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Oranienburg Domino World investiert 19 Millionen Euro
Lokales Oberhavel Oranienburg Domino World investiert 19 Millionen Euro
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18:16 27.03.2019
Pläne: Clubleiterin Angelika Kühn, Architekt Dieter Schaarschmidt, Geschäftsführerin Petra Thees und Vorstand Lutz Karnauchow (v.l.) Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

289 Plätze gibt es derzeit im Club Oranienburg, der von Domino World in der Villacher Straße in Oranienburg betrieben wird. Nun nimmt das Unternehmen 19 Millionen Euro in die Hand, um einen Anbau mit 67 rollstuhlgerechten Einzelzimmerappartements zu errichten und anschließend das bisherige Stammhaus, einen ehemaligen Plattenbau, umzubauen und zu modernisieren. „Das ist kein Pappenstiel, aber es lohnt sich in diesen Standort zu investieren“, erklärt Lutz Karnauchow, Vorsitzender von Domino World, die bereits seit 1992 in der Havelstadt engagiert sind.

Sechsstöckiges Gebäude

Derzeit wird das Baufeld für das sechsstöckige Gebäude vorbereitet. Nach Ostern sollen die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt, den Bau des neuen Komfortflügels beginnen. 2021 soll der Südflügel und 2022 der Ostflügel des Stammhauses umgebaut werden. Sind die Arbeiten Ende 2022 abgeschlossen, gibt es aber keineswegs mehr Zimmer für ältere Menschen im Club Oranienburg, sondern sogar 20 Plätze weniger. Dafür werden diese den heutigen Ansprüchen besser gerecht. So befinden sich derzeit im Stammhaus noch 64 Doppel- und 64 Einzelzimmer. „Doppelzimmer entsprechen nicht mehr den Erwartungen der Patienten“, so Karnauchow.

Einzel- statt Doppelzimmer

Deshalb habe man sich entschieden nur noch größere Einzelzimmer zu errichten. 24 Quadratmeter groß sind die Zimmer, inklusive eigenem Bad, im Schnitt; ausgestattet mit sogenannten französischen Balkons, das heißt bodentiefen Fenstern, die sich hinter einer Absturzsicherung komplett öffnen lassen. Bei der Ausstattung achte man auf hochwertige Materialien, so Karnauchow und ziehe Holz Kunststoff vor, sowohl bei Fenstern, als auch bei Bodenbelägen. „Wir arbeiten mit einem ausgefeilten Farbkonzept, achten auf warme Farben, denn Farben beeinflussen Stimmungen.“ Zudem werde möglichst viel Licht in das Gebäude gelassen, da das wichtig bei seelischen Erkrankungen wie Depressionen sei, sagt der Fachmann.

Kein Haus von der Stange

„Es ist kein Haus von der Stange, sondern nach individuellem Konzept geplant“, betont Karnauchow. Bereits seit vielen Jahren arbeite man dafür erfolgreich mit dem Architekturbüro von Dieter Schaarschmidt aus Wuppertal zusammen, der sich auf Altenwohnprojekte spezialisiert hat. Finanziert werde das Projekt aus Eigenmitteln, betont Domino-World-Geschäftsführerin Petra Thees. Man sei Eigentümer, Investor, Bauherr und Betreiber in einem. 200 Mitarbeiter, inklusive rund 30 Azubis, sorgen dafür, dass im Club Oranienburg das spezielle Konzept von Domino World umgesetzt wird. So ermögliche das sogenannte Domino Coaching, dass jeder Patient eine Stunde Therapie pro Tag bekomme, erklärt die Geschäftsführerin. Derzeit sei man jedoch räumlich am Limit angelangt, so dass in dem Anbau, der über einen gläsernen Wintergarten mit dem Stammhaus verbunden wird, im Erdgeschoss auch zusätzliche Therapie- und Kulturräume entstehen sollen. Außerdem ist eine zusätzliche Physiotherapiepraxis angedacht. Denn Ziel von Domino World sei es, die Patienten wieder in Bewegung zu bringen, sie selbstständiger zu machen, so Karnauchow. „Wir wollen gar nicht, dass die Patienten lange im Zimmer gelassen werden, auch nicht im Bett.“

Von Ulrike Gawande

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