Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Deutsch-chinesische Co-Produktion – made in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Deutsch-chinesische Co-Produktion – made in Oranienburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:56 25.09.2019
Geschäftsführer Ulrich Feldmüller (M.) und Mitarbeiterin Maria Arbeit (l.) führten Bürgermeister Alexander Laesicke die Geräteteststrecke vor. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

„Teils sehr bewegte Zeiten liegen hinter uns“, blickte Ulrich Feldmüller, Geschäftsführer der Deutschen Zählergesellschaft Oranienburg mbH (DZG) am Mittwoch auf die 100-jährige Geschichte seines Unternehmens zurück. Anlass war die Stippvisite von Bürgermeister Alexander Laesicke, der zusammen mit Sebastian Stute, im Rathaus verantwortlich für die Wirtschaftsförderung in der Kreisstadt, bei dem in der Heidelberger Straße ansässigen Unternehmen vorbeigeschaut hatte, das seit 100 Jahren in der Entwicklung und Herstellung von Messsystemen sowie einer Palette von Dienstleistungen rund um die Geräte tätig ist. „Unsere Existenz stand zwischenzeitlich auf der Kippe“, berichtete Ulrich Feldmüller. Man habe sich jedoch berappeln und in den vergangenen Jahren am Markt auch wieder gut platzieren können.

Jedes Messgerät geht im Fertigungswerk Oranienburg durch zahlreiche Hände, bis es an den Kunden weitergereicht wird. Quelle: Enrico Kugler

Auf rund 20 Prozent Marktanteil in Deutschland kommt das Familienunternehmen, das aktuell rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, gegenwärtig. Rund 35 Angestellte sind in den beiden frisch sanierten Flachbauten in Sichtweite der Turm-Erlebniscity mit der Endfertigung der Geräte beschäftigt. Diese werden von einem chinesischen Elektronikanbieter vorproduziert. 2500 Geräte – rund 40 verschiedene Zählertypen stellt die DGZ derzeit her – gehen täglich durch die Hände der Mitarbeiter, bis sie versandfertig aufbereitet sind. „Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch an unsere Geräte“, sagt Andreas Köhler, während er die wild blinkende Teststrecke abschreitet. Dort wird jedes einzelne Gerät unter anderem auf die Genauigkeit seiner Messungen überprüft. Seit 1984 ist Köhler bei der DGZ tätig, einst als Lehrling, inzwischen als Produktionsleiter.

Keine Marktfähigkeit ohne chinesischen Partner

Die Konkurrenz aus Fernost sei vor allem auf dem Elektronikmarkt unübersehbar, sagt Ulrich Feldmüller. „Für uns war die Zusammenarbeit mit einem chinesischen Partner unumgänglich, um überhaupt marktfähig bleiben zu können.“ Mehrere Anbieter aus China seien aktuell schon direkt auf dem deutschen Zähler-Markt tätig. Die DGZ könne sich nach wie vor behaupten, da sie sich auf Kunden mit speziellen Wünschen konzentriere. Ein weiteres Großprojekt sei zudem der Fokus auf die Ladesäulen-Infrastruktur im E-Mobilitätsbereich.

Bürgermeister Alexander Laesicke (r.) schaute sich im Zählerwerk Oranienburg um. Quelle: Enrico Kugler

Ulrich Feldmüller hat noch zahlreiche weitere innovative Ideen im Kopf, von der digitalen Umsetzung und Unterstützung der Energiewende bis hin zu attraktiven Lösungen für Groß- und Kleinkunden auf dem Energiemarkt. „Technisch ist vieles bereits machbar“, sagt er. „Und doch bekommen wir es nicht umgesetzt.“ Zu groß sei das Interessengemenge, zu viele Institutionen säßen oft mit im Boot und würden moderne digitale Lösungen ausbremsen. „Ich habe viel gelernt und nehme vieles mit“, sagte Alexander Laesicke abschließend. „Die Energiewende ist ein großes Thema. Auch wir machen uns Gedanken, was wir von unserer Seite aus tun können und müssen, um aktuelle Herausforderungen umzusetzen.“

Von Nadine Bieneck

Zwischen den Oranienburger Ortsteilen Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf will das Energieunternehmen Enertrag eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff bauen. Damit sollen künftig die Züge der Niederbarnimer Eisenbahn betankt werden.

25.09.2019

Am Dienstag trafen sich die Unternehmer des BNI „Chapter Louise“ zum gemeinsamen Frühstück in der Turm Erlebniscity Oranienburg.

25.09.2019

Am 30. September wird die Lesereihe „LiteraturFieber“ im Regionalmuseum Oberhavel eröffnet. Den Anfang macht der bekannte Krimiautor Matthias Wittekindt. Er liest aus seinem prämierten Buch „Die Tankstelle von Courcelles“.

25.09.2019