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Oranienburg Brandenburger Landtag macht 10-Minutentakt zur Priorität
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Brandenburger Landtag macht 10-Minutentakt zur Priorität

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14:50 24.09.2020
Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt möchte prüfen lassen, ob bereits mit den vorhandenen baulichen und betrieblichen Voraussetzungen ein besserer S-Bahn-Takt in die Umlandgemeinden ermöglicht werden kann, Quelle: Christian Howe
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Oranienburg

Die S-Bahn war am Donnerstag Thema im Brandenburger Landtag. Den Koalitionsfraktionen SPD, CDU und Grüne ging es in ihrem Antrag dabei vor allem um die Weiterentwicklung des S-Bahnnetzes insgesamt sowie den von vielen Pendlern im Berliner Umland immer wieder eingeforderten 10-Minutentakt auf den sogenannten Außenästen – darunter auf den S-Bahnlinien S 1 nach Oranienburg, S 2 nach Bernau, S 5 nach Strausberg und S 8 nach Königs Wusterhausen.

Nicole Walter-Mundt (CDU), die den Antrag am Donnerstag federführend für die Koalition in den Landtag eingebracht hatte, sagt: „Der Ausbau des S-Bahnnetzes und der 10-Minutentakt sind zwei wesentliche Vorhaben der Koalition. Diese sollen nun gemeinsam mit dem Land Berlin und der Deutschen Bahn konsequent vorangetrieben werden. Dafür müssen wir aber zunächst die infrastrukturellen und betrieblichen Voraussetzungen schaffen. Das wird nun eine wesentliche Aufgabe im länderübergreifenden Projekt i2030 sein.“

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Ob, und wenn ja wie bereits mit der bestehenden Infrastruktur ein besserer Takt der S-Bahn nach Oranienburg, Bernau, Strausberg oder Königs Wusterhausen ermöglicht werden kann, ist darüber hinaus Bestandteil eines umfassenden Prüfauftrages an die Landesregierung. „Wir möchten schauen, ob nicht wenigstens schon zu den Hauptverkehrszeiten eine Verbesserung für die vielen Pendler machbar wäre und welche Kosten dann damit verbunden sind“, so Nicole Walter-Mundt. „Für die Strecke nach Oranienburg wird zum Beispiel immer wieder eine Verlängerung der S-Bahnlinie S 8 angeführt. Diese endet aktuell in Birkenwerder und könnte möglicherweise schon mittelfristig eine dichtere Taktfolge nach Oranienburg ermöglichen“, sagt die CDU-Politikerin abschließend.

Brandenburg ist Pendlerland Nummer 1. Laut VBB pendeln rund 311 000 Menschen täglich zwischen Berlin und Brandenburg – davon allein rund 223 000 Menschen aus Brandenburg in Richtung Bundeshauptstadt. Gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet das eine Steigerung des Pendleraufkommens von rund 65 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Dynamik in den Stadt-Umland-Beziehungen. Ziel der Koalition ist es, den Bürgerinnen und Bürgern zuverlässige und vor allem attraktive Verkehrsangebote zu ermöglichen. Dabei hat der Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Busse und Bahnen) Priorität, um den Umweltverbund (Bus, Bahn, Rad), bis 2030 signifikant zu stärken.

Von MAZonline