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Oranienburg Elf Urenkel und ebenso viele Ururenkel: Alles Gute zum 105. Geburtstag!
Lokales Oberhavel Oranienburg Elf Urenkel und ebenso viele Ururenkel: Alles Gute zum 105. Geburtstag!
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01:15 05.04.2019
Charlotte Stahlberg (M.) mit ihren Töchtern Renate Scheel (r.) und Inge Rogge (l.) bei der Feier im Club Oranienburg. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Glücklich lächelnd saß Dienstagnachmittag Charlotte Stahlberg an der Kaffeetafel im Club Oranienburg, dem von Domino World betriebenen Seniorenzentrum. Um sie herum Mitbewohner, Familie und der Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos), der es sich nicht hatte nehmen lassen, der Jubilarin zu ihrem Geburtstag zu gratulieren. Denn Charlotte Stahlberg ist die zweitälteste Einwohnerin der Stadt.

Auch die Enkeltochter gratulierte ihrer Großmutter Quelle: Enrico Kugler

Stolze 105 Jahre wurde die rüstige Dame alt, die seit vergangenem Mai nach einem Schulterbruch im Club Oranienburg lebt. Nachdem sie anfangs noch mit einem Rollstuhl unterwegs war, ist sie jetzt wieder ohne Hilfsmittel unterwegs. „Sie ist gesundheitlich gut drauf und geistig noch voll da“, verrät Enkeltochter Anette Maiwald, die ihre Großmutter mindestens einmal in der Woche in Oranienburg besuchen kommt. Sie sei stolz auf das besondere Alter ihrer Großmutter, so die Enkelin. Ihre Oma fühle sich im Club Oranienburg wohl, habe nette Mitbewohner und bekomme viel Besuch.

Glückwünsche zum 105. Geburtstag. Quelle: Enrico Kugler

Denn die Jubilarin stammt aus einem Dreimädelhaus. Aber sie hat nicht nur zwei jüngere Schwestern, von denen eine im Mai 89 und die andere 99 Jahre alt wird, sondern auch zwei Töchter, fünf Enkelkinder, elf Urenkel und ebenso viele Ururenkel. Doch wie schafft man es, so alt zu werden? Stahlbergs Tochter Inge Rogge (80), die in Birkenwerder lebt, hat eine einfache Erklärung: „Es ist die gute Ernährung. Alles aus eigener Produktion.“ Außerdem habe ihre Mutter nie geraucht oder getrunken, stattdessen lieber im Garten gewerkelt, ergänzt die jüngere Tochter Renate Scheel (79), bei der die Jubilarin bis 2018 in Birkenwerder gelebt hat. „Ihre Wohnung hat sie dort immer noch“, verrät Renate Scheel. Den Rollator jedoch habe sie viele Jahre lieber in der Waschküche geparkt, als ihn zu nutzen. „Mit 98 Jahren fand sie sich zu jung dafür“, lacht Renate Scheel.

105. Geburtstag von Charlotte Stahlberg. Quelle: Enrico Kugler

Geboren wurde Charlotte Stahlberg 1914, in dem Jahr, als der Erste Weltkrieg begann, in Zorndorf bei Küstrin. Dort hatte die Familie eine große Landwirtschaft, bis sie 1945 erst von den Russen, dann von den Polen vertrieben wurden, erinnert sich Renate Scheel. Die Familie verschlug es nach Falkenthal, wo sie bis 1966 lebten und dann nach Birkenwerder umzogen. Charlotte Stahlberg arbeitete beim Bauern, hütete die Kinder und pflegte erst ihre Mutter und später ihren Mann, der 98 Jahre alt wurde. Nur viel geredet habe ihr Mutter nie, berichtet Renate Scheel. „Die Oma hat aber viel erzählt.“ Ihre Mutter sei aber nicht streng, sondern gutmütig gewesen, ergänzt die ältere Schwester. Als Rentnerin habe sie es zudem genossen zu lesen. „Ein Buch nach dem anderen. Keine Schmöker, sondern schöne Bücher mit Inhalt.“

105. Geburtstag von Charlotte Stahlberg in der Domino World Oranienburg Quelle: Enrico Kugler

Überhaupt sei ihre Mutter kein Kostverächter, schmunzelt Scheel. „Sie lässt nichts auf dem Teller“, bestätigt ihre Schwester. Früher habe die Mutter gerne in der Küche gestanden, gekocht und gebacken. „Am liebsten Hefekuchen vom Blech“, gerät Rogge ins Schwärmen und zählt auf: Bienenstich, Streuselkuchen, aber auch Frankfurter Kranz. „Das konnte sie gut.“ Und so wurde auch zum 105. Geburtstag ein Frankfurter Kranz angeschnitten. „Ich finde es schön, dass sie alles mit Bewusstsein erleben kann.“

Von Ulrike Gawande

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