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Oranienburg Freie Sportgruppe für historisches Fechten findet keinen Platz in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Freie Sportgruppe für historisches Fechten findet keinen Platz in Oranienburg
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16:00 17.05.2019
Nicole Walter-Mundt beim Probetraining. Quelle: privat
Oranienburg

CDU-Landtagskandidatin Nicole Walter-Mundt besuchte vor einiger Zeit eine Gruppe, die sich dem historischen Fechten verschrieben hat – ein etwas anderer Sport, bei dem es vor allem um das möglichst authentische Nachempfinden frühmittelalterlicher Gefechtstaktiken geht. Das Problem: Die freie Sportgruppe bekommt vor Ort keine Hallenzeiten. Um überhaupt trainieren zu können, muss sie regelmäßig nach Mecklenburg Vorpommern oder auf private Hinterhöfe ausweichen.

Ungewöhnliche Sportart

Andreas Ulrich, der das historische Fechten seit drei Jahren praktiziert, berichtet aber auch von Vorbehalten gegen den Sport. „Es gibt sicherlich gewöhnlichere Sportarten als mit Schwert, Schild oder Speer frühmittelalterliche Kampfszenen nachzustellen. Das Trainieren mit den Requisiten dient jedoch nicht nur dem sportlichen Ausgleich, es umfasst auch einen wichtigen kulturellen Aspekt. Gruppen, die sich aufs historische Fechten verstehen, werden häufig für Veranstaltungen von Museen angefragt, um den Besuchern dort ein möglichst realitätsnahes Bild unserer Geschichte zu vermitteln“, so Ulrich.

Training muss ermöglicht werden

Nicole Walter-Mundt, die bei der Gruppe ein kleines Probetraining absolvieren durfte, sagt: „Egal ob Verein oder freie Sportgruppe, ob Fußball oder der etwas andere Sport, in Oberhavel sollte keiner auf private Hinterhöfe oder in andere Bundesländer ausweichen müssen. Ich habe dazu bereits beim zuständigen Fachbereich der Stadt Oranienburg nachgehakt. Vorbehalte gegen die Gruppe oder den Sport bestehen dort nicht. Auch der Antrag liegt bereits vor. Allerdings sind die Hallenzeiten für Vereine und Sportgruppen auch in Oranienburg rar gesät. Vor allem unter der Woche wird es mitunter schwierig, etwas zu bekommen. Ich bin aber optimistisch, dass wir für die Fechtgruppe um Andreas Ulrich zügig eine gute Lösung finden werden. Speziell an den Wochenenden ist meistens noch etwas zu bekommen.“

Von MAZonline

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