Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Umzug des Familien-Sport-Vereins: Blessuren halten sich in Grenzen
Lokales Oberhavel Oranienburg Umzug des Familien-Sport-Vereins: Blessuren halten sich in Grenzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:30 20.07.2019
Vor einem Jahr übte die Kindergruppe des FSV Oberhavel noch im Lindenring. Quelle: Stefan Blumberg
Oranienburg

Der Familien-Sport-Verein Oberhavel hat den Verlust des genutzten Domizils zur Jahreswende 2018/19 weitestgehend überstanden. Ein befürchteter K. o. konnte nach dem freiwillig-unfreiwilligen Auszug abgewendet werden, aber es gab einige Blessuren.

Als den gravierendsten Verlust bezeichnet der FSV-Vorsitzende Jens-Uwe Grande „das Vereinsleben“. Das Gebäude am Lindenring 21 a galt als Herz des FSV. Nicht nur die Geschäftsstelle befand sich in dem maroden Gebäude, sondern auch Trainingsmöglichkeiten für verschiedene Gruppen. Insgesamt 260 Kinder und Erwachsene waren in dem Haus ihrem Sport nachgegangen, ab Januar 2019 konnten sie das nicht mehr.

Die Kindergruppe im Familien-Sport-Verein Oberhavel. Quelle: Stefan Blumberg

Sanierung wäre nötig gewesen

Der Verein zog aus, weil die Stadt als Eigentümer – so der FSV – keine Sanierung vornahm oder in Aussicht stellte. Die Mitglieder hatten sich seit 2011 dort die Klinke in die Hand gegeben. Das Haus galt als Treffpunkt und Kommunikationszentrum des FSV. „Es gab uns das für Vereine wichtige Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Gemeinschaft ging durch den Auszug zum Jahresende verloren“, konstatierte Jens-Uwe Grande ein gutes halbes Jahr später.

Vereinsvorsitzender Jens-Uwe Grande (r.) mit seinem Stellvertreter Karsten Krebs. Sie suchen nach einem Vereinsheim Quelle: Stefan Blumberg

Es habe viel Aufwand und Zeit bedurft, um alle Gruppen in Hallen der Stadt unterzukriegen“, so Vorsitzender Grande. Ein großer Dank gelte dem Jugend- und Sozialwerk (JuS). Der Träger von 70 Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen für betreutes Wohnen Erwachsener stellte dem FSV einen Kursraum des Mosaikgymnasiums zur Verfügung. Dort ist ein Teil der vielen Tänzerinnen und Tänzer untergekommen. Gleiches gilt für die Tanzschule Peggy Heinemann in der Gartenstraße. In ihren Räumen kann an zwei Tagen trainiert werden.

Mietkosten sind nun höher

Auch im Bürgerzentrum in der Albert-Buchmann-Straße üben einige Tänzerinnen und Tänzer zweimal in der Woche. Allein im Tanzbereich betrifft der Umzug etwa 120 Kinder. Der Gesundheits- und Seniorensport wurde in die Sporthalle hinters Schloss verlagert. 60 Damen und Herren trainieren dort, allerdings anders als sonst, da sie zum Beispiel die Fahrräder nicht mitnehmen konnten. Die Ballbini werden nun in Hallen der Stadt und des Kreises betreut.

Familiensportverein Oberhavel Kindergruppe Quelle: Stefan Blumberg

Der Sportbetrieb läuft also komplett dezentral weiter. Und kostet jetzt etwa 1000 Euro Miete im Monat. Dagegen wurden dafür im ehemaligen Haus nur etwa 250 Euro aufgewendet.

Aderlass blieb nicht aus

Das Büro der Geschäftsstelle befindet sich nun in der Kremmener Straße. Es sei nicht nur harte Arbeit gewesen, neue Trainingsorte zu bekommen. Es mussten auch noch Übungsleiter, Eltern und Sportler überzeugt werden, damit sie diesen Schritt mitgehen.

Kindergruppe vom Familiensportverein Oberhavel Quelle: Stefan Blumberg

Es gab personell einen geringen Aderlass. Die Drums-Alive-Gruppe stieg aus dem Verein aus. Ganz hörte die Aerobic-Truppe auf. „Insgesamt waren es etwa 30 bis 40 Mitglieder, die uns verloren gingen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Karsten Krebs.

Vereinsheim wird noch gesucht

Für ihn ist klar, dass der FSV Oberhavel eine Vereinsbegegnungsstätte braucht. Zuletzt musste dafür öfter die Milchbar herhalten. Für Versammlungen oder Weiterbildungen sei das aber nicht akzeptabel. Der Familien-Sport-Verein Oberhavel ist auf der Suche nach einer bezahlbaren Lösung, bei der die Mitglieder wie bisher wieder unter einem Dach vereint sind.

Von Stefan Blumberg

In Oranienburg ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst Dauergast. Die Suche nach Blindgängern wird nun ab dem 1. August mit der „Modellregion Oranienburg“ neu organisiert. Das heißt auch, dass Sprengmeister André Müller dann ausschließlich für die Stadt zuständig ist.

20.07.2019

Der Landeswahlausschuss tagte in dieser Woche und entschied über die Zulassung der Wahlkandidaten für die am 1. September anstehende Landtagswahl. Wir haben alle bestätigten Kandidaten für den Landkreis Oberhavel im Überblick.

19.07.2019

Diese Nachricht des statistischen Bundesamts beeindruckte am Dienstag (16. Juli), zumindest die Brandenburger: Innerhalb Deutschlands ist die Mark das beliebteste Bundesland für Zuzügler. Die MAZ hat mit einem ehemaligen Berliner gesprochen, der nun in Oranienburg zu Hause ist.

19.07.2019