Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Bunte Schmetterlinge für die Stadt
Lokales Oberhavel Oranienburg Bunte Schmetterlinge für die Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:09 11.07.2019
Sveta Esser-Pauker mit einem Modell. Sie möchte das Projekt mit Schülern des Louise-Henriette-Gymnasium umsetzen. Quelle: Helge Treichel
Oranienburg

 Das Louise-Henriette-Gymnasium und die Oranienburger Künstlerin Sveta Esser-Pauker wollen eine lebensfrohe Skulptur für den Rosengarten ins Leben rufen. Die Beteiligten denken an ein Gemeinschaftsprojekt von Künstlern und Schülern, indem die Kinder aktiv an der Entwicklung beteiligt sind. Die Skulptur soll den vorderen Bereich der Schule schmücken und gleichzeitig ein Symbol für alle jungen Einwohner Oranienburgs sein.

„Die zwölf Stäbe stehen für die zwölf Schuljahre und die unterschiedlichen Schmetterlingsarten symbolisieren die Vielfalt und Individualität der Kinder“, erläutert Sveta Esser-Pauker. Die Komposition sei zudem interaktiv: So könnten die Kinder sich im ersten Schuljahr an der ersten Säule fotografieren lassen – bis sie später die zwölfte Säule erreichen.

Diese gemeinsame Vision haben Schüler, Lehrer und die Oranienburger Künstlerin Sveta Esser-Pauker. Quelle: Helge Treichel

Die 120 Schmetterlinge sollen aus Plexiglas hergestellt werden, „sodass unter dem Sonnenlicht ein harmonisches Farbenspiel entsteht“, schwärmt die Künstlerin. Für die Nacht schwebt ihr eine elektrische Beleuchtung vor, um die Schmetterlinge strahlen zu lassen. Dadurch werde die Skulptur zu jeder Tages- und Jahreszeit gut zu sehen sein und ein wechselndes Bild abgeben. Die Falter sollen eine Spannweite zwischen 90 Zentimetern und 2,80 Metern haben.

„Aus unserer Sicht, erschaffen wir ein neues Zentrum und eine neue Sehenswürdigkeit für unsere Stadt“, ist Sveta Esser-Pauker überzeugt. Die Schüler aus der „Toleranz AG“ sollen die Schmetterlinge individuell gestalten können. Abschließend würden diese an der Skulptur montiert. „Sie werden das Projekt Schritt für Schritt beobachten und ein Teil davon werden können“, sagt die 44-Jährige. Somit sei dieses Projekt auch eine Gelegenheit für Schüler, Einblick in die Welt der Kunst zu erhalten.

Anlässlich des Fontane-Jahres hatte der Mann von Sveta Esser, Alex Pauker, den Entwurf für ein weiteres Kunstobjekt vorgestellt. Thema: Effi Briest. Quelle: Helge Treichel

Für die Realisierung hat sich die Toleranz-AG bereits im Rahmen des aktuellen Bürgerhaushalts beworben. Rund 20 000 Euro soll das Gesamtprojekt kosten – reine Material- und Umsetzungskosten. „Ich verdiene gar nichts“, so die Künstlerin, die hauptsächlich für den amerikanischen Markt tätig ist. Sie möchte ein bisschen die Werbetrommel rühren für das Projekt. Dabei geht es ihr in erster Linie um die 24 Kinder der Toleranz-AG im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Die würden sich stets nach dem Projekt erkundigen, wenn sie an der Schule ist.

„Das Projekt ist bei uns eingegangen und wird nun geprüft“, sagt Finanzdezernent Christoph Schmidt-Jansa auf MAZ-Nachfrage. Dabei gehe es um die Frage, ob dieser Vorschlag im Rahmen der Satzung zum Bürgerhaushalt umsetzbar ist und in das Budget von 20 000 Euro pro Einzelmaßnahme passt. Über der Zulassung der insgesamt 234 Vorschläge entscheide die Stadtverwaltung zusammen mit Vertretern der Stadtverordnetenversammlung. In der Zeit vom 7. bis zum 25. Oktober können die Oranienburgerinnen und Oranienburger dann per Briefwahl, im Bürgeramt, online oder bei der Abstimmungsveranstaltung zur Lichternacht am 25. Oktober über den Bürgerhaushalt 2020 abstimmen.

Mehr zum Bürgerhaushalt: hier klicken.

Von Helge Treichel

Inge Neureither hat eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt Oranienburg geschrieben, als sie noch in Frankfurt (Oder) lebte. Jetzt kehrte sie zurück.

12.07.2019

Ein berauschter Autofahrer in Hennigsdorf und ein Wildunfall kurz hinter Zerpenschleuse – dies und mehr gibt es im Polizeiüberblick aus Oberhavel vom 11. Juli 2019.

11.07.2019

Die Kreuzallee in Friedrichsthal ist eine schmale, hucklige Straße. Begegnen sich zwei Fahrzeuge, reicht der Platz nicht, muss ein Auto die Fahrbahn verlassen. Radfahrer begeben sich in Gefahr. Der Wunsch von Anwohnern, eine Tempo-30-Zone daraus zu machen, scheint dennoch außer Reichweite zu sein.

11.07.2019