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Oranienburg Frank Oltersdorf: „Wachstum muss immer gesund sein“
Lokales Oberhavel Oranienburg Frank Oltersdorf: „Wachstum muss immer gesund sein“
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17:11 10.01.2020
Frank Oltersdorf möchte die Stadt Oranienburg weiterentwickeln, aber dabei auf gesundes Augenmaß setzen. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Rückblickend auf das Jahr 2019 kommt Stadtentwicklungsdezernent Frank Oltersdorf sofort ein Bauvorhaben in den Sinn. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass der Neubau der Dropebrücke sechs Wochen früher als geplant geschafft wurde und der Verkehr wieder freigegeben wurde. Dadurch hat sich die Lage in der Stadt deutlich entspannt.“ Gänzlich sind die Arbeiten an der Brücke noch nicht abgeschlossen, Restarbeiten sollen aber bis März abgeschlossen sein.

Die Eröffnung der Dropebrücke war für Frank Oltersdorf (M.) ein wichtiges Ereignis im Jahr 2019. Quelle: Robert Roeske

Generell kann Frank Oltersdorf auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken, viele Projekte konnten realisiert werden. „Das Fahrradparkhaus und die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes liefen oder laufen sehr gut an, auch die anvisierten Baumaßnahmen bezüglich Schulen und Kindertagesstätten sind im Plan.“ Sehr wichtig sind dabei für den Stadtentwicklungsdezernenten die Einbeziehung von Fördergeldern. „Wo Wachstum in den Städten ist, wird auch Förderung benötigt. Wir sind da immer in stetigen Gesprächen mit allen Entscheidungsträgern, denn die Stadt wächst und wir wollen diese auch entwickeln."

Stadtentwicklungsdezernent Frank Oltersdorf (l.) im Pressegespräch am Freitagvormittag. Quelle: Robert Roeske

Allerdings ist Frank Oltersdorf dabei eines sehr wichtig: „Wachstum muss immer gesund sein. Wir werden bei kommenden Bauprojekten immer sehr genau ein Auge darauf werfen, ob es sinnvoll ist oder nicht.“ Und in die Zukunft geschaut, sieht Frank Oltersdorf einige Projekte, die man angehen möchte. „Die Infrastruktur in der Neustadt soll auf jeden Fall verbessert werden. Auch der Bahnhofstunnel bleibt weiterhin ein Thema.“ Allerdings sieht Frank Oltersdorf bei allen Bauvorhaben auch ein Problem bei der Realisierung. „Der Mangel an Fachfirmen betrifft natürlich auch uns. Es gibt immer mal wieder den Fall, das Ausschreibungen nicht wahrgenommen werden. Gerade im Tiefbau ist es sehr kompliziert. Die Firmen sind komplett ausgebucht.“

Der Abschied von Christina Paetke als Leiterin des Bürgeramtes war einer der bewegendsten Momente für Frank Oltersdorf. Quelle: Robert Tiesler

Auf die Frage nach seinem emotionalsten Moment des vergangenen Jahres muss Frank Oltersdorf ein wenig überlegen. „Die Verabschiedung von Christina Paetke als Leiterin des Bürgeramtes im Dezember war schon sehr emotional. Es vollzieht sich gerade ein Generationenwechsel auch bei uns in der Stadtverwaltung, in diesem Jahr werden auch zwei langjährige Mitarbeiter des Tiefbauamtes in den verdienten Ruhestand gehen. Die Erfahrungswerte dieser Leute sind nicht zu ersetzen.“

Frank Oltersdorf sieht Stadt beim Thema Klimaschutz gut aufgestellt

Um zukünftig dafür gewappnet zu sein, möchte man seitens der Stadtverwaltung auch verstärkt selbst ausbilden und hofft dann natürlich auch, dass die Auszubildenden dann auch in der Stadtverwaltung tätig sein werden. Auch bei der Infrastruktur soll es voran gehen. „Unser Stadthof platzt zum Beispiel aus allen Nähten“, ergänzt Oltersdorf. Beim immer wieder brandaktuellen Thema Klimaschutz sieht sich Frank Oltersdorf als Stadt gut aufgestellt. „Wir haben da schon viel auf den Weg gebracht in den vergangenen Jahren, dies gilt es fortzusetzen.“

Von Knut Hagedorn

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