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Oranienburg Bürgermeister singt bei der Feuerwehr
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23:44 24.12.2019
Bürgermeister Laesicke bedankt sich bei der Oranienburger Feuerwehr für das Jahr. Und auch der Weihnachtsmann schaute vorbei. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Alle Jahre wieder – schaut auch der Oranienburger Verwaltungschef bei den hauptamtlichen Kräften der Oranienburger Feuerwehr vorbei, um Danke zu sagen. Diesmal übernahm Alexander Laesicke (parteilos) diese Aufgabe. Begleitet wurde er von Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann (SPD) sowie der Vorsitzenden des Bildungs- und Sozialausschusses, Gabriele Schiebe (CDU).

Er selbst hatte bereits seinen Vater mal zu diesem Anlass begleitet, plauderte er aus dem Nähkästchen. Was ihn seinerzeit beeindruckte, wollte er auch seiner kleinen Tochter ermöglichen. Doch die wollte nicht mit, weil sie Angst hatte, den Weihnachtsmann zu verpassen.

Der Weihnachtsmann schaute persönlich vorbei. Quelle: Enrico Kugler

Dabei hätte sie ihn auch in der Feuerwache in der Julius-Leber-Straße 25 treffen können. Und was für einen: Der gab die Geschenke nur gegen ein Gedicht oder Ständchen heraus. Während die Feuerwehrmänner zum Teil ins Schwimmen gerieten, stellte sich der Bürgermeister dieser überraschenden Herausforderung.

Alexander Laesicke nutzte die Gelegenheit, sich bei den Feuerwehrleuten zu bedanken, aber auch bei allen anderen, die während der Feiertage im Einsatz sind: Pflegekräfte, Rettungssanitäter, Taxifahrer, Polizei und Reporter. Man könne die Aufzählung nicht beenden, „ohne jemanden vergessen zu haben“, sagte Laesicke. Es gebe unzählige Leute, die an Sonn- und Feiertagen für die Gemeinschaft einstehen und anderen den Rücken frei hielten. Der Verwaltungschef bedankte sich mit seinem Lieblingsgebäck aus der örtlichen Plentz-Filiale sowie einigen Päckchen Kaffee.

Bürgermeister Alexander Laesicke bei seinem Liedvortrag: „O Tannenbaum“. Quelle: Enrico Kugler

Ein besonderes Bedürfnis war es sowohl Bürgermeister Laesicke als auch dem Weihnachtsmann, auf den bevorstehenden Ruhestand des Feuerwehrkollegen Hans-Jörg Schüler hinzuweisen. Der Wachführer hatte am 28. Mai seinen 60. Geburtstag gefeiert und absolvierte Heiligabend seinen letzten 24-Stunden-Dienst. Seit 1981 war er im Schichtdienst tätig, zuerst als normaler Feuerwehrmann, dann als Maschinist und seit 1997 als Wachführer. Seinen offiziell letzten Arbeitstag hat Schüler am 29. Januar. An Heiligabend bekam er schon mal eine Ehrenurkunde, mit der ihm bescheinigt wurde, „bis zum letzten Tage aufopferungsvoll und mit vollem Einsatz gedient“ zu haben.

Der 60-jährige Ruheständler freut sich nun auf Freizeit, Haus und Garten sowie die bald vier Enkel. Noch mehr Zeit ist dann auch für sein großes Hobby, das Radwandern. Seine jüngste große Tour führte ihn im vergangenen August durchs Elbland nach Dresden und Meißen bis hoch auf die Bastei. Am Geburtstag der Mutter stießen sogar die drei Kinder dazu (35, 31 und 25).

Hans-Jörg Schüler absolvierte seinen letzten 24-Stunden-Dienst nach fast 38 Jahren bei der Oranienburger Feuerwehr. Quelle: Enrico Kugler

Andererseits stimme ihn der anstehende Abschied auch traurig, gibt er zu. Schließlich sei man gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen. Und der Zusammenhalt der Kollegen gehöre zu seinen schönsten beruflichen Erfahrungen. Eines hat er sich allerdings vorgenommen: „Auf jeden Fall keine Feuerwehr mehr!“

Das Retten, Löschen, Bergen und Schützen überlässt er nun seinem Sohn Stefan, der seit 2005 ebenfalls bei den hauptamtlichen Kräften in Oranienburg dient. Und seiner Schwester und dem Bruder, die in Zehlendorf und Groß Schönebeck Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr sind. Diese Familientradition hatte der Vater begründet, der langjähriger Wehrführer in Zehlendorf war.

Vom Alten bekam Hans-Jörg Schüler unter anderem eine Ehrenurkunde. Quelle: Enrico Kugler

Über sein traurigstes Erlebnis als Feuerwehrmann wollte Hans-Jörg Schüler nicht sprechen. An einem Beispiel aus der Weihnachtszeit machte er jedoch deutlich, wie dicht Freud und Leid beieinander liegen können. Am 23. Dezember habe vor einigen Jahren ein Kind aus dem Eis des Teiches am Bötzower Platz gerettet werden können. Zwei Tage später sei jemand bei einem Wohnungsbrand gestorben.

Im Oranienburger Löschzug I der hauptamtlichen Kräfte gibt es aktuell 32 Kollegen, die auf drei Wachschichten aufgeteilt sind. Fünf weitere Kollegen gehören zur Schicht von Hans-Jörg Schüler. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und seinen Begleitern saßen sie bei Kaffee, Stolle und Dominosteinen. Und der Alarm blieb diesmal aus.

Die Feuerwehrleute sollten ein Lied oder Gedicht vortragen – und drückten sich nur allzu gern. Quelle: Enrico Kugler

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