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Oranienburg Heiße Erbsensuppe und viele Wunschballons am Tafel-Aktionstag in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Heiße Erbsensuppe und viele Wunschballons am Tafel-Aktionstag in Oranienburg
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20:16 08.10.2019
Eine Menge Luftballons mit den Wünschen der Menschen wurden aus der Strelauer Straße in den Oranienburger Himmel geschickt. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Die Sorgen und Nöte aller sozialen Randgruppen wollten die Veranstalter des Aktionstags, allen voran Tafel-Chefin Viola Knerndel, auf dem Gelände der Oranienburger Tafel in der Strelauer Straße am Dienstagvormittag im Zuge des Welttags für menschenwürdige Arbeit und dem Deutschen Tafeltag in den Fokus rücken. „Viele Menschen sind hoffnungslos, weil sie sich mit großen und kleinen Problemen rumtragen, für die sie oft keinen Ausweg mehr sehen“, fand Viola Knerndel eindringliche Worte. Diejenigen, die am Dienstag zum Tafelgelände gekommen waren – neben vielen Kunden der Tafel Oranienburg waren auch Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) und Vertreter lokaler Parteien vor Ort – notierten ihre sehnlichsten Wünsche auf kleine Zettel, die anschließend mit Luftballons in den Herbsthimmel geschickt wurden. Verbunden, so Viola Knerndel, „mit der Hoffnung, dass einen gibt, der uns alle Wünsche erfüllt“.

Karsten Peter Schröder hatte seine berühmte Erbsensuppe in der Gulaschkanone angerührt. Quelle: Enrico Kugler

Der ehemalige Vorsitzende des Oberhaveler Kreistags, Karsten Peter Schröder (SPD), hatte seine Gulaschkanone auf dem Hof in der Strelauer Straße aufgebaut und seine berühmte Erbsensuppe angerührt, die reißenden Absatz fand. Zuvor hatte er an die Tafel eine Spende über 154,92 Euro überreicht, die aus Trödelverkäufen zu Gunsten der Oranienburger Tafel zusammengekommen war. Für das leibliche Wohl wurde jedoch nicht nur zur Mittagszeit gesorgt. Im Rahmen der regulären Tafelausgabe wurde auch der erste Teil der Spenden verteilt, die bei der Bürgermeisterwette am Montag zusammengekommen worden waren. „Es war so viel, dass wir am Montag gar nicht mehr alles auspacken und verräumen konnten“, war Viola Knerndel auch am Tag nach der Wettauflösung noch sichtlich mitgenommen. Im positiven Sinne. Stadtoberhaupt Alexander Laesicke packte mit an, als es galt, die Lebensmittelwaren an die Bedürftigen auszureichen.

Ausgegeben wurden die Spenden, die am Montag bei der Bürgermeisterwette gesammelt worden waren. Stadtoberhaupt Alexander Laesicke packte mit an. Quelle: Nadine Bieneck

Seit 2008 wird am 7. Oktober der Welttag für menschenwürdige Arbeit begangen. Seit vielen Jahren hat der Tag auch in Oranienburg ein festes Datum, an dem sich DGB, Parteien und Institutionen wie die Tafel für die Rechte benachteiligter und bedürftiger Menschen stark machen. „Diesmal kollidierte das Datum mit der Auflösung der Bürgermeisterwette“, sagte Hans-Joachim Schumann, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Oberhavel. Aus diesem Grunde habe man den Aktionstag auf den Dienstag gelegt.

Hans-Joachim Schumann, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Oberhavel. Quelle: Enrico Kugler

Auch Schumann fand eindringliche Worte: „Wir haben in Deutschland gegenwärtig den größten Niedriglohnsektor in der EU, in ganz Westeuropa. Alle Sozialsysteme kommen dadurch ins Stottern. Wir sehen keinem Problem der Altersarmut entgegen, sondern wir stecken bereits mitten drin. Von welchem Geld sollen die Menschen noch für eine private Rentenvorsorge sparen?“ Lange schon kämpfe der DGB zum Thema Tarifverträge und Tarifbindung. Denn damit können auch das Problem der Altersarmut verringert werden.

Von Nadine Bieneck

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