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Oranienburg Gnadenhof Wensickendorf: Der Legalisierung einen großen Schritt näher gekommen
Lokales Oberhavel Oranienburg Gnadenhof Wensickendorf: Der Legalisierung einen großen Schritt näher gekommen
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01:16 02.05.2019
Tierschützerin Ruth Schnitzler und ihre Mitstreiter sind erleichtert. (Archivbild) Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Die ehrenamtlichen Tierschützer von Gnadenhof und Wildtierrettung sind einer Legalisierung ihrer Anlage in Wensickendorf einen großen Schritt näher gekommen. In ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 26. Mai stimmten die Stadtverordneten Oranienburgs der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan einstimmig zu, es gab lediglich zwei Stimmenthaltungen. Rund 15 Mitglieder des Wildtierrettungsvereins waren in die Orangerie gekommen, um die Abstimmung vor Ort zu verfolgen.

Dirk Blettermann, Fraktionsvorsitzender der SPD, appellierte an die Stadtverordneten, dem Beschluss zuzustimmen: Es sollte nicht auf Kosten „der Menschen, die dort soziale Arbeit leisten, auf Paragrafen rumgeritten werden“. Gleichzeitig bedankte er sich bei der Verwaltung für deren schnelle Arbeit. Im März hatte sich bereits der Bauausschuss in seiner Sitzung einstimmig für die Legalisierung des Betriebes der ehrenamtlichen Tierfreunde in Wensickendorf ausgesprochen.

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Ziel: Planungsrechtliche Zulässigkeit schaffen

Der Geltungsbereich des B-Plans, dessen Aufstellung nun beschlossen wurde, umfasst mehrere Flurstücke im Gärtnerweg in Wensickendorf. Ziel des Plans sei die Schaffung einer planungsrechtlichen Zulässigkeit für die Nutzung der Flächen zur Aufnahme und Haltung von verletzten, nicht artgerecht gehaltenen oder ausgesetzten Tieren, heißt es seitens der Stadt.

„Wir sind unglaublich erleichtert und dankbar für die Entscheidung“, sagte Ruth Schnitzler, Sprecherin des Vereins nach der Sitzung. „Das ist ein starkes Signal, dass es für uns und vor allem die Tiere weiter geht. Wir können endlich wieder nach vorn schauen.“ Um hunderte Tiernotfälle habe der Verein sich allein in den letzten Wochen gekümmert. „Sie alle würden unversorgt bleiben, wenn es die Wildtierrettung nicht gäbe“, sagt sie.

Von Nadine Bieneck