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Oranienburg „Fridays for future“-Protest-Reihe zum Landtagswahlkampf startet in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg „Fridays for future“-Protest-Reihe zum Landtagswahlkampf startet in Oranienburg
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17:50 05.07.2019
„Der Klimawandel kennt keine Ferien“: Schüler organisierten erstmals eine „Fridays for future“-Demo in Oranienburg. Quelle: foto: R. Roeske
Oranienburg

In der Oranienburger Innenstadt haben am Freitag nach Veranstalterangaben rund 370 Anhänger der „Fridays for future“-Bewegung für eine strengere Klimapolitik demonstriert. Damit haben Schüler nicht nur erstmals im Rahmen der Bewegung in Oranienburg zur Demonstration aufgerufen. Die Stadt ist auch Auftaktort für einen Ferienstreik, den die Klimaschutz-Aktivisten im ganzen Land auf die Straßen bringen wollen. Jeden Freitag ist eine andere Stadt dran, wird eine andere Ortsgruppe unterstützt.

Es war der Auftakt zu ihrem Ferienstreit, der sie in verschiedene Städte in ganz Brandenburg führt: Der Protestzug der „Fridays for future“-Bewegung in Oranienburg.

In Oranienburg stand zunächst einmal ein gemeinsames Aufwärmen auf dem Programm: „Hey, hey, wer nicht hüpft, der ist für Kohle“, riefen die Jugendlichen, aber auch zahlreichen Erwachsenen am Bahnhof, wo der Protesmarsch startete – und alle hüpften auf und ab. Auch mit Reden stimmten sich die Demo-Teilnehmer auf ihre Tour durch die Innenstadt bis zum Schloss ein.

Tobias Fiedler von „Fridays for future“ Oranienburg und Mitorganisator der Demonstration sagte: „Konstruktiv und effektiv, dass niemand drunter leiden muss, so wollen wir die Klimakrise abwenden.“ Er mahnte die Menschen, gegenseitiges Verständnis aufzubringen. „Alle Interessengruppen müssen miteinander reden“, sagte er weiter und machte eine Einschränkung. „Wir dürfen uns aber auch nicht alle Kommentare in den sozialen Netzwerken gefallen lasse.“ Damit meinte er die zahllosen Hass-Kommentare, die vielen Aktivisten im Internet entgegenschlagen.

„Der Klimawandel kennt keine Ferien“

Gegen halb zwölf zog der Protestmarsch los. Mit großen Transparente und Schildern lief er durch die Innenstadt. Auf denen stand: „Morgen ist es zu spät“, „Brandenburg! Raus aus der Kohle!!!“, „Der Klimawandel kennt keine Ferien“.

Letzterer Satz sollte zeigen, wie das Engagement der Schüler generell, dass sie auch in den Ferien an den Freitagen gegen die Klimakrise auf die Straßen gehen. Einige Politiker hatten ihnen immer wieder vorgeworfen, sie wollen nur die Schule schwänze.

Potsdam wird ausgespart, dort gibt es genug Unterstützer

An den kommenden Freitagen stehen für die Brandenburger Jugendlichen auf dem Ferienstreik-Programm die Städte Schwedt, Luckenwalde, Cottbus und Lübbenau/Spreewald – in der Reihenfolge. Die Hauptstadt gehöre nicht dazu, die kleineren Ortsgruppen sollen unterstützt werden, sagte ein Sprecher von „Fridays for future“ Brandenburg.

De Aktivisten haben sich diese Protest-Reihe ausgedacht, weil sie ein Zeichen im Landtagswahlkampf setzen wollen. „Wir planen große Aktionen“, sagt Gwenn Rautenberg (18) von „Fridays for future“ Brandenburg/Havel. „Weil wir wollen, dass sich der Landtagswahlkampf um die Klimakrise dreht. Die kommende Landesregierung ist die letzte, die noch was reißen kann.“

Auch Luisa Neubauer spricht

Unterstützung erhielten die Oranienburger auch von Luisa Neubauer, der bundesweit bekannten „Fridays for future“-Aktivistin. Sie hielt nach dem Protestmarsch auf einer Bühne vor dem Schloss eine Rede. „Alle demokratischen Parteien müssen die Veränderungen im Sinne der Menschen gestalten“, sagte sie. „Statt Ressentiments anzuführen. Denn diese Veränderungen werden kommen, so oder so. Und es ist die Aufgabe aller demokratischen Parteien, die Menschen einzubeziehen.“ Die Politiker würden die Menschen belügen, „wenn sie den notwendigen Kohleausstieg dementieren.“

Von Annika Jensen

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