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Oranienburg Gesperrter Oder-Havel-Kanal in Oranienburg: Kompromisslösung für Schifffahrt in Sicht
Lokales Oberhavel Oranienburg Gesperrter Oder-Havel-Kanal in Oranienburg: Kompromisslösung für Schifffahrt in Sicht
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11:57 25.04.2019
Rund um den Treidelweg wurden Vorkehrungen aufgrund der Bombenverdachtsmomente getroffen. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Gibt es für den Boots- und Schifffahrtsverkehr womöglich doch eine Lösung im Fall des gesperrten Oder-Havel-Kanals in Oranienburg? Zwei Bombenverdachtspunkte waren Anfang April am Treidelweg, südlich der Straßenbrücke nach Lehnitz, bei der systematischen Kampfmittelsuche festgestellt worden. Seit dem 5. April ist der Oder-Havel-Kanal daher aus Sicherheitsgründen in diesem Bereich für den Boots- und Schiffverkehr gesperrt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) stuft die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Verdachtsmomenten tatsächlich um zwei 500-Kilogramm-Bomben handeln könnte, als sehr hoch ein.

Gravierende Auswirkungen der Sperrung auf den Schifffahrtsverkehr

Die Sperrung der Wasserstraße hat für den Binnen-Schifffahrtsverkehr gravierende Folgen. Aus diesem Grund verständigten sich die Stadt Oranienburg, der KMBD sowie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in den vergangenen Wochen intensiv über mögliche technische Lösungen, ob und wie die Schifffahrt in dem betroffenen Bereich kurzfristig dennoch ermöglicht werden kann. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstagvormittag mitteilte, wird daher nun als Splitterschutz eine zweilagige Containerwand auf dem Uferstreifen errichtet. So sollen Schiffspassagiere möglichst geschützt werden. Verläuft das Aufstellen der Containerwand nach Plan, kann die Schifffahrt voraussichtlich frühestens am Ende der ersten Maiwoche vorübergehend ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dies werde allerdings nur eingeschränkt möglich sein, teilte die Stadt weiter mit. Grund dafür sei die nach wie vor in dem Bereich laufende systematische Kampfmittelsuche, in deren Rahmen auch die beiden Verdachtsmomente gefunden wurden.

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Schiffsverkehr nur außerhalb der weiteren Sucharbeiten möglich

Das Passieren des Schiffsverkehr in diesem Bereich wird daher nur außerhalb der Sucharbeiten möglich sein. Konkret heißt das: Montag bis Donnerstag vor 7 und nach 17 Uhr, freitags bis sonntags sowie an Feiertagen ganztags. Weiterhin gilt zu beachten, dass diese Ausnahmeregelung gültig ist, solange die Bergung der mutmaßlichen Bomben noch nicht begonnen hat. Sobald mit deren eigentlicher Freilegung begonnen wird, muss der Schifffahrtsverkehr wieder komplett unterbrochen werden.

Von MAZonline