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Oranienburg Benefizlauf: Oberhaveler sammelten Kilometer und Spenden für Frida
Lokales Oberhavel Oranienburg Benefizlauf: Oberhaveler sammelten Kilometer und Spenden für Frida
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19:07 16.02.2020
Rund 25 Läuferinnen und Läufer waren dem Aufruf von Olaf Heisig (l.) gefolgt. Quelle: Nadine Bieneck
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Oranienburg

Auch ein heftiger Regenschauer konnte am Sonntagvormittag die Schar Läufer nicht aufhalten, die um 10.30 Uhr dem Aufruf des Oranienburgers Olaf Heisig gefolgt waren. Der 61-jährige Angestellte eines Sicherheitsunternehmens hatte in der MAZ vom Schicksal der schwerkranken Frida aus Liebenwalde gelesen, „das hat meine Frau und mich tief bewegt. Wir hatten das Bedürfnis, zu helfen“, erzählte er. Als Mitglied der Summter Wald Läufer geht er regelmäßig gemeinsam mit anderen Sportbegeisterten laufen. Was lag für ihn näher, als kurzfristig zu einem Benefizlauf aufzurufen. „Wir haben den sonntäglichen Trainingslauf diesmal nach Oranienburg verlegt, jeder der mitlaufen wollte, ist willkommen“, hatte er im Vorfeld der Veranstaltung angekündigt.

Rund 25 Läuferinnen und Läufer waren dem Aufruf gefolgt und absolvierten die Strecke, insgesamt schauten rund 40 bis 50 Leute an der Start- und Zielaktion vorbei, um Spenden vorbeizubringen. Sie kamen nicht nur aus Oranienburg, sondern auch aus Mühlenbeck, Summt, Zühlsdorf, Leegebruch und Nassenheide. „Halb Oberhavel ist vertreten“, freute sich Olaf Heisig. Er selbst hatte vor einigen Jahren einen schweren Autounfall. Niemand habe ihm damals an der Unfallstelle geholfen, gerade deshalb sei es der gesamten Familie ein Anliegen, der Familie von Frida mit einer Spendenaktion zu helfen, verriet seine Ehefrau. „Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen und der Familie signalisieren, dass sie in dieser Situation nicht allein ist.“ Obgleich ein Gericht inzwischen geklärt hat, dass Frida das benötigte Medikament erhält – die Krankenkasse hatte dies zuvor abgelehnt – könne die Familie Hilfe und Spenden sicher dennoch gut gebrauchen, meint Olaf Heisig.

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Axel Berschneider (r.) und Katja Berschneider (l.) aus Summt waren vorbei gekommen, um für Frida zu spenden. Quelle: Nadine Bieneck

„Schlechtes Wetter gibt es für uns nicht, nur die falsche Kleidung“, schallte es kurz nach 10.30 Uhr auf dem Park-and-Ride-Parkplatz unweit des Oranienburger Bahnhofs dann aus der Läuferschar, als diese sich, begleitet vom Regenschauer, auf die acht Kilometer lange Strecke rund um den Lehnitzsee machte. Vorher schon hatten die Läufer zahlreiche Spenden in die Spendendose gepackt. „Es haben sich sogar Lauffreunde gemeldet, die leider verhindert waren, trotzdem aber unbedingt spenden wollten“, freute sich Olaf Heisig. Vorher schon hatten sie viele Geldscheine in die Spendendose gesteckt. „Es haben sich sogar Lauffreunde gemeldet, die leider verhindert waren, trotzdem aber unbedingt spenden wollten“, freute sich Olaf Heisig. 310 Euro kamen am Ende des Tages zusammen. Die Spendendose soll, „so wie sie ist, an die Familie weitergereicht werden“, so Olaf Heisig.

Auf die Strecke ging auch die 59-jährige Marita Dowall aus Oranienburg. „Fridas Schicksal bewegt mich sehr“, sagte sie. „Dass die Familie erst klagen muss, um dringend benötigte Hilfe für ihr krankes Kind zu erhalten verstehe ich nicht.“ Olaf Heisig erzählte, dass er in den vergangenen Tagen an zahlreiche Türen geklopft habe, um Unterstützung für seine Aktion zu erhalten. „Es war schwierig, ich habe viele Ablehnungen bekommen. Am Ende ist es ein reines Privatprojekt, ich wäre auch allein losgelaufen.“ Die Bäckerei Maschitzki aus Finkenkrug stellte indes Backwaren für die Läufer nach der erfolgreich absolvierten Laufstrecke zur Verfügung.

Von Nadine Bieneck

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