanzen können“, sagte Lise (11) aus der fünften Klasse. Und Spaß hatten die Kinder auch. Um einen persönlichen Bezug zu den gepflanzten Bäumchen herzustellen verteilten die Kinder fleißig Namen. Und wenn diese dann anwachsen und in den nächsten Jahren an Höhe zulegen, dann werden Helene Fischer, Hildegard und Udo hoffentlich zu einem gesünderen Klima beitragen.

Von Stefanie Fechner

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