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Oranienburg Asbest-Fund am Waldrand
Lokales Oberhavel Oranienburg Asbest-Fund am Waldrand
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17:44 25.10.2019
Der Müllhaufen zwischen Germendorf und dem Kreisverkehr Richtung Leegebruch. Quelle: privat
Germendorf

Ulf Steinert dachte an nichts Böses, als er am Dienstag wieder für den Mammutmarsch, 100 Kilometer zu Fuß, trainierte. Doch plötzlich musste der Leegebrucher stehenbleiben und sein Smartphone für ein Foto zücken, weil er eine Entdeckung gemacht hatte: In einem Waldstück zwischen Germendorf und dem Kreisverkehr, unweit der L172, fand er einen großen Müllhaufen.

„Das war vor allem Bauschutt. Vieles davon stammte von diesen Wellasbest-Dächern, wie man sie noch aus DDR Zeiten kennt“, erklärt der 52-Jährige. Für ihn habe es nicht so ausgesehen, als sei da mal schnell der Kofferraum eines Autos entleert worden. „Das war so viel, dass es mit einem größeren Fahrzeug mit Pritsche, Laderaum oder einem Hänger in den Wald gebracht worden sein muss“, sagt Steinert, der in der Polizei-Ausbildung tätig ist. Solche illegalen Entsorgungen würden ihn massiv nerven. „Wenn da etwas liegt, dann fühlen sich andere ermutigt, dann auch noch etwas hinzuschmeißen“, schimpft der Leegebrucher.

Zuletzt hat er auch einen Bigpack, der Teppichresten vollgestopft war, gefunden. Jemand hatte ihn am Rande der Veltener Chaussee in Leegebruch abgestellt. Ein paar Tage später fand Ulf Steinert unweit des Bärenklauer Weges nahe des Flughafens eine Kiste mit Fleisch- und Knochenresten. Immer machte er Fotos von seinen Funden und postete sie in die Facebook-Gruppe „Müllecken in Oberhavel“, die die MAZ gegründet hatte, um die Umwelt-Sünden im Landkreis Oberhavel sichtbar zu machen. „Ich finde gut, dass es diese Gruppe gibt. Die Leute wissen sonst gar nicht, wohin sie sich wenden sollen, wenn sie eine solche Müllecke entdecken“, sagt Ulf Steinert.

Von Marco Paetzel

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