Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Eröffnung der Drope-Brücke: Ein Festtag für Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Eröffnung der Drope-Brücke: Ein Festtag für Oranienburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:16 20.12.2019
Freude über die Freigabe der Drope-Brücke: Bürgermeister Alexander Laesicke (M.) durchschnitt unter anderem das Band feierlich. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Plötzlich ging es ganz schnell: Ein Rettungswagen mit Blaulicht näherte sich aus der Ferne der Dropebrücke in Oranienburg. Bürgermeister Alexander Laesicke gab ein kurzes Zeichen. Schnipp, schnapp – und das Band war symbolisch durchgeschnitten.

Aufatmen in Oranienburg: Nach mehr als einem Jahr Bauzeit wurde am Freitag die Dropebrücke eröffnet. Auto- und Radfahrer sind glücklich.

Hunderte Oranienburger waren am Freitag gekommen, um hautnah mitzuerleben, wie die so wichtige Verkehrsader nach anderthalb Jahren Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben wurde. „Es ist für Oranienburg ein Feiertag. Das zeigt auch die Anzahl der Gäste hier“, rief Laesicke den Bürgern zu. „Die Oranienburger haben sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet. Alle haben ein Jahr voller Schmerzen hinter sich gebracht. Ich auch übrigens.“ Es wurde viel diskutiert. „Über Ampelschaltung. Darüber, wie Händler, Anwohner und Schüler eingeschränkt sind. Es war einfach ein schwieriges Jahr.“

Großer Andrang herrschte am Freitagvormittag auf der Dropebrücke. Quelle: Robert Roeske

Er machte noch einmal klar: „Die Brücke musste gemacht werden. Da gab es nichts zu verhandeln“, erklärte Laesicke. „Es ist wie bei den Bomben. Da liegt die Stadt einfach mal einen Tag lahm.“ Sein Dank gelte in erster Linie den Oranienburgern, dass sie durchgehalten haben. „Sie haben aus der Situation das Beste gemacht und sind sehr ruhig und fair mit der Sache umgegangen.“ Laesicke habe eine Lehre aus der ganzen Sache gezogen: „Eine Gretchenfrage wird sein, ob Oranienburg eine dritte Havelquerung benötigt“, so das Stadtoberhaupt. Freude über die Beendigung der Brückensperrung herrscht auch beim Oranienburger Ortsverband des Deutschen Fahrrad-Club, wie Vorstandsmitglied Arnold Krämer berichtet: „Wir freuen uns total, endlich entzerrt sich der Verkehr wieder in der Stadt. Gerade auch für Fahrradfahrer natürlich wichtig, zumal jetzt auch ein breiter Fahrradweg über die Dropebrücke führt.“ Allerdings schiebt Krämer auch noch gleich einen Wunsch hinterher. „Es wäre schön, wenn der Fahrradweg weitergeführt werden würde bis nach Pinnow, was unserer Meinung nach sehr wichtig ist.“

Kevin Mettig überquerte als erster die eröffnete Drope Brücke. Quelle: Sebastian Morgner

Im September 2018 wurde die Dropebrücke gesperrt und damit eine wichtige Verkehrsverbindung innerhalb der Stadt gekappt. Volle Straßen und erhebliche Umsatzeinbußen der angrenzenden Händler und Unternehmen inklusive. Sehnlichst wurde die Beendigung des Neubaus erwartet. Dann war es soweit. Der Verkehr wurde am Freitagvormittag freigegeben. Der erste, der über die neue Brücke fuhr, war Kevin Mettig. Der 30-Jährige rollte mit seinem Roller heran. „Das wird ja auch Zeit, dass die Brücke fertig ist“, so der Premiere-Fahrer. „Dann sind hoffentlich die Staus in der Stadt vorbei.“

Fatma Alökmen (l.) und Mehmet Cetinkaya vom Broiler Eck sind froh, das wieder mehr Kunden wie Linda Neidick (r.) nach der Eröffnung der Drope-Brücke in den Imbiss kommen. Quelle: Sebastian Morgner

Glücklich war auch Mehmet Cetinkaya vom Oranienburger Broiler-Eck. „Wir hatten schwere Zeiten. Haben mehr als die Hälfte weniger an Einnahmen gehabt“, sagt der Chef, der am Freitag einen extra großen Fleischspieß bestellt hat. „Jetzt sind wir glücklich, dass die Brücke wieder offen ist. Und freuen uns auf unsere Kundschaft“, so der Imbissbesitzer happy. Linda Neidick gehört dazu. Sie genießt ihren Döner und sagt: „Der ist lecker.“ Auch Michael Bartosik und Gudrun Büldt vom angrenzenden Getränke Hoffmann waren froh über das Ende der Leidenszeit und luden die Kundschaft zur Feier des Tages auf ein Gläschen Sekt oder wahlweise Apfelsaft ein. Auch die Turm-Erlebniscity schickte anlässlich der Eröffnung sein Maskottchen „Falko“, da nun ein weiterer direkter Zugang möglich ist.

Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (l.) und Baudezernent Frank Oltersdorf mit Turm-Maskottchen Falko. Quelle: Privat

Währenddessen noch viele Schaulustige sich die neue Brücke anschauten, düsen auf der Saarlandstraße die Autos vorbei. So, als wenn in den letzten 18 Monaten nichts gewesen wäre. Allerdings sind damit die Baumaßnahmen an diesem Knotenpunkt in Oranienburg nicht zu Ende. An der Kreuzung Saarlandstraße/Lehnitzstraße soll ein Kreisverkehr entstehen. Allerdings kann Tiefbauamtsleiter Stefan Gebhard alle beruhigen, die eine weitere sofortige Sperrung der Straße befürchten. „Die Planungen dahingehend laufen, allerdings wird die Planung einige Zeit in Anspruch nehmen. Ich gehe jetzt davon aus, das die Bau-Ausschreibungen im vierten Quartal 2020 rausgehen und demnach ein Baubeginn wohl erst im Frühjahr 2021 realistisch ist.“

Ob die Saarlandstraße und die Lehnitzstraße dann komplett gesperrt werden müssen, sei jetzt noch nicht abzusehen, so Gebhard abschließend: "Ziel ist es, die Baumaßnahmen im laufenden Verkehr durchzuführen, um weitere Sperrungen zu vermeiden.“

Von Sebastian Morgner und Knut Hagedorn

Aufgepasst: Die Polizei in Oberhavel ist auch am Wochenende mit dem Radarmessgerät unterwegs und kontrolliert die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften.

20.12.2019

Die Gewinner des Lions Club Adventskalenders vom 21. und 22. Dezember stehen fest. Herzlichen Glückwunsch!

20.12.2019

Bei einem Unfall auf der B96 zwischen Nassenheide und Oranienburg-Nord hat es am Donnerstagabend Verletzte gegeben. Die Straße musste gesperrt werden. Notarzt und Feuerwehr waren im Einsatz.

19.12.2019