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Oranienburg Baustart für neue Dropebrücke steht nun fest
Lokales Oberhavel Oranienburg Baustart für neue Dropebrücke steht nun fest
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15:31 25.07.2018
Der Countdown läuft: Die marode Brücke wird abgerissen und eine neu gebaut.  Bauzeit: zwölf Monate.
Der Countdown läuft: Die marode Brücke wird abgerissen und eine neu gebaut. Bauzeit: zwölf Monate. Quelle: Foto. Enrico Kugler
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Oranienburg

Nachdem der Haushalt in puncto Neubau Dropebrücke aufgestockt worden war, steht dem Baustart nun nichts mehr im Weg und der Termin fest: Am 1. August geht es los. Zunächst mit der Einrichtung der Großbaustelle und der Verlegung weiterer Medien durch die Stadtwerke. Dann beginnt der Brückenabriss und damit die Vollsperrung der Saarlandstraße: Sie bleibt ab 10. September 2018 bis zur Freigabe des neuen Brückenbauwerks am 31. Juli 2019 dicht.

Zwei Bewerber gab es für die Baustelle: Den Neubau übernehmen die Firmen Eurovia VBU und Peter TiefHoch aus Oranienburg als „Arge“. Der Brückenneubau samt angrenzendem Straßenbau ist mit Gesamtkosten in Höhe von 4,742 Millionen Euro veranschlagt, die Bauzeit von zwölf Monaten vertraglich festgeschrieben. Den Bauablaufplan legen die Firmen in der nächsten Woche vor, so Baudezernent Frank Oltersdorf.

Die marode Brücke wird zunächst in ihre Segmente zerlegt und diese dann vom Ufer und vom Wasser aus herausgenommen. Die beiden Pfeiler, die sie tragen, bleiben erhalten und bekommen neue Köpfe. Insgesamt zwölf Verbundträger werden dann die neue Brücke bilden und die Pfeiler überspannen.

Erst in den letzten Tagen gab es eine weitere Entscheidung: Die geplante Behelfsbrücke für Radler und Fußgänger von der Robert-Koch-Straße aus über die alte Bahnstrecke wird es nun doch nicht geben. „Wir haben alle Varianten bis in die letzten Tage geprüft.“ Für die vorgesehenen 110 000 Euro (MAZ berichtete) sei das nicht zu machen. Selbst eine abgespeckte Variante ohne Geländer und ohne Abgang für die Radfahrer sei dafür nicht zu haben, so Oltersdorf. Eine sichere Brücke würde rund das Doppelte kosten.

Autofahrer kommen also ab 10. September aus Richtung Birkenwerder über den Birkenwerderweg von Borgsdorf aus oder über Havelhausen und die Berliner Straße in die Stadt. Hinweise auf die gesperrte Dropebrücke gibt es an allen Einfahrten in die Stadt.

Für die Fahrradfahrer gibt es eine Umleitung übers „Blaue Wunder“. Die Strecke und die Brücke sollen im Winter in den Winterdienst einbezogen werden, versprach Frank Oltersdorf.

Wer mit dem Fahrrad bisher von der Robert-Koch-Straße/Ecke Saarlandstraße zum S-Bahnhof Lehnitz gefahren ist, musste dabei eine Strecke von 1,2 Kilometern bewältigen, von dort bis zum Bahnhof Oranienburg sind es 2,2 Kilometer. „Das ist sicher in angemessener Zeit zu schaffen“, hat Tiefbauamtsleiter Stefan Gebhard ausgerechnet und hofft auf Verständnis.

Sicherlich werde die Schlossbrücke zum Nadelöhr in dieser Zeit – Frank Oltersdorf hofft, dass es trotzdem nicht zu riesigen Straus kommt. Ansonsten werde man mit Ampelregelung nachjustieren.

Von Heike Bergt