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Oranienburg Oranienburger Feuerwehr: „Für uns ist das ein normaler Arbeitstag“
Lokales Oberhavel Oranienburg Oranienburger Feuerwehr: „Für uns ist das ein normaler Arbeitstag“
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00:17 27.12.2018
Alexander Laesicke (2.v.l.) und Burkhard Wilde (2.v.r.) besuchen die Wehr. Quelle: Ulrike Gawande
Alexander Laesicke (2.v.l.) und Burkhard Wilde (2.v.r.) besuchen die Wehr. Quelle: Ulrike Gawande
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Arbeiten an Heiligabend

Der Heilige Abend war erst wenige Stunden alt, da gab es bereits den ersten Alarm des Tages für die Kameraden des Löschzuges 1 in Oranienburg. Es war ein Verkehrsunfall an der Ecke Berliner Straße/ Walter-Bothe-Straße mit Personenschaden. „Eine leichtverletzte Person musste ins Krankenhaus gebracht werden“, berichtet der diensthabende Wachführer Michél Müller wenige Stunden später Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) bei dessen Besuch auf der Wache.

24-Stundendienst im Drei-Schicht-System

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Stollen bedankt sich Laesicke bei den hauptamtlichen Kräften für ihren Einsatz. Sechs Mann (Sascha Gellert, Michél Müller, Christian Schulze, Nils Römer, Michael Greese und Jan Fielitz) versehen den 24-Stundendienst von Heiligabend 6.45 Uhr bis zum 1. Weihnachtstag 6.45 Uhr. Für die Männer kein Problem. „Durch das Drei-Schicht-System kennen wir die Dienstpläne lange im voraus und können uns darauf einstellen“, erklärt Christian Schulze. „Für uns ist das ein normaler Arbeitstag“, so Michél Müller. „Wir sind ja auch nicht die einzigen, die Heiligabend arbeiten“, fügt Sascha Gellert mit Hinweis auf Polizei und Pflegedienste hinzu.

Glückskäfer für möglichst wenig Einsätze

Trotzdem freut er sich, als neben den Leckereien vom Bürgermeister , es auch vom Vorsitzenden des Bauausschusses Burkhard Wilde eine kleine Aufmerksamkeit gibt: Glückskäfer aus Schokolade. „Damit ihr nicht so oft unterwegs seid“, fügt der SPD-Politiker hinzu. Doch habe sich die Zahl der Brandeinsätze zu Weihnachten in den letzten Jahren deutlich reduziert, ist man sich einig. Dank sei den elektrischen Lichterketten. Nur noch wenige Menschen haben echte Kerzen am Baum brennen. Öfter müsse man ausrücken, weil Essen auf dem Herd vergessen werde oder weil ein Adventskranz Feuer gefangen habe.

Normaler Arbeitstag

Doch auch wenn es nicht brennt, gibt es für die Kameraden genug zu tun: Fahrzeugpflege und Wartung, auch der Hof muss saubergehalten werden. „Aber heute ist alles ein bisschen ruhiger, machen wir nur das wichtigste“, erklärt Nils Römer, dessen zehnjährige Tochter mit der Bescherung auf ihn am ersten Weihnachtstag warten will. „Sie wollte, dass ich dabei bin. Aber sie ist stolz, dass ich hier arbeite.“ Heilgabend kommt in der Wache Kartoffelsalat mit Bockwurst und Bulette auf den Tisch. An den Weihnachtstagen gibt es Gänsekeulen, Klöße, Rot- und Grünkohl. Und wenn die Bereitschaftszeit ab 20 Uhr beginnt, werde man auch die Ruhesessel nutzen und fernsehen, verraten die Feuerwehrmänner. Außer die Sirene geht.

Von Ulrike Gawande

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