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Oranienburg Mischung aus Freud und Leid
Lokales Oberhavel Oranienburg Mischung aus Freud und Leid
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20:07 27.05.2019
Julia Schmidt (Bündnis 90/Grüne) erzielte mit 7317 Stimmen das beste Ergebnis aller Kreistagskandidaten. Quelle: Bert Wittke
Oberhavel

Der bisherige Vorsitzende des Kreistages von Oberhavel hat es nicht geschafft: Karsten Peter Schröder (SPD) wird nicht dem nächsten Kreistag angehören. „Die Stimmen haben nicht ausgereicht“, sagte er am Montag. „Es war ein experimentelles Abenteuer in einem anderen Wahlkreis anzutreten.“ Der Bärenklauer stand auf der Liste der SPD im Oberhavel-Norden.“Ich weiß nicht, ob es anders besser gelaufen wäre.“ 21 Jahre lang gehörte Schröder dem Kreistag an. „Ich würde schwindeln, wenn ich sagen würde, dass mir das jetzt nichts ausmacht“, sagte er.

CDU ein Prozent vor der SPD

Lange hatte es am Sonntagabend beim Auszählen der Stimmen für die Wahl des neuen Kreistages ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD, der CDU und der AfD gegeben. Am Ende wurde aus dem Dreikampf ein Duell zwischen den Sozial- und den Christdemokraten – mit dem besseren Ende für die CDU. Wenn auch nur mit dem Vorsprung von einem Prozentpunkt. Der reichte aber immerhin aus, um künftig mit einem Sitz mehr im Kreistag vertreten zu sein als der bisherige Koalitionspartner SPD.

Bommert: Am Ende haben alle verloren

„Ziel erreicht, aber es wird künftig schwieriger, den Landkreis zu regieren“, sagte CDU-Kreischef Frank Bommert am Montag nach der Wahl. Die CDU habe ihr erklärtes Ziel, stärkste Kraft in Oberhavel zu werden, erreicht. Aber, so ehrlich müsse man sein, am Ende hätten alle verloren, weil es aufgrund der neuen Sitzverteilung schwer sein werde, für Beschlussfassungen Mehrheiten zu organisieren.

SPD von hohen Verlusten überrascht

„Wir haben mit Verlusten gerechnet, aber nicht in dieser Höhe“, sagt Andreas Noack (SPD). Die großen Gewinner der Wahl seien die Grünen und die AfD, aber damit müsse man als Demokraten nun umgehen.

Grüne jubeln über ihr Ergebnis

„Wir freuen uns total über das fantastische Ergebnis“, sagte Grünen-Kreissprecherin Julia Schmidt. Es sei sogar besser als erhofft. Besondere Freude habe bei der Wahlparty in Oranienburg (Klangfarbe Orange) darüber geherrscht, „dass es gelungen ist, die Mehrheit der Beton-GroKo aufzubrechen“, so Julia Schmidt mit Blick auf die bisherige Koalition von SPD und CDU. Nach dem Wahlkampf beginne nun die Arbeit. Erster Schritt sei es, gut vorbereitet und stark in eventuelle Koalitionsverhandlungen zu gehen.

„Wir haben an Zuspruch verloren, sind aber immer noch mit sieben Sitze vertreten. Ob wir mit anderen Parteien zusammenarbeiten, werden wir sehen“, so Ursel Degner von der Linken nach der Kreistagswahl.

AfD aus dem Stand auf 14,8 Prozent

Ein großer Gewinner der Kreistagswahl ist fraglos die AfD. Sie brachte es bei ihrer Premiere quasi aus dem Stand auf 14,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Künftig wird sie mit acht Mitgliedern im Kreistag vertreten sein. Einer von ihnen Marco Schulze. „Ich bin total überwältigt, dass ich es in den Kreistag geschafft habe. Meine Familie steht in der Sache voll hinter mir“, sagt er am Montag.

Der Süden überwiegt

Die Mehrheit der neuen Kreistagsmitglieder kommt aus dem Oberhavel-Süden. Zu einer festen Größe aus dem Nordkreis avancierte in den vergangenen Jahren Olaf Bechert (CDU). Für ihn spielen diese Vergleiche Nord-Süd aber gar keine Rolle mehr. „Wir haben dem Norden durch unsere beharrliche Arbeit viel mehr Gewicht gegeben. Wir werden anders wahrgenommen. Das sehe ich als Erfolg an.“ Mit dem Granseer Bürgermeister Mario Gruschinske kommt ein SPD-Mann neu dazu. Auch Sabine Barthel (AfD) hat einen Platz ergattert. Hartmut Leib (SPD) und Ralf Wunderlich (Linke) sind geblieben.

Von MAZonline

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