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Oranienburg Erster Spatenstich für riesiges Wohnungsbauprojekt
Lokales Oberhavel Oranienburg Erster Spatenstich für riesiges Wohnungsbauprojekt
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18:48 15.03.2019
Der symbolische Startschuss wurde am Freitag für das WOBA-Projekt vorgenommen. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Mit einem symbolischen Spatenstich fiel am Freitagnachmittag der Startschuss für das Neubauvorhaben „Weiße Stadt“ der Oranienburger Wohnungsbaugesellschaft (WOBA). Mit dem ersten Bauabschnitt sollen sechs Häuser mit 80 Wohneinheiten entstehen. Die soziale Wohnraumförderung des Landes macht es möglich, dass für einen Teil der Wohnungen eine Maximalmiete von sieben Euro pro Quadratmeter gilt. Mit einem Darlehen von zwölf Millionen Euro und einem Zuschuss von zwei Millionen Euro unterstützt das Land das Bauvorhaben.

„Für uns ist es das bislang größte Bauvorhaben in der Firmengeschichte“, sagt WOBA-Geschäftsführer Bernd Jarczewski. In den nächsten Jahren sollen im Norden der Weißen Stadt – auf der Fläche Walther-Bothe-Straße/Kurt-Schumacher-Straße – etwa 360 Wohnungen entstehen. Im ersten Bauabschnitt sind es 80 Wohnungen (60 sozialer Wohnungsbau, 20 frei finanziert).  Etwa  19 Millionen Euro werden dort investiert.

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Das Areal wurde in der Zwischenzeit nach Bomben abgesucht. Aus dem Grund ist der Boden aufgelockert und muss verdichtet werden. Die Beseitigung des kontaminierten Bodens kostete 300 000 Euro. Ein Schutzzaun für Eidechsen, die auf dem benachbarten Grundstück sind, musste gezogen werden. Am Montag geht es dank einer Teilbaugenehmigung richtig los.

Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) weiß um die Wohnungsknappheit in der Stadt, freut sich deshalb „über das sehr ausgereifte Projekt“ und hofft, dass die Stadt das Wachstum insgesamt trotzdem beherrsche. Der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD): „Wir brauchen in Oranienburg mehr bezahlbaren Wohnraum. Im Berliner Umland sind die Mieten für Alleinerziehende, Ältere oder Auszubildende oft zu hoch. In der Weißen Stadt unterstützt das Land den sozialen Wohnungsbau, damit sich auch Menschen mit niedrigem Einkommen modernen Wohnraum leisten können.“

Von Stefan Blumberg