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Oranienburg Corona-Krise: Bürgermeister Laesicke lobt die Oranienburger
Lokales Oberhavel Oranienburg Corona-Krise: Bürgermeister Laesicke lobt die Oranienburger
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14:03 26.03.2020
Bürgermeister Alexander Laesicke richtet sich an die Oranienburger Bürger und bittet sie um Besonnenheit und Geduld bei der Bewältigung der Corona-Krise. (Archivbild) Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

„Wenn ich mich durch Oranienburg bewege, kann ich deutlich sehen, dass die überwiegende Mehrzahl der Menschen in der Stadt den Ernst der Lage begriffen hat und sich vernünftig und vorsichtig in der Öffentlichkeit bewegen. Es ist schön zu sehen, dass man sich auf die Oranienburgerinnen und Oranienburger verlassen kann, wenn es drauf ankommt.“ Die Umsetzung der Eindämmungsverordnung, die seit dem 23. März in ganz Brandenburg gilt, ist auch in der Oranienburger Stadtverwaltung derzeit eines der wichtigsten Themen. Ein Koordinierungsstab unter Leitung des Bürgermeisters bespricht jeden Morgen per Videokonferenz die aktuellen Entwicklungen und berät die notwendigen Maßnahmen.

Ordnungsamt zeigt Präsenz in der Stadt

So ist der Außendienst des Ordnungsamtes durch andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung verstärkt worden, um eine größere Präsenz im Stadtbild zeigen zu können. In enger Absprache mit der Polizei erfolgen Kontrollen auch in den Abendstunden und am Wochenende. Neben der Kontrolle der Einhaltung der angeordneten Schließungen im Einzelhandel und von Gaststätten, stehen dabei die Überwachung des Abstandsgebots sowie das Einhalten von Verboten beim Aufenthalt im öffentlichen Raum im Vordergrund. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dabei streng, aber mit Augenmaß vorgehen.

„Es geht nicht darum, Bußgelder zu verteilen, sondern ein möglichst hohes Maß an Schutz zu erreichen“, erklärt die Dezernentin für Bürgerdienste, Stefanie Rose. „Gerade in den Geschäften die noch geöffnet haben dürfen, um die Versorgung der Bevölkerung zu garantieren, kommt es darauf an, mit Maßnahmen zur Einhaltung der Abstandsregeln, also zum Beispiel durch Markierungen, durch Begrenzung des Zugangs oder durch Security, die Sicherheit für die Beschäftigten zu garantieren, die ohnehin gerade einen schwierigen Job zu erledigen haben. Wo es nötig ist, geben wir Hinweise, wo nachgesteuert werden muss. Wer sich jedoch völlig uneinsichtig zeigt, muss auch mit einer Strafe rechnen.“

Notversorgung in Kitas und Schulen ist dauerhaft Thema

Auch die Notversorgung an Kitas und Schulen und die Folgen, die sich aus dem Aussetzen der Betreuung ergeben, ist ein regelmäßiges Thema der Abstimmungsrunde. „Viele Eltern haben sich jetzt verständlicherweise gefragt, was mit den Kita- und Hortbeiträgen ist. Dafür musste schnell eine Lösung gefunden werden“, betont Bürgermeister Alexander Laesicke. „Ich bin froh, dass es jetzt eine landeseinheitliche Regelung gefunden wurde und nicht ein Flickenteppich von unterschiedlichen Lösungen der einzelnen Städte und Gemeinden.“

Aber auch die kleineren und größeren Schwierigkeiten, die als Folge der aktuellen Situation auftreten, sind ein Thema für den Koordinierungsstab, erläutert Alexander Laesicke: „Der Einbruch der Spenden bei der Oranienburger Tafel beschäftigt uns sehr. Dass gerade die Schwächsten unserer Gesellschaft jetzt besonders unter der Situation leiden müssen, in der es ja gar keine Engpässe bei der Lebensmittelversorgung gibt, ist wirklich beklagenswert. Wir werden dazu in den kommenden Tagen mit den Groß- und Einzelhändlern das Gespräch suchen, ich bitte aber alle Oranienburgerinnen und Oranienburger zu schauen, ob das eine oder andere zu viel gekaufte Paket Nudeln nicht doch noch als Spende bei der Oranienburger Tafel landen kann.“

Stadtverwaltung im Notbetrieb, aber handlungsfähig

 In der Oranienburger Stadtverwaltung sind derzeit alle notwendigen Maßnahmen ergriffen worden, um in einem Notbetrieb handlungsfähig und für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar zu bleiben zu bleiben und gleichzeitig die Beschäftigten der Stadt zu schützen. „Ich bedanke mich ausdrücklich für das Engagement und die Kreativität mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt pragmatische Lösungen gefunden haben und finden, um ihre Aufgaben unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen zu erfüllen“, so Alexander Laesicke.

Zentrale Anlaufstelle der Verwaltung ist das Bürgeramt. Unter den Oranienburger Rufnummern 600 640, 600 633 und 600 634 sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Montag bis Donnerstags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr zu erreichen.

 

Zur Unterstützung der Oranienburger Bürgerinnen und Bürger in der aktuellen Situation sind zwei zusätzliche Hotlines eingerichtet worden:

  • Beratungen und Unterstützung speziell für Eltern bietet der Eltern-Kind-Treff ab sofort montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 579 28 86.
  • Beschäftigte des Regine-Hildebrandt-Haus haben dienstags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Rufnummer 53 13 07 ein offenes Ohr für alle Fragen des Alltags. Sie hören zu, vermitteln Hilfesuchende mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die älteren oder eingeschränkten Personen zum Beispiel bei Besorgungen unterstützen und vermitteln bei Bedarf Kontakte zu professioneller Hilfe.

An die Bürgerinnen und Bürger Oranienburgs richtet Bürgermeister Laesicke noch eine Bitte: „Die Herausforderungen, vor die uns das Corona-Virus stellt, sind groß. Viele Menschen werden gleich mehrfach belastet. Zu der Sorge um die eigene Gesundheit und die der nächsten Verwandten, kommen vielleicht die Schwierigkeiten durch den Wegfall der Kinderbetreuung, die Enttäuschung über die geplatzte Urlaubsreise oder das Familienfest, das nicht stattfinden kann bis hin zu existentiellen Ängsten über die Zukunft des Arbeitsplatzes oder der Firma. Gerade jetzt kommt es deshalb darauf an, füreinander da zu sein. Helfen sie Ihren Nachbarn, wenn sie Hilfe brauchen. Passen Sie in den kommenden Tagen und Wochen gut auf sich und Ihre Mitmenschen auf und beachten Sie die Empfehlungen zur Hygiene und die Regeln zur Reduzierung von Sozialkontakten. Sie schützen damit nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch die Menschen in Ihrer Nähe, die wegen ihres Alters oder durch Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Mit Besonnenheit und Geduld werden wir diese Krise überstehen.“

Von MAZonline

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