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Oranienburg Goldener Meisterbrief für Zahntechniker Uwe Martens
Lokales Oberhavel Oranienburg Goldener Meisterbrief für Zahntechniker Uwe Martens
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17:36 26.01.2019
Uwe und Karola Martens lieben ihre Arbeit. Das Team sei für sie wie eine große Familie. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Auf die Frage, was ihm an seinem Beruf des Zahntechnikers gefällt, hat Uwe Martens schnell eine Antwort: „Wir geben den Menschen ein Stück Lebensqualität zurück. Die Gesundheit ist ein hohes Gut und sie fängt im Mund an.“ Es sei ein gutes Gefühl, den Menschen mit Hilfe von Zahntechnik helfen zu können, ihr psychisches Wohlbefinden, die Kau-funktion oder das Aussehen zu verbessern und wieder unbeschwert singen und lachen zu können.

1969 bekam Uwe Martens vom gleichnamigen Dentallabor in Oranienburg seinen Meisterbrief überreicht. Das wurde nun gefeiert.

Der gebürtige Templiner, der heute in Oranienburg lebt, absolvierte an der Poliklinik Templin eine Ausbildung zum Zahntechniker. Am 27. Januar 1969 gab es an der Meisterschule in Halle den Meisterbrief, nun hält der 77-Jährige stolz den goldenen Meisterbrief in den Händen hält. Doch in seinem 1996 eröffneten „Dentallabor Martens“ in der Oranienburger Havelstraße ist er nicht der einzige mit solch einer Auszeichnung, denn bereits im letzten Jahr bekam seine gleichaltrige Frau Karola, die er auf der Meisterschule kennen und lieben lernte, ihren goldenen Meisterbrief überreicht.

Täglich im Dentallabor

Doch statt sich auf die faule Haut zu legen – Sohn Derk übernahm 2013 das Dentallabor mit insgesamt 16 Mitarbeitern –, kommen die Seniorchefs noch täglich zur Arbeit. Zwar nur halbtags, aber so lange, dass der Juniorchef zu den Zahnärzten von Gransee bis Berlin in die Praxen fahren kann. „Ich bin morgens der erste“, verrät Uwe Martens, der sich selbst als Berufsidealisten bezeichnet. Menschen zu helfen, treibe ihn und seine Frau noch heute an. „Wir haben schon zu DDR-Zeiten gut und gern gearbeitet und auch heute fällt es uns nicht schwer, zur Arbeit zu gehen“, so die zweifachen Eltern und vierfachen Großeltern, die zusammen die ganze Welt bereist haben. Selbst auf den Fuji in Japan stiegen sie, um den Sonnenaufgang zu genießen.

In der Poliklinik fing alles an

In Oranienburg starteten Martens 1970 an der Poliklinik mit zwei Teilzeitkräften. „Die zahntechnische Versorgung der Patienten lag in Oranienburg völlig am Boden.“ Einziger Vorteil dieses Missstandes: Dem Ehepaar wurde eine Wohnung in der Stadt zur Verfügung gestellt. Damals absolute Mangelware. Dann habe man den Chefarzt bedrängt, den zahntechnischen Bereich weiter auszubauen, was Schritt für Schritt gelang. Karola Martens, die nicht nur Zahntechnikerin, sondern auch zahnärztliche Helferin und diplomierte Medizinpädagogin ist, erinnert sich: „Wir haben mit Jugendlichen gearbeitet und sogar das Labor als Modell nachgebaut.“

Erster Preis bei der „Messe der Meister von Morgen“

Regelmäßig nahmen sie an der „Messe der Meister von Morgen“ teil. Nach einem ersten Preis, bekamen Martens` die Möglichkeit, selbst Lehrlinge auszubilden. „Das hat Spaß gemacht“, so Karola Martens, die insgesamt 109 Auszubildende auf dem Weg ins Leben begleitet hat. 1979 konnte man in die Bernauerstraße umziehen, wo Platz für zwölf Arbeitsplätze und die nötigen Funktionsräume war. 1981 wurde auch das bis dato ausgelagerte Lehrlabor nachgeholt. Insgesamt 26 Mitarbeiter waren dort in den 80er Jahren beschäftigt.

Nach der Wende selbstständig gemacht

Doch dann kam die Wende. Uwe Martens musste sich selbstständig machen. Gleichzeitig sollte alles modernisiert werden. Doch woher das Geld nehmen? Über die Bayrische Vereinsbank gab es einen Kredit über 120 000 DM, mit denen drei Monate lang die Gehälter, Strom, Miete und Licht bezahlt werden konnten. Dann erst lief das Unternehmen an, trudelten die ersten Zahlungen ein. „Damals habe ich keine Nacht richtig geschlafen“, so der 77-Jährige ehrlich, der in seiner Freizeit früher gerne joggte und heute im Garten arbeitet.

1996 Umzug in die Havelstraße

„Aber wir haben keinen Lehrling auf die Straße gestellt.“ 1996 erfolgte der Umzug in die Havelstraße, wo man beim Bau des Hauses die Aufteilung der Räume mitbestimmen konnte, um für die Kollegen rationelle Wege umsetzen zu können. Bis heute werden von den Technikern, die zum Teil schon in der Poliklinik tätig waren, zahntechnische Arbeiten von einfach bis hochwertig ausgeführt: Brücken, Kronen, Totalprothesen oder Implantate, die heute 40 Prozent der Arbeit ausmachen. Verarbeitet werden Metalle und Edelmetalle, Kunststoffe, Keramik, Titan und Zirkon. In enger Abstimmung mit den Zahnärzten und zum Wohle der Patienten.

Von Ulrike Gawande

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