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Oranienburg Friedrich-Wolf-Gedenkstätte: Landesregierung stellt Unterstützung in Aussicht
Lokales Oberhavel Oranienburg Friedrich-Wolf-Gedenkstätte: Landesregierung stellt Unterstützung in Aussicht
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19:56 15.12.2019
Die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte in Lehnitz. Quelle: Robert Roeske
Lehnitz

Die Zukunft der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte im Oranienburger Ortsteil Lehnitz ist derzeit ungewiss. Zum Jahresende zieht sich die Friedrich-Wolf-Gesellschaft als Trägerin des Hauses und des damit verbundenen Kulturbetriebs zurück, eine Nachfolge der Trägerschaft ist noch nicht geklärt. Wie es mit der Einrichtung weiter gehen soll, sollte auf der vergangenen Stadtverordnetenversammlung Oranienburgs am 9. Dezember besprochen werden. Das Thema wurde jedoch am späten Abend auf die Nachholsitzung im Januar 2020 vertagt.

Jetzt hat die brandenburgische Landesregierung ein grundsätzliches Interesse am Erhalt der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte signalisiert und dafür ihre Unterstützung zugesichert. Fördermittel können auf Landesebene sowohl für die Sanierung des Hauses als auch für dessen Betrieb beantragt werden, heißt es in einer Presse-Information.

Landesregierung sichert Unterstützung zu

Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf die Mitte November gestellte Kleine Anfrage des Oranienburger Landtagsabgeordneten Heiner Klemp (Bündnis 90/Die Grünen) hervor. „Das ist ein positives Signal an die Akteure vor Ort. Nun ist es an der Stadt, die Initiative zu ergreifen und ein Konzept zum Erhalt und künftigen Betrieb der Gedenkstätte zu entwickeln“, sagt Klemp.

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur: „Die Landesregierung sieht eine Verantwortung der öffentlichen Hand für den Erhalt und den Schutz kultureller Güter. Sie hat ein Interesse daran, dass sich die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte stabil entwickeln kann und wird prüfen, ob sie dahinwirkende, geeignete Initiativen unterstützen kann.“

Eine Übernahme durch das Land ist indes nicht vorgesehen

Eine Übernahme des ehemaligen Wohnhauses des Schriftstellers Friedrich Wolf als kulturelle Stätte durch das Land ist indes nicht vorgesehen. Der befürchtete Verkauf der denkmalgeschützten Immobilie steht derzeit auf Landesebene aber offenbar ebenso wenig zur Debatte.

Die entscheidende Frage ist damit, wer künftig als Betreiber der Gedenkstätte auftritt. Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat sich hierzu klar geäußert. Sie wünscht sich die Übernahme des Hauses durch die Stadt Oranienburg. „Diesem Wunsch sollte die Stadt nachkommen und sich ihrer Verantwortung für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte als öffentlichem Kulturort Oranienburgs stellen“, sagt Heiner Klemp.

Welche Relevanz Friedrich Wolf für Oranienburg hat, wird in diesen Tagen überdeutlich: Vom Balkon des Schlosses strahlt in der Adventszeit eine leuchtende Weihnachtsgans Auguste, der Romanfigur Wolfs nachempfunden. Der ebenfalls nach ihr benannte Weihnachtsmarkt ist am Wochenende am selben Ort gefeiert worden. Die Weihnachtsgans Auguste dient der Stadt dabei als Identifikationsfigur und willkommenes Alleinstellungsmerkmal zugleich.

Klemp: Stadt Oranienburg soll Friedrich-Wolf-Gedenkstätte übernehmen

Die Trägerschaft der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte zu übernehmen, wäre vor diesem Hintergrund ein so naheliegender wie konsequenter Schritt. Oranienburg könnte dabei auf ein breites Bündnis an Akteuren setzen, darunter den Landkreis Oberhavel, die Friedrich-Wolf-Gesellschaft, die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH, den Brandenburgischen Literaturrat – und nicht zuletzt die Landesregierung. Sie stellt Fördermittel sowohl der Denkmalhilfe als auch aus der allgemeinen Kulturprojektförderung in Aussicht. „Diese abzurufen, erfordert jetzt aktives Handeln der Stadt“, appelliert der grüne Landtagsabgeordnete.

Von MAZonline

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