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Oranienburg Bombenentschärfung: So ist der Plan
Lokales Oberhavel Oranienburg Bombenentschärfung: So ist der Plan
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12:35 06.06.2019
Die nächsten Bomben könnten am kommenden Donnerstag entschärft werden. Quelle: Oliver ehlis/dpa
Oranienburg

Die mögliche Bombenentschärfung auf dem Gewerbegrundstück Lehnitzstraße 73 in Oranienburg rückt immer näher. In der kommenden Woche soll Klarheit über die beiden metallischen Gegenstände herrschen. Nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um zwei intakte 250-Kilogramm-Bomben mit chemischen Langzeitzündern.

Aussage wird am 12. Juni erwartet

„Die vorbereitenden Arbeiten zur Freilegung der beiden metallischen Gegenstände verlaufen planmäßig“, schreibt Eike-Kristin Fehlauer, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der Oranienburger Stadtverwaltung, in einer Mitteilung. Für Mittwoch, 12. Juni 2019, werde die Aussage erwartet, ob es sich wie vermutet um zwei Bomben handelt. Sollte dem so sein, würden die notwendigen Entschärfungen am Donnerstag, 13. Juni 2019, erfolgen. Dafür würde ab 8 Uhr ein Sperrkreis mit einem Radius von etwa 1000 Metern eingerichtet, der nicht betreten werden darf. In diesem Sperrkreis seien etwa 9500 Personen gemeldet. Betroffen sind im Falle der Entschärfung auch das Krankenhaus, die Seniorenresidenz Domino World, der Bahnhof Oranienburg sowie die Kita Falkennest, die Kita Friedrich Fröbel, die Kita Stadtmusikanten, der Hort Havelschule, das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum, die Torhorstschule, die Havelgrundschule und das Runge-Gymnasium.

Drei Anlaufstellen für betroffene Bürger

Drei Anlaufstellen werden am 13. Juni für betroffene Oranienburgerinnen und Oranienburger angeboten und ab 8 Uhr geöffnet sein: Turnhalle der Grundschule Germendorf (Germendorfer Dorfstraße 58/59), Regine-Hildebrandt-Haus (Sachsenhausener Straße 1), Turnhalle hinter dem Gebäude der Stadtverwaltung (Parkstraße 1).

Bürgerservice-Telefon wird eingerichtet

„In den Anlaufstellen sind keine Liegemöglichkeiten vorhanden sind“, sagt Eike-Kristin Fehlauer. Pflegebedürftige Personen sowie solche, die Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, setzen sich bitte rechtzeitig mit dem Ordnungsamt der Stadt Oranienburg unter (03301) 600 901 in Verbindung.

Am 12. Juni zwischen 8 Uhr und 17 Uhr sowie am 13. Juni ab 7 Uhr bis zum Abschluss der Entschärfungsarbeiten wird wieder ein Bürgerservice-Telefon eingerichtet. Unter (03301) 600 900 werden alle Fragen zu den möglichen Bombenentschärfungen beantwortet.

Zugverkehr wird unterbrochen

Da der Bahnhof Oranienburg im Sperrkreis liegt, ist im Falle der Bombenentschärfungen am 13. Juni der Regionalbahn- und S-Bahn-Verkehr unterbrochen: Die letzte S-Bahn kommt am Bahnhof Oranienburg um 7.55 Uhr an. Die letzte S-Bahn verlässt den Bahnhof Oranienburg um 7.51 Uhr. Ab 8 Uhr endet die S-Bahn – aus Berlin kommend – im Bahnhof Birkenwerder.

Zwischen Birkenwerder und Oranienburg besteht Schienenersatzverkehr mit Bussen. Im 20-Minuten-Takt fahren jeweils drei Busse von Birkenwerder nach Oranienburg. Die Busse fahren am Vorplatz des Bahnhofs Birkenwerder ab. Die Bushaltestellen für den Schienenersatzverkehr in Oranienburg befinden sich in der Bernauer Straße auf Höhe des Möbelhauses Paeske.

Zwischen dem Bahnhof Birkenwerder und dem Bahnhof Borgsdorf verkehrt alle 20 Minuten ein Shuttlebus. Der Bahnhof Lehnitz wird aus technischen Gründen nicht angefahren. Der Tunneldurchgang am S-Bahnhof Lehnitz liegt außerhalb des Sperrkreises und kann von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Von MAZonline

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