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Oranienburg Einfamilienhaus in Flammen: Löscharbeiten dauern bis zum frühen Abend – drei verletzte Personen
Lokales Oberhavel Oranienburg Einfamilienhaus in Flammen: Löscharbeiten dauern bis zum frühen Abend – drei verletzte Personen
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18:35 05.01.2020
In Friedrichsthal stand am Sonntagmittag ein Einfamilienhaus in Vollbrand. 60 Feuerwehrkameraden bekämpften das Feuer. Quelle: Stefanie Fechner
Friedrichsthal

Großeinsatz für die Feuerwehr und ein schrecklicher Sonntag für die Bewohner eines Hauses im Friedrichsthaler Freiheitsweg zur Mittagszeit: Gegen 12.30 Uhr stand dort nach ersten Informationen ein Einfamilienhaus in voller Ausdehnung in Flammen. Nach Eintreffen der Kameraden vor Ort bestätigte sich diese Meldung, aus dem Dach des Hauses strömte dichter, dunkler Qualm.

Brand eines Einfamilienhauses im Friedrichsthal: Zwischenzeitlich bekämpften rund 60 Feuerwehrkameraden das Feuer.   Quelle: Stefanie Fechner

Wie Einsatzleiter Jens Pamperin von der Friedrichsthaler Feuerwehr sowie Stadtbrandmeister Sven Marten mitteilten, seien die Wehren um 12.25 Uhr von der Einsatzleitstelle Nordost in Eberswalde über den Brand informiert worden. Zum Zeitpunkt der Alarmierung befanden sich offenbar noch drei Personen in dem Haus. Schon auf der Anfahrt nahmen die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung vom betroffenen Gebäude ausgehend wahr. Die im Gebäude befindlichen Personen konnten sich noch vor deren Eintreffen eigenständig aus dem brennenden Haus befreien, wurden jedoch durch den Brand verletzt. So musste die Hauseigentümerin mit einer Rauchgasvergiftung durch einen Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden, die beiden anderen Personen wurden leicht verletzt.

Dichter Rauch strömte aus dem Haus. Quelle: Stefanie Fechner

Vor Ort waren zunächst sechs Löschzüge der Oranienburger Feuerwehr im Einsatz, darunter die hauptamtlichen Kräfte sowie die Wehren aus Friedrichsthal, Sachsenhausen, Lehnitz und Malz. Wenig später wurde zudem der Löschzug Germendorf zu Hilfe gerufen, da zur Brandbekämpfung dessen sogenannte Atemschutzgeräteträger benötigt wurden. Auch der Oranienburger Löschzug Innenstadt wurde nachalarmiert, um benötigte Schläuche und Atemschutzgeräte mitzubringen.

Insgesamt kämpften am frühen Nachmittag rund 60 Kameraden vor Ort gegen die Flammen, zum Eigenschutz der Feuerwehr war zudem ein weiterer Rettungswagen angerückt. Auch die Polizei sowie der Kriminaldauerdienst der Polizei sowie ab 14 Uhr die Notfallseelsorge waren vor Ort.

In Friedrichsthal stand am Sonntag zur Mittagszeit plötzlich ein Einfamilienhaus in Flammen. Quelle: Stefanie Fechner

Nach dem Eintreffen der ersten Löschzüge „haben wir zunächst drei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude geschickt, um einen Innenangriff durchzuführen“, teilte Jens Pamperin mit. Dieser habe jedoch nach Ausbreitung des Feuers auf das Ober- und Dachgeschoss zum Schutze der Sicherheit der Kameraden abgebrochen werden müssen. „Wir haben die Einsatzkräfte aus dem Gebäude abgezogen, das wäre zu gefährlich geworden.“ Daraufhin sei das Gebäude von mehreren Seiten, unter anderem unter Einsatz einer Drehleiter, gelöscht worden. Zudem wurden im Laufe der Löscharbeiten die Dachziegel abgenommen, um darunter befindliche Glutnester zu löschen. „Erst als ein gefahrloses Betreten des Hauses wieder möglich war, wurde ein erneuten Innenangriff durchgeführt, so dass auch die Glutnester im Inneren des Hauses abgelöscht werden können“, so Pamperin. „Wir mussten in alle Räume. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.“

Im Verlauf der Löscharbeiten wurden die Dachziegel des Hauses entfernt, um darunter befindliche Glutnester zu löschen. Quelle: Stefanie Fechner

Die Ursache des Großfeuers war bis zum Sonntagabend nicht bekannt. „Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt“, sagte Pamperin nach Beendigung des Einsatzes. Um 18.05 Uhr rückte die letzte Feuerwehr vom Brandort ab. Eine erste Vermutung deutete jedoch auf den Brandausbruch im Bereich der Küche hin, da dort „momentan die größten Schäden zu verzeichnen sind“, so Jens Pamperin.

Die genaue Ursachenforschung wird nach Abschluss der Löscharbeiten Gegenstand der Ermittlungen der Polizei sein. Die beschlagnahmte den Brandort vorsorglich trotz parallel laufender Löscharbeiten der Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Kriminaltechniker der Polizei wurde der Brandort zudem bewacht, teilten die Beamten mit. Nach ersten Erkenntnissen und groben Schätzungen bewegt sich der durch den Brand entstandene Sachschaden im mittleren sechsstelligen Bereich und wurde vor Ort auf zunächst rund 300 000 Euro geschätzt.

Weithin sichtbare Qualmwolken über Friedrichsthal am Sonntag zur Mittagszeit. Quelle: Blaulichtreport Oberhavel

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Von Nadine Bieneck und Sebastian Morgner

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