Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Corona in Oberhavel: Fallzahlen für den Landkreis stagnieren
Lokales Oberhavel Oranienburg Corona in Oberhavel: Fallzahlen für den Landkreis stagnieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:31 28.04.2020
Landrat Ludger Weskamp machte sich am Dienstag von der Lage in der Gemeinschaftsunterkunft Stolpe-Süd vor Ort ein Bild, gemeinsam mit der Leitung des Krisenstabes und unter Einhaltung strikter Schutzmaßnahmen. Quelle: Landkreis Oberhavel
Anzeige
Oberhavel

Für den Landkreis Oberhavel wurden am Dienstag, 12 Uhr, 263 Menschen gemeldet, die positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet wurden. Der selbe Stand, wie einen Tag zuvor. Davon befinden sich 111 Personen in häuslicher Quarantäne, zehn Personen müssen stationär behandelt werden. Sechs Personen sind verstorben. 136 Personen sind bereits geheilt. Entsprechend gibt es aktuell 121 COVID19-Erkrankte im Landkreis – drei weniger, als zum gleichen Zeitpunkt des Vortages.

1758 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 1489 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet, bei 269 Personen steht das Testergebnis noch aus. Außerdem wurden 823 Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Anzeige

Die COVID19-Fälle verteilen sich so auf die Kommunen: Hennigsdorf (103), Oranienburg (35), Hohen Neuendorf (30), Velten (19), Glienicke/Nordbahn (18), Oberkrämer (12), Mühlenbecker Land (10), Löwenberger Land (7), Birkenwerder (6), Leegebruch (6), Liebenwalde (5), Zehdenick (5), Kremmen (4) und im Amt Gransee und Gemeinden (3). In Fürstenberg/Havel gibt es keinen gemeldeten COVID19-Fall.

Positive Nachricht für den Kreis Oberhavel

Damit stagnieren die Fallzahlen für Oberhavel aktuell. „Das ist eine sehr positive Nachricht und zeugt davon, dass sich die Leute in Oberhavel weiter sehr vorbildlich an die Eindämmungsverordnung des Landes halten. Das bestätigt uns regelmäßig auch die Polizei“, sagt Landrat Ludger Weskamp.

Eine Ausnahme von der positiven Fallentwicklung bildet die Gemeinschaftsunterkunft in Stolpe-Süd. Von der Lage vor Ort machte sich Ludger Weskamp am Dienstag gemeinsam mit der Leitung des Krisenstabes und unter Einhaltung strikter Schutzmaßnahmen selbst ein Bild. Bereits am Freitag hatte dort aufgrund zahlreicher Coronafälle ein umfangreiches Umzugsmanagement begonnen, um positiv und negativ getestete Personen räumlich voneinander zu trennen. „Dabei sind wir natürlich wesentlich auf das Mitwirken der Bewohnerinnen und Bewohner angewiesen. Die allermeisten von ihnen haben sich sehr kooperativ und verständnisvoll verhalten“, resümiert Weskamp.

Danke an allen, die geholfen haben

Allerdings gibt es auch einige Betroffene, die sich trotz intensiver Ansprache durch die Sozialarbeiter und Polizeipräsenz dem Umzug in ein anderes Haus verweigern.Der Ortstermin diente daher auch dazu, mit Vertretern der Polizei, Sozialarbeitern, Rettungsdienst und anderen Beteiligten weitere Handlungsschritte zu besprechen. Durch das konzentrierte Zusammenwirken aller Partner konnten die Umzugsmaßnahmen – bis auf einen Einzelfall – bis zum Dienstagabend abgeschlossen werden. „Alle Beteiligten haben hier sehr gut zusammengearbeitet. Das ist nicht selbstverständlich. Wir bedanken uns bei allen für ihre Unterstützung in dieser besonderen Situation – von der Polizei über die Sozialarbeiter, den Wachschutz und die Reinigungsunternehmen“, sagt Ordnungsdezernent Matthias Rink.

Von MAZonline