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Oranienburg Darum gibt es Ärger in einer Oranienburger Seniorenresidenz
Lokales Oberhavel Oranienburg Darum gibt es Ärger in einer Oranienburger Seniorenresidenz
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19:06 29.08.2019
Der Hof der Seniorenresidenz in Oranienburg während eines Hofkonzertes. (Archivbild) Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

„Wir pflegen Menschlichkeit“, lautet der Slogan, mit dem die Seniorenresidenz „Louise-Henriette von Oranien“ von Inhaber Michael Bethke in der Bernauer Straße in Oranienburg wirbt. Es sind Worte, die bei dem Sohn einer Mieterin im betreuten Wohnen großen Unmut erzeugen. „Seit vier Jahren werden in dem Haus keine Investitionen getätigt. So geht man nicht mit Menschen um, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet haben und jetzt hier ihren Lebensabend verbringen“, sagt der Mann gegenüber der MAZ erzürnt (Name ist der Redaktion bekannt). Der Betreiber der Einrichtung, Michael Bethke, weist den Vorwurf indes klar zurück: „Wir haben vor einigen Tagen erst das zehnjährige Bestehen in Oranienburg gefeiert. Dabei wurden wir mehrfach darauf angesprochen, in welch gutem Zustand das Haus sei.“ Allein in Reparaturen und Erneuerungen der Fahrstühle seien in diesem Jahr bereits 22 000 Euro geflossen, „frühzeitig, obwohl der Austausch der Teile noch nicht zwangsweise nötig gewesen wäre. Wir wollen so sicherstellen, dass die Fahrstühle funktionieren, da viele Bewohner auf deren Nutzung angewiesen sind“, führt Bethke als Beispiel an.

Kritik an mangelndem Wlan und fehlendem HD-Fernsehen

Den Angehörigen bringen vor allem die Wohnbedingungen auf die Palme, die den Bewohnern ein angenehmeres Leben ermöglichen sollen. „Es gibt kein Wlan auf den Zimmern, das gibt es nur im Café der Anlage unten im Eingangsbereich. Die Versorgung mit Fernsehsendern ist nicht ausreichend, die Kanäle haben ein ganz schlechtes Bild, HD-Fernsehen gibt es nicht. Die Zufahrtsschranke auf das Gelände ist seit drei Jahren kaputt, bezahlt werden muss sie per Miete trotzdem. Das alles ärgert mich maßlos. Es ist das Mindeste, dass die Bewohner es in ihrem Alter schön dort haben“, findet der Angehörige.

Nachrüstungen verursachen Kosten, die umgelegt werden müssten

Bethke nimmt zu allen Vorwürfen Stellung. So seien die TV-Sender in der Anlage so eingestellt, wie die Bewohner „es wünschen. Eine Nachrüstung beispielsweise auf HD-Qualität ist mit Kosten verbunden, die auf die Bewohner umgelegt werden müssten. Wir werden den Bedarf bei der nächsten Bewohnerversammlung aber gern noch einmal abfragen.“ Ähnlich verhalte es sich mit der Internetanbindung. Tatsächlich habe bei der Errichtung des Hauses vor zehn Jahren noch keine Möglichkeit auf Installation eines Highspeednetzes bestanden. Beim Einzug neuer Bewohner „sagen wir, was wir zur Verfügung stellen können und was nicht“. Auch hier gelte: Nachrüstungen verursachen Kosten, die umgelegt würden. Das Problem der Zufahrtsschranke beschreibt Bethke als hausgemacht: „Diese hat sich nicht bewährt, da viele der Fernbedienungen durch die Bewohner verbummelt wurden, was sehr kostspielig war. Daher haben wir die Schranke mehr oder weniger abgebaut.“ Für bessere Parkmöglichkeiten strebe man die Errichtung eines Parkplatzes auf dem Nachbargelände an, „hier warten wir aktuell auf die Baugenehmigung“, so Bethke.

Gesprächsbereitschaft signalisiert

Größtes Manko laut dem Sohn sei die schwierige Kommunikation mit Michael Bethke persönlich. „In meiner Verantwortung liegen 16 Häuser, da kann ich nicht in jedem täglich vor Ort sein“, erklärt der. Aus diesem Grund gebe es vor Ort in jedem Haus eine Einrichtungsleitung als Ansprechpartner, in Oranienburg Silke Teichler: „Mit ihr habe ich schon oft gesprochen, aber nichts ist passiert. Meine Kritik wird einfach ausgesessen“, sagt dazu der Angehörige. Michael Bethke signalisiert Gesprächsbereitschaft: „Wir fragen die angesprochenen Punkte in der nächsten Bewohnerversammlung noch einmal ab.“ Zudem hat er nach MAZ-Informationen inzwischen auch persönlich Kontakt zu dem Sohn aufgenommen, um direkt mit ihm zu sprechen.

Von Nadine Bieneck

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