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Oranienburg Dropebrücke: Baustart am 10. September
Lokales Oberhavel Oranienburg Dropebrücke: Baustart am 10. September
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18:56 03.09.2018
Die Brücke in der Saarlandstraße wird ab nächste Woche abgerissen . Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm: Es rollt am Montagmorgen auf der Dropebrücke in Oranienburg. Doch ab kommenden Montag, 10. September, ist damit Schluss: Die Verkehrsader wird gekappt. Für ein Jahr. Der Neubau des Brückenbauwerks über die Havel war zehn Jahre lang immer wieder hinausgezögert worden, nun duldet er keinen Aufschub mehr. Was für den Laien noch „ganz passabel“ aussieht, ist es mitnichten, haben die Brückenprüfungen ergeben. Gefährlich sind nicht nur die ungesicherten Ränder, die bei einem Unfall Fahrzeuge durchbrechen könnten, auch die Betonfertigteile habe ausgelitten.

Nun wird also das Bauwerk abgerissen. Erhalten bleiben dabei die Pfeiler, die Wiederverwendung finden. Sie werden von neuen Betonteilen überspannt. Es wird eine Technologie angewandt, die auch den Bau im Winter möglich macht. Zudem wird das letzte Stück Saarlandstraße zwischen Robert-Koch-Straße und Kreuzung Lehnitzstraße parallel auf einer Länge von 240 Metern erneuert. In den vergangenen Wochen hatten bereits Entwässerungsbetrieb, Stadtwerke und Telekom neue Leitungen verlegt.

Die Planungs- und Baukosten für die neue Brücke belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro. Für die Hälfte liegt eine Förderzusage vom Land vor. Die Stadt hatte wegen der generell um fast 30 Prozent gestiegenen Baukosten in einem Nachtragshaushalt noch einmal 1,2 Millionen Euro im städtischen Etat draufpacken müssen. Der Bau einer Behelfsbrücke für Autos war schon im Vorfeld verworfen worden, weil sich damit die Bauzeit verlängert und die Kosten um weitere 500 000 Euro erhöht hätten. Auch der Bau einer Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer war beschlossen und erst vor Kurzem als zu teuer von der Stadt verworfen worden (siehe Seite 15).

Die Planung des Brückenbauwerks liegt in den Händen des Büros WKP Berlin, das auch die Bauüberwachung hat, die Firmen Eurovia VBU Lindow und Peter Hochtief Oranienburg setzen den Bau um.

Für Radfahrer gibt es eine ausgewiesene Umleitungsstrecke über das „Blaue Wunder“, um zum Bahnhof zu gelangen. Für die Autos bleibt nur, über Lehnitz nach Oranienburg zu fahren oder über die Berliner Straße und die Bernauer Straße. Hier testet das Straßenverkehrsamt des Landkreises in Abstimmung mit der Stadt seit gestern eine „Grüne Welle“.

„In Zusammenarbeit der Behörden wurden die Programme der Ampelanlagen in Oranienburg an das aktuelle Verkehrsaufkommen – das zuvor durch Verkehrszählungen erfasst wurde – angepasst. So ist es gelungen, eine Grüne Welle an den Lichtsignalanlagen zu programmieren“, informierte Verkehrsdezernent Matthias Rink. Der Landkreis habe die neuen Signalprogramme geprüft und verkehrsrechtlich angeordnet. Die Programmierung der Ampelanlagen, die für einen flüssigen Verkehr durch die Innenstadt sorgen sollen, ist seit gestern abgeschlossen. Die Autofahrer können sie jetzt einem Test unterziehen. Dann soll nachjustiert werden. „Mit der Sperrung der Dropebrücke werden zudem spezielle Umleitungsprogramme, die auf eine veränderte Verkehrsverteilung in der Stadt abgestellt sind, aktiviert“, so Rink. Die Grüne Welle werde dann zusätzlich durch eine sogenannte intelligente Netzsteuerung an das aktuelle Verkehrsaufkommen angepasst.“ Verändern sich also die Verkehrsverhältnisse am Morgen oder nachmittags während der Rushhour, werden die Grünzeiten angepasst.

„Der Fachdienst Verkehr wird in den kommenden Tagen und Wochen aufmerksam den Kfz-Verkehr in Oranienburg beobachten und die Signalbaufirma wird die eine oder andere Veränderung an den Lichtsignalanlagen vornehmen, wenn nötig“, erläutert Dezernent Matthias Rink. „Es freut uns sehr, dass es durch eine konstruktive behördenübergreifende Zusammenarbeit gelungen ist, für eine ganze Stadt die Programme der Ampelanlagen an das aktuelle Verkehrsaufkommen anzupassen.“

Die Stunde der Wahrheit kommt dann am nächsten Montag, wenn der Abriss der Dropebrücke startet und die Saarlandstraße voll gesperrt ist. Es scheint ratsam, sich rechtzeitig „seine Umfahrung“ heraussuchen. Seite 15

Von Heike Bergt

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