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Oranienburg Herabstürzende Äste verletzten Gäste eines Familienfestes – noch drei Personen im Krankenhaus
Lokales Oberhavel Oranienburg Herabstürzende Äste verletzten Gäste eines Familienfestes – noch drei Personen im Krankenhaus
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19:00 13.06.2019
Aufräumarbeiten am Tag nach dem Unglück auf dem Gelände in der Clara-Zetkin-Straße in Sachsenhausen. Quelle: Bert Wittke
Sachsenhausen

Für insgesamt elf verletzte Personen sorgte ein herabfallender Ast am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen. Offenbar in Folge des Unwetters in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch hatte sich auf dem Gelände der Religionsgemeinschaft „Zeugen Jehovas“ an der Clara-Zetkin-Straße der Ast eines dort stehenden Baumes gelöst. Aufgrund eines zu diesem Zeitpunkt dort im Garten stattfindenden Familienfestes befanden sich auf dem Gelände etwa 160 Personen, von denen mehrere durch herabfallendes Geäst teilweise erheblich verletzt wurden.

Am Tag nach dem Unfall sind die Überreste des Partyabbruchs noch erkennbar. Quelle: Bert Wittke

Zehn Verletzte ins Krankenhaus gebracht

Wie die Polizei mitteilt, wurden insgesamt elf Personen durch die alarmierten Rettungskräfte behandelt. Zehn Personen mussten anschließend ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht werden, eine weitere Person konnte nach einer Behandlung im Rettungswagen wieder entlassen werden. Am Donnerstagvormittag befanden sich nach MAZ-Informationen noch drei Personen in medizinischer Behandlung im Krankenhaus. Zu lebensbedrohlichen Verletzungen sei es glücklicherweise nicht gekommen, erklärte die Polizei auf MAZ-Nachfrage.

Zusammengekehrtes Astwerk auf dem Gelände in der Clara-Zetkin-Straße am Tag nach dem Unfall. Quelle: Bert Wittke

Keine Ermittlungen der Polizei

Offenbar hatte es sich bei der Gartenparty um eine Veranstaltung mit amerikanischen Gästen der Religionsgemeinschaft gehandelt. Die elf verletzten Personen sind nach Erkenntnissen der Polizei deutscher, amerikanischer und schwedischer Herkunft. Ermittlungen hat die Polizei unterdessen nicht aufgenommen – es handle sich um einen Unfall mit anschließendem Rettungseinsatz, ein Anlass für die Aufnahme polizeilicher Ermittlungen gebe es nicht, so Polizeipressesprecherin Dörte Röhrs.

Nicht alle Baumfällungen genehmigt

Offensichtlich hätte es nicht zu diesem tragischen Ende des Festes kommen müssen. Wie Ronny Großmann, ein Mitglied der Ältestenschaft der dort ansässigen Religionsgemeinschaft, am Donnerstagvormittag sagte, habe man im vergangenen Winter mehrere Bäume auf dem Gelände fällen wollen. Die Stadt habe jedoch nur für vier Bäume Genehmigungen erteilt – für drei Rubinien und einen Ahornbaum. „Wenn die jetzt noch gestanden hätten, wäre es wohl noch schlimmer gekommen“, vermutet Ronny Großmann und fügt hinzu: „Wir haben all das ausgeästet, was wir durften.“

Bei einer Familienfeier in Sachsenhausen verletzte herabfallendes Geäst elf Gäste. Quelle: Bert Wittke

Sturmböe kam früher als erwartet

Natürlich, so sagt der Nassenheider, habe man an Mittwoch die einschlägigen Wetter-Apps verfolgt. Die gewaltige Windböe, die gegen 18.30 Uhr plötzlich durch die Bäume fegte, sei etwa eine Stunde vor dem prognostizierten Unwetter gekommen. Man habe noch versucht, alle Gäste ins Haus zu bringen, doch das habe aufgrund der zahlreichen Gäste und des einen Eingangsbereiches natürlich nicht so schnell geklappt. Das bestätigt auch Enrico Radtke. Dem Oranienburger, der ebenfalls der Ältestenschaft angehört, sieht man ebenso wie Ronny Großmann die Bestürzung über die dramatischen Ereignisse immer noch an. Zum Glück sei niemand der Verunglückten, die alle älter als 30 Jahre sein sollen, lebensbedrohlich verletzt.

Vor-Ort-Termin mit dem Grünflächenamt

Für Mittwoch kommender Woche, so Ronny Großmann, gebe es einen Vor-Ort-Termin „mit einer Vertreterin des Grünflächenamtes“ aus Oranienburg. Dann werde vermutlich entschieden, wie mit den Bäumen auf dem Gelände weiter verfahren wird.

Die Ortsversammlung der Zeugen Jehovas Oranienburg sind Nutzer des Geländes in der Clara-Zetkin-Straße 34, Eigentümer sei das Deutsche Zweigbüro Zentraleuropa mit Sitz in Selters (Hessen).

Von Nadine Bieneck und Bert Wittke

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