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Oranienburg Gedenkstelle soll neu gestaltet werden
Lokales Oberhavel Oranienburg Gedenkstelle soll neu gestaltet werden
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17:01 07.11.2019
Björn Lüttmann und Hans-Joachim Schumann begehen die Gedenkstelle. Quelle: Stefanie Fechner
Oranienburg

Eine Backsteinmauer, eine Infotafel und zwei Gedenktafeln – nur wenig erinnert aktuell an das erste Konzentrationslager des ehemaligen Preußens in der Berliner Straße 47 in Oranienburg. Gelegen zwischen einem Discounter und dem ehemaligen Polizeipräsidium erfüllt der Ort weder die Ansprüche an einen modernen Gedenkort noch an einen informationsreichen Bildungsort. So formuliert es ein Antrag der SPD, Linken und Grünen an die Stadtverordnetenversammlung und den Bürgermeister der Stadt Oranienburg, Alexander Laesicke. Entworfen wurde der Antrag federführend von Ulla Daiber-Kielczynski (Linke) und Björn Lüttmann (SPD). Am Donnerstag luden sie zu einem Termin vor Ort ein.

Jetziger Zustand ist den historischen Dimensionen unwürdig

„Es ist überfällig, diesen Ort nicht nur als Erinnerungs-, sondern auch als Bildungsort zu überdenken“, sagte Ulla Daiber-Kielczynski. Gerade in der heutigen Zeit, in denen die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland wieder zunehme, hieße Aufklärung auch Auseinandersetzung mit der Thematik, setzte sie nach. Auch Björn Lüttmann kritisierte den Zustand der Gedenkstelle. „Es ist den historischen Dimensionen unwürdig“, erklärte er. Er wies auch auf den schlechten Zustand der Informationstafel hin, die sich stark verschmutzt und mit Aufkleberresten versehen zeigte. „Der Ort ist in sich einfach nicht stimmig“, befand er.

Ort der Erinnerungskultur soll geschaffen werden

Die Antragsteller haben auch schon Vorstellungen davon, wie es aussehen könnte: „Man könnte über eine Überdachung nachdenken, außerdem könnte man den Ort multimedial gestalten“, so Ulla Daiber-Kielczynski. Weiterhin sieht sie auch die Möglichkeit außerschulischen Unterrichts an dieser Stelle. Außerdem sollen die einzelnen Gedenkorte besser miteinander verknüpft werden. So wird laut Antrag der Bürgermeister beauftragt, sich für eine würdige Weiterentwicklung des Gedenkortes zum KZ Oranienburg einzusetzen und zu diesem Zwecke auch Kontakt mit den zuständigen Stellen des Landes Brandenburg sowie der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten aufzunehmen. Außerdem soll ein Konzept entwickelt werden, wie der Gedenkort begleitend zum bald beginnenden Abriss des alten Polizeireviers und zum Aufbau des neuen Hochschulwohnheims umgestaltet werden kann.

Ziel soll die Schaffung eines modernen Ortes der Erinnerungskultur, der Aufklärung über die Vergangenheit sowie des Appells für eine freie und offene Demokratie sein. In der Stadtverordnetenversammlung im ersten Quartel des Jahres 2020 sollen erste Konzeptentwürfe und Ergebnisse der Gespräche vorgestellt werden.

Von Stefanie Fechner

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