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Oranienburg Im Schlosshafen sinkt der Pegel
Lokales Oberhavel Oranienburg Im Schlosshafen sinkt der Pegel
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17:12 07.08.2018
Der Tiefgang auf der Oranienburger Havel ist auf einen Meter eingeschränkt. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Der graue Absatz an den Spundwänden im Hafenbecken ist nicht zu übersehen. Hafenmeister Thomas Ahrens beugt sich nach unten. „Das sind gut 40 Zentimeter“, sagt er. Der Rostocker Akzent ist nicht zu überhören. Ahrens absolviert gerade seine erste Saison als Hafenmeister. Der Wasserpegel im Becken ist gesunken, mehrmals wie man an den verschiedenen Grautönen des Absatzes erkennen kann. Eigentlich ist das nach der langen Trockenperiode und dem fehlenden Regen kein Wunder. Es verdunstet zu viel Wasser, sowohl im Schlosshafen, als auch im Servicehafen am Wohnmobilstellplatz.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde hat bereits am 11. Mai reagiert und für die Oranienburger Havel die Tauchtiefe auf einen Meter eingeschränkt. Boote mit mehr Tiefgang sollten den Abschnitt von Kilometer 1,83 bis 2,57 nicht befahren. Und das betrifft eben auch die Einfahrt zum Schlosshafen.

Die grauen Absätze, besonders hinten an den Spundwänden zeigen, wie der Wasserstand gefallen ist. Quelle: Robert Roeske

Die Havel hat in diesem Bereich keine große Fließgeschwindigkeit. Durch die geringe Strömung versanden einige Stellen und können für die Bootsführer tückisch werden. So eine Stelle ist direkt am Eingang zum Schlosshafen. Noch weiter in Richtung Sachsenhausen wird das Wasser noch flacher. Es gibt Sandbänke, die zwei Drittel der Havel einnehmen. Dort stehen schon Bänke im Wasser, wo es sich wahrscheinlich die Anlieger oder Angler gemütlich machen.

„Ein Meter zehn geht für den Hafen grad noch so“, wiegt der Hafenmeister bedenklich mit dem Kopf. Aber für Boote mit mehr Tiefgang wird es gefährlich, die können sich schnell festfahren. Erst vor einigen Tagen war es für einen Holländer kritisch geworden. Das Boot hatte einen Tiefgang von 1,50 Meter. Und offenbar hatte sich der Bootsführer vorher nicht informiert, ob er in den Hafen fahren kann. Mit Mühe und Not konnte er noch wenden und zurückfahren. Die meisten rufen vorher beim Hafenmeister an, um sich zu erkundigen, ob noch Platz ist im Schlosshafen.

Abends ist der Schlosshafen voll

Denn gerade zum Abend hin sind die 82 Liegeplätze fast immer ausgebaucht, das ist schon seit Juni so. Die erste Frage des Hafenmeisters gilt momentan dem Tiefgang der Boote. „Wer unangemeldet kommt, den versuche ich immer noch vor der Einfahrt abzufangen“, meint der Hafermeister. Boote mit Stahlrumpf zum Beispiel haben schon durch ihr Gewicht einen höheren Tiefgang. Auch Segelboote mit Kiel müssen vorsichtig sein. Und Charterbootfahrer, die nicht so geübt sind. „Richtig festgefahren hat sich zum Glück noch niemand“, sagt Ahrens. Und wenn er Bedenken hat, „dann hole ich die Abends lieber in den Servicehafen.“ Dort kommt man noch besser rein. Allerdings können die Boote nur eine Nacht dort liegen.

Der Schlosshafen ist gut ausgebucht. Boote mit mehr als einem Meter Tiefgang können aber momentan nicht einlaufen.

Eigentlich sollten sich Bootsführer über Tiefgangsmeldungen vorab informieren. Dafür gibt es ein spezielles Info-System namens ­„ELWIS“ – wie Elektronisches Wasserstraßen-Informationssystem. Doch vor einiger Zeit wurde das System umstrukturiert. Nach der Tiefgangsbeschränkung für die Oranienburger Havel suchen Bootsführer dort vergeblich.

Das Sicherste ist also ein Anruf beim Hafenmeister oder eine Anfrage beim Wasserschifffahrtsamt Eberswalde(WSA). Die Mitarbeiter dort wissen auch genau, wo gerade Einschränkungen herrschen.

Von Andrea Kathert

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