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Oranienburg Der Brückenschlag über die Havel im Zeitraffer
Lokales Oberhavel Oranienburg Der Brückenschlag über die Havel im Zeitraffer
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20:07 12.07.2019
Die Bauarbeiten an der Dropebrücke in Oranienburg aus der Vogelperspektive. Quelle: Stadtverwaltung Oranienburg
Oranienburg

Der Bau der Dropebrücke in Oranienburg ist am Freitag einen großen Schritt vorangekommen: Für die Saarlandstraße wurde der Brückenschlag über die Havel vollzogen. Gegen 7.30 Uhr wurde der erste von insgesamt zwölf Doppelverbundträgern eingehoben. Dies geschah parallel von beiden Ufern aus mit zwei 500-Tonnen-Mobilkränen. Um 16.30 Uhr war der letzte 20-Meter-Träger eingehoben. Trotz einiger Verzögerungen wurde das Tagesziel erreicht.

Die acht Träger zwischen den Widerlagern und den Tragpfeilern sind 17 Meter lang, die vier mittig angeordneten Elemente zwischen den Pfeilern sogar 20 Meter, erläutert Holger Klipstein, Geschäftsführer des Berliner WKP Planungsbüros für Bauwesen. Jedes der Stahl-Betonelemente bringt zwischen 20 und 30 Tonnen auf die Waage und wurde von den Mitarbeitern der Spannverbund GmbH in Waldems-Esch im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis vorgefertigt. Deren Mitarbeiter begleiteten den Einbau. Den Auftrag zum Bau der Brücke hatte die Firma Eurovia erhalten.

Zwei weitere Doppelverbundträger werden per Mobilkran eingehoben. Von beiden Havelufern aus wird dabei parallel gearbeitet. Quelle: Helge Treichel

Während die Betonelemente erst in der Nacht angeliefert wurden, waren die Mobilkräne bereits am Donnerstag aufgestellt worden, sagte Tiefbauamtsleiter Stefan Gebhard. Diese Arbeiten seien ebenso planmäßig erfolgt wie das Gesamtprojekt vorangehe. „Der Baufortschritt entspricht vollkommen dem Bauablaufplan“, sagte Gebhard vor Ort auf der Baustelle. Nächster Schritt sei es nun, die Fertigteile zwischen den Trägern einzubauen. Diese Elementplatten sind 3,2 Meter lang, 2,15 Meter breit und wiegen jeweils knapp 1,8 Tonnen. Weil diese Fertigteile viel kleiner sind, würden dafür die vorhandenen Baukräne genügen.

Eine Schwanenfamilie passiert die Baustelle. Quelle: Robert Roeske

Die Träger und Zwischenelemente würden danach verschweißt und vergossen. „Das sind kleinteilige Arbeiten, die einige Wochen in Anspruch nehmen“, sagte der Tiefbauamtsleiter. Abschließend werde der Fahrbahnbelag auf den Rampen und der Brücke aufgebracht, die Geländer montiert und die Nebenanlagen wie Treppen hergerichtet. Die Fertigstellung der Brücke sei Ende Januar vorgesehen. Damit gelte jener Zeitplan, der bereits vor einem halben Jahr bekannt gegeben worden war.

Die Mitarbeiter passen den Träger zwischen Widerlager und Brückenpfeiler ein. Während der Arbeiten fanden sich einige Zaungäste ein. Quelle: Robert Roeske

Dabei handelt es sich um eine Verzögerung, weil zwei unvorhergesehene Probleme gelöst werden mussten: Erstens waren Torflinsen unter den Widerlagern festgestellt worden, die einen umfangreichen Bodenaustausch erforderten. Zweitens waren die vorhandenen Brückenpfeiler so marode, dass diese neu gebaut werden mussten, erläutert Stefan Gebhard.

Von Helge Treichel

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