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Oranienburg Liveticker: "Wieder zwei Monster weniger“ – so lief der Tag der Bombenentschärfung in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Liveticker: "Wieder zwei Monster weniger“ – so lief der Tag der Bombenentschärfung in Oranienburg
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17:53 18.07.2019
Geschafft! Die beiden „Monster“, so Alexander Laesicke (3.v.l.), sind entschärft. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Eine Stadt im Ausnahmezustand. Wieder einmal. Zwei 500-Kilogramm-Blindgänger mit chemischen Langzeitzündern müssen am Donnerstag, den 18. Juli, auf einem städtischen Grundstück am Treidelweg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) entschärft werden. Die MAZ-Redaktion berichtet im Liveticker von allen Ereignissen rund um den Tag der Entschärfung.

Das ist der Sperrkreis am 18. Juli 2019:

Lesen Sie die aktuellen Ereignisse im MAZ-Liveticker:

  • 18.07.19 17:44
    Abtransportiert und weg. Das waren die Bomben 206 und 207, die in Oranienburg seit der Wende unschädlich gemacht worden sind.

    In Oranienburg kehrt wieder der Alltag ein, und damit endet auch der MAZ-Liveticker heute. Das MAZ-Team verabschiedet sich für den Moment wünscht allen Lesern einen schönen Restabend! Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen, und sowohl den Sprengstoffexperten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sowie darüberhinaus allen Mitarbeitern und Helfern der Feuerwehr und Polizei, der Stadt und allen an diesem Tag Involvierten ganz herzlich für ihren engagierten Einsatz zu danken. Ohne all diesen Einsatz und das umsichtige, professionelle Handeln der vielen Beteiligten hätte dieser Tag nicht so reibungslos über die Bühne gehen können!
  • 18.07.19 17:40
    Während laut Sprengmeister André Müller für ihn der Tag ein "ganz normaler Arbeitstag" gewesen sei, empfand Bürgermeister Alexander Laesicke nicht ganz soviel Ruhe, wie sie der Bombenexperte ausstrahlt. 7.30 Uhr habe sich der Rathaus-Stab im Lagezentrum der Bibliothek getroffen. "Jeder weiß, was er zu tun hat. Inzwischen gibt es da auch bei uns schon eine gewisse Routine in den Abläufen, die im Fall einer Bombenentschärfung greifen", sagt er. Dennoch sei es für ihn zugleich ein Arbeitstag, "an dem man sich eigentlich nicht wirklich viel vornehmen kann, auch keine Termine absolviert". Er habe dem Team des Kampfmitteldienstes am Vormittag gute Wünsche für ein gutes Gelingen der Entschärfung überbracht, anschließend habe er Büroarbeit erledigt. Nachdem die Bomben am Nachmittag unschädlich gemacht worden waren, war dem 40-Jährigen die Erleichterung regelrecht anzusehen. "Vielleicht wird man erst bei der 50. Bombe routinierter", sagte das Stadtoberhaupt. Nach den 250-kg-Bomben vor fünf Wochen hatte er nun 500-kg-Bomben vor sich liegen. "Das macht einen fassungslos. Wir haben unwahrscheinlich großes Glück, dass wir bisher weitestgehend von Detonationen verschont blieben. Jetzt haben wir zwei Monster weniger."
  • 18.07.19 17:24
    Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke ist nach der Entschärfung der beiden Bomben beeindruckt und spricht mit unserem Reporter auch über die Bombenproblematik in Oranienburg im Allgemeinen.
  • 18.07.19 16:56
    Die Oranienburger haben ihre Stadt wieder in Betrieb genommen, auf den Straßen spielt sich längst wieder das ganz normale Leben ab. Das hier heute zwei 500-Kilogramm-Bomben unschädlich gemacht worden sind, ist kaum noch zu erahnen.
  • 18.07.19 16:27
    Obwohl der Schlosspark in Oranienburg heute bereits um 8 Uhr und damit eine Stunde früher geöffnet habe, sei der Besucherverkehr normal wie an den anderen Wochentagen verlaufen, berichtet Ingrid Ludwig vom Ticketverkauf. "Hauptsächlich sind Kitagruppen und Ferienkinder gekommen", berichtet sie. Eine wichtige Information hat sie jedoch noch für alle Interessierten: "Wir verkaufen heute eine Stunde länger, bis 21 Uhr." Man wisse ja nicht, ob es ab Nachmittag noch einen Zustrom gäbe. Wer bis nach Sonnenuntergang im Schlosspark bleiben wolle, könne auch später über die Drehkreuze jederzeit den Park verlassen.
  • 18.07.19 16:22
    "Wir sind jetzt bei Null", sagt André Müller, befragt, ob er bereits wisse, wann der nächste Bombenentschärfungstermin anstehe. Es gebe derzeit keine offenen Verdachtsmomente mehr, ABER... es finde in Oranienburg weiterhin nach wie vor eine systematische Suche nach Kampfmitteln statt. Unter anderem in dem Bereich, in dem auch die beiden heute entschärften Fliegerbomben gefunden waren. Insgesamt werde gegenwärtig in der Kreisstadt in fünf Straßen bzw. Bereichen systematisch gesucht. "Rund 270 Blindgänger vermuten wir noch im Boden der Stadt", so André Müller, "wieviele es genau sind, kann niemand sagen. Es können auch ein paar mehr, aber auch 20 weniger sein."

    Bürgermeister Alexander Laesicke sagt: "Wenn man bedenkt, dass seit der Wende jetzt 207 Bomben entschärft wurden, kann man sich ausmalen, wie lange uns das Thema noch beschäftigt, wenn wir in dem gleichen Tempo weitersuchen und Entschärfungen vornehmen."
  • 18.07.19 16:09
    Sprengmeister André Müller spricht im Video über die Herausforderungen der heutigen Entschärfung. Außerdem lobt er die Bedingungen vor Ort - ihn und sein Team habe eine perfekt vorbereitete Entschärfungssituation erwartet.
  • 18.07.19 16:03
    "Wieder zwei Monster weniger", meinte Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke, als er Sprengmeister André Müller und dessen Team seine Glückwünsche zur erfolgreichen Entschärfung der beiden Fliegerbomben überbrachte. Auch diesmal stehe er voller Ehrfurcht und Demut vor den beiden Bomben, so Alexander Laesicke. André Müller erklärte dem Stadtoberhaupt anschließend die Besonderheiten der diesmaligen Entschärfung, die größte Herausforderung sei die Wassersituation gewesen.
  • 18.07.19 16:03
    Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter als oberster Dienstherr der Polizei, zu der der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg zählt, sagt angesichts der erfolgreichen Entschärfung: “Hut ab vor André Müller und seinem Team! Wieder einmal haben die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gezeigt, welch hochprofessionelle und ausgezeichnete Arbeit sie leisten. Gleich zwei Weltkriegsbomben wurden heute entschärft, das verdient den allerhöchsten Respekt. Oranienburg ist damit um zwei Gefahren ärmer. Weitere Entschärfungen werden leider unvermeidlich sein. Das explosive Erbe des Zweiten Weltkriegs ist noch lange nicht bewältigt – ganz besonders in Oranienburg. Umso wichtiger ist es da, dass wir uns auf die Profis des Kampfmittelbeseitigungsdienstes immer verlassen können. Mein Dank geht auch an alle Helferinnen und Helfern der Stadt Oranienburg, der Polizei, der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen. Ich danke auch allen Bürgerinnen und Bürger von Oranienburg, die wieder einmal gewohnt besonnen und ruhig eine Evakuierung mitgemacht haben.“
  • 18.07.19 15:36
    Michael Fürst lag mit seinem Autopflegedienst diesmal knapp außerhalb des Sperrkreises und ist erleichtert. Denn bei 2/3 aller Entschärfungen - so wie zuletzt am 13. Juni bei der Bombenentschärfung in der Lehnitzstraße - ist sein Hof vom Sperrkreis betroffen, Verdienstausfall inklusive. Seine Mitarbeiter nehmen dann Urlaub, Kundentermine werden verschoben. "Aber die Bomben müssen ja raus, am besten so schnell wie möglich", sagt er.
  • 18.07.19 15:20
    Der von der Entschärfung betroffene Bereich in der Kleingartenanlage soll offenbar nach dem Abbau der Gruben und Geräte wieder zurückgebaut und wiederhergestellt werden.
  • 18.07.19 15:16
    An dieser Stelle wurden die Bomben, die in etwa 20 Meter Entfernung lagen, gefunden und entschärft. Sprengmeister André Müller beantwortet geduldig und mit stoischer Ruhe die Fragen der Medienvertreter und auch des Bürgermeisters.
  • 18.07.19 15:14
    Sprengmeister André Müller verfolgt den Abtransport der beiden 500-Kilo-Fliegerbomben.
  • 18.07.19 15:12
  • 18.07.19 15:12
    Hildegard Wiggert (80) hat heut das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden - sie überbrückte die Bombenentschärfung, um in der Kleiderkammer Oranienburg auszuhelfen. "Ich bin jeden Donnerstag von 8 bis 13 Uhr hier, um unter Leute zu kommen und mich noch einzubringen", sagt sie. "Ich habe die größte Hochachtung für die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und hoffe, dass alles gutgeht", so die 80-Jährige. Sieben Mal musste sie ihr Haus am Kanal wegen einer Bombenentschärfung bereits verlassen.
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