Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Havel-Oder-Wasserstraße wieder teilweise befahrbar
Lokales Oberhavel Oranienburg Havel-Oder-Wasserstraße wieder teilweise befahrbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:28 30.04.2019
Die Containerwand an der Havel-Oder-Wasserstraße in Oranienburg Quelle: Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde
Oranienburg

Die Schifffahrt auf der Havel-Oder-Wasserstraße (HOW), zwischen Kilometer 25,1 und Kilometer 25,3, kann teilweise ab Dienstag, 30. April 17 Uhr wieder Oranienburg passieren.

Sperrung seit 5. April

Aufgrund von Kampfmittelfunden in Ufernähe der Havel-Oder-Wasserstraße musste die Schifffahrt ab dem 5. April kurzfristig auf Anordnung der Stadt Oranienburg gesperrt werden. Es wurde gemeinsam eine technische Lösung (mechanische Abschirmung) gefunden mit dem Ziel, die Wasserstraße schnellstmöglich freizugeben.

Zweilagige 130 Meter lange Containerwand

Nach Fertigstellung einer zweilagigen, knapp 130 Meter langen Container-wand durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit Abnahme durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Stadt Oranienburg kann nunmehr ein eingeschränkter Schiffsverkehr stattfinden.

Einschränkungen der Freigabe

Für die Fahrten – außerhalb der Arbeitszeiten der Kampfmittelräumtrupps – gelten folgende Einschränkungen:

> Montag bis Donnerstag nur von 17 Uhr bis 6 Uhr,

> Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen ganztägig,

> im Richtungsverkehr auf der linken Seite (der Containerwand gegen-überliegendes Ufer),

> alle Personen haben sich unter Deck aufzuhalten.

> Ausnahme: muskelbetriebene Kleinfahrzeuge (unter anderem Kanus, Kajaks, Ruderboote) und Kleinfahrzeuge ohne Aufbauten (unter anderem Angelkahn mit Außenborder) dürfen diesen Bereich aufgrund der weiter bestehenden Gefahrenlage nicht passieren.

Zusammenarbeit aller Behörden

Aufgrund der Bereitschaft der Firma Strabag konnte die Containerwand innerhalb einer Woche errichtet werden. Alle Behörden haben hierbei pragmatisch zusammengearbeitet. „Hierdurch gewinnen wir somit mehr als vier Wochen gegenüber der ursprünglich geplanten Sperrzeit, die der Schifffahrt wieder zur Verfügung gestellt werden kann“, heißt es von Seiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Termin für vollständige Verkehrsfreigabe noch unbekannt

Die Sondierung und Bergung der Kampfmittel im Uferbereich der HOW im Stadtgebiet Oranienburg geht hingegen weiter. Ein Termin für die vollständige Verkehrsfreigabe könne demnach nicht benannt werden.

Zufriedenheit im Innenministerium

Zufrieden über die schnell gefundene Lösung zeigte sich Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)„Wir haben eine Lösung gefunden, wie die Wasserstraße weiterhin mit langsamer Fahrt befahrbar bleibt und nur während direkter Arbeiten aus verständlichen Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. Es wäre für die Wirtschaft verheerend, wenn wir diese wichtige Verbindung längere Zeit komplett sperren müssten. Die Containerwand und die Strohballen an der Brücke sichern die Wasserstraße so ab, dass die Vollsperrung aufgehoben wird und dennoch der KMBD seine Arbeit machen kann. Das Ziel muss sein, einerseits sicher zu arbeiten, andererseits aber auch möglichst schnell den Gefahrenpunkt zu beseitigen. Ich danke allen Beteiligten für die sehr konstruktive Zusammenarbeit, um diesem Anliegen Rechnung zu tragen.“

Nutzen für regionale Unternehmen

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann äußerte sich zufrieden: „Ich bin sehr froh, dass die Containerwand-Lösung umsetzbar ist. Die wichtige Wasserverbindung zwischen Brandenburg und Polen ist damit nun zumindest eingeschränkt wieder passierbar, was insbesondere der regionalen Wirtschaft zugutekommt. Es gibt viele regionale Unternehmen, die vom Transport auf Wasserstraßen abhängig sind. Einige hatten angekündigt, Kurzarbeit anmelden zu müssen oder sogar vorübergehend die Produktion einzustellen. Ich hoffe, dies ist nun nicht mehr nötig.“

Blindgänger unschädlich machen

Doch der schwierigste Part stehe noch bevor, so der Politiker. „Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes (KMBD) muss die vermuteten Blindgänger unschädlich machen. Die Vorarbeit dazu leisten überwiegend private Räumfirmen: Sie wurden im Vorfeld mit der Absuche der Flächen beauftragt und sind nun auch am Freilegen der Blindgänger beteiligt. Diese Menschen riskieren ihr Leben bei der Arbeit und arbeiten nun unter schwierigsten Bedingungen. Dafür gebührt Ihnen unser Dank. Ich hoffe nun, dass die Grundwasserabsenkung und das Herstellen der Bergegrube weiterhin komplikationslos verlaufen und die Blindgänger Anfang Juni unschädlich gemacht werden können.“

Weitere Informationen: www.wsa-eberswalde.de

Von MAZonline

Die Oranienburger Stadtverordneten beschließen in ihrer letzten Sitzung vor den Wahlen die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände, auf dem die Wildtierretter ihre Pflegestelle und einen Gnadenhof beherbergen. Die Erleichterung bei den Tierschützern ist entsprechend groß.

02.05.2019

Ariane K. wurde 2017 bei einem Verkehrsunfall mit dem Motorroller in den frühen Morgenstunden zwischen Oranienburg und Germendorf so schwer verletzt, dass sie wenig später verstarb. Am Montag wurde der Fall vor Gericht behandelt.

29.04.2019

Früher war Oliver Schalk Hooligan, Neonazi und saß jahrelang in DDR-Knästen. Doch 2002 veränderte eine Begegnung mit christlichen Bikern sein Leben. Heute ist Schalk Kinderpastor und tief religiös. Seine Geschichte erzählte er am Freitag im Christlichen Jugendzentrum Oranienburg.

02.05.2019