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Oranienburg Georgische Experten besuchen Sachsenhausen
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13:33 26.04.2019
Georgische Museums-Experten besuchen die Gedenkstätte Sachsenhausen. Quelle: Jeannette Hix
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Oranienburg

Um sich ein besseres Bild von der deutschen Geschichte machen zu können, haben Experten von verschiedenen Museen sowie Abgesandte der autonomen georgischen Republik Adscharien die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen besucht.

„Mein Opa war nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland verhaftet worden und anschließend aufgrund eines Verdachtes der Korrumpierung nach Sibirien ausgewiesen worden“, erzählt Anastasia Gamsakhurdashvili, die das Kultusministerium der Autonomen Republik von Adscharien vertritt.

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„Ich nehme an der Exkursion teil, um mich mit der deutschen Geschichte besser vertraut zu machen.“

Die Führung durch die Gedenkstätte hat Leiterin Agnes Ohm übernommen. „Wir werden unter anderem die Überreste der Vernichtungsanlage besichtigen“, sagt die Expertin.

Die Abgesandten besuchen noch einige andere Museen

Die georgischen Abgesandten sind am Montag in Berlin gelandet. Vor ihnen liegt noch ein Marathon an Museen, die zu besuchen sind. So stehen auf ihrer Besuchsliste das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam sowie das Industriemuseum, die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde und das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster in Brandenburg. „Sehr beeindruckt hat uns auch das Holocaust-Mahnmal in Berlin“, ist zu erfahren. „Bestimmt nehmen wir viele Inspirationen mit nach Hause, die wir in unseren Museen umsetzen können.“

Übrigens hat der Aufenthalt von Anastasia Gamsakhurdashvili Opa im sibirischen Gefängnis ein Happy End. Er lernte dort seine Frau kennen, die damals in der Buchhaltung gearbeitet hat. Später zog er mit ihr zurück nach Georgien.

Von Jeannette Hix