Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Germendorf: Sammelstelle als Schandfleck
Lokales Oberhavel Oranienburg Germendorf: Sammelstelle als Schandfleck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
13:28 14.02.2020
Die Sammelstelle in der Straße am Globus im Oranienburger Ortsteil Germendorf ist ein Schandfleck und soll nun weg. Quelle: Knut Hagedorn
Anzeige
Germendorf

Hoch stapeln sich die Pappkartons, Baumaterialien liegen in Tüten verpackt mittenmang. Die vorhandenen Behälter für Pappe sind nicht mehr zu erreichen, da sich der Müll davor auftürmt. Die Sammelstelle in der Straße Am Globus im Oranienburger Ortsteil Germendorf platzt aus allen Nähten. Für den Ortsbeirat ist die Sammelstelle schon lange ein Dorn im Auge, nun soll der Schandfleck weg. „Die Zustände dort sind schon lange so, nicht erst seit einigen Tagen oder Wochen. Immer wieder stapeln sich Materialien jeglicher Art dort, das ist kein Zustand, den wir weiterhin tolerieren wollen und werden“, ärgert sich auch Ortsbeiratsmitglied Heino Sandig.

Zwei Abnahmestellen bereits im Ort vorhanden

Demnach nicht überraschend kam dieses Thema auch bei der Ortsbeiratssitzung am Donnerstagabend als Gesprächsthema auf den Tisch. Alle Ortsbeiratsmitglieder sind sich einig, die aktuell vorherrschenden Zustände sind nicht mehr tragbar, eine Veränderung muss her. „Wir stellen jetzt einen Antrag an die Stadt Oranienburg, dass diese Sammelstelle am Globus-Baumarkt entfernt wird“, berichtet Heino Sandig und ergänzt: „In der Hohenbrucher Straße befindet sich eine Annahmestelle der Awu, des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit bei der Firma Grunske Pappe und ähnliches zu entsorgen.“ Demnach wünscht man sich als Ortsbeirat die Sammelstelle am Globus-Baumarkt zu entfernen, da eine Besserung der aktuellen Situation nicht in Sicht ist. „Sobald die Awu alles abgeholt hat, dauert es nicht lange und es sieht wieder ganz genauso aus. Zumal man dort ja auch nicht wirklich einsehen kann, wer was abliefert“, so Heino Sandig verärgert. Anregungen der anwesenden Bürger am Donnerstagabend, dort eine Videoüberwachung zu installieren, wurde vom Ortsbeirat kategorisch abgelehnt. „Aus Datenschutzrechtlichen Gründen ist das nicht möglich“, erklärt dazu Ortsvorsteher Olaf Bendin.

Ein Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung am Globus Baumarkt in Germendorf. Dort soll eine Ampel für mehr Sicherheoit sorgen. Quelle: Enrico Kugler

Neben dem Thema Müll gab es weitere Themen, die seit geraumer Zeit in Germendorf kontrovers diskutiert werden. So fordert der Ortsbeirat schon seit längeren eine Geschwindigkeitsbeschränkung innerhalb der Ortschaft. „Germendorf ist seit Jahren stark frequentiert, vor allem durch den Schwerlastverkehr. Um gerade auch Nachts den Lärmpegel zu minimieren, haben wir den Antrag auf eine Tempo 30-Beschränkung für die gesamte Ortschaft von 22 bis 6 Uhr gestellt“, berichtet Ortsvorsteher Olaf Bendin. Nun soll eine Lärmmessung klären, inwieweit Bedarf dafür besteht. Ein wichtiger Punkt für die Germendorfer ist zudem die Verbesserung der bisherigen Radwegesituation. „Wir haben die Mitteilung bekommen, das der geplante Radweg aus Germendorf nach Schwante erst nach 2030 geplant werden soll“, zeigt sich Olaf Bendin nicht erfreut. Auch die seit längerem geforderte Ampel am stark frequentierten Globus-Baumarkt wird sich weiterhin verzögern.

„Auch da ziehen sich die Planungen weiter in die Länge. Wir hoffen dass alle Projekte, die vor allem auch unsere Kinder auf ihrem Schulweg schützen, endlich umgesetzt werden“, zeigt sich Olaf Benin nicht erfreut über die langwierigen Planungen.

Von Knut Hagedorn

Die Ortsbeiratssitzung in Sachsenhausen brachte vor allem ein großes Thema zu Tage: Den Wunsch nach einem Gemeinschaftshaus. Auch der Ausbau der Gehwege in der Friedrichstraße war ein Anliegen in der Einwohnerfragestunde, ebenso wurde über den Zustand über den Bereich rund um die ehemalige Schleuse gesprochen.

14.02.2020

Historisch interessierte Oranienburgerinnen und Oranienburger und ihre Gäste können am Sonntag an einer Stadtführung mit Pferdeomnibusfahrerin Jette Bath teilnehmen.

14.02.2020

Ab dem 1. März 2020 sind Eltern verpflichtet, ihre Kinder gegen die hochansteckende Infektionskrankheit impfen zu lassen. Schul- und Kindergartenkinder sollen so wirksam vor Masern geschützt werden. Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, droht ein Ordnungsgeld.

14.02.2020