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Oranienburg Wunsch nach mehr Bauland
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15:50 26.12.2018
Claudia Grochowski, Ortsvorsteherin von Malz Quelle: Heike Bergt
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Malz

Im Rahmen der Serie „MAZ zu Hause in...“ kommen auch die Ortvorsteher der Oranienburger Ortsteile zu Wort. Jetzt beantwortet die Malzer Ortsvorsteherin Claudia Grochowski die Fragen der MAZ.

Was macht Ihren Ortsteil lebenswert?

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Claudia Grochowski: Die Einbettung in die Natur, Malz ist von Naturschutzgebieten umgeben, das lebendige Gemeindeleben, das sich von freiwilliger Feuerwehr bis zum Bouleverein organisiert sowie die überschaubare Anzahl von 550 Einwohnern.

Wo sehen Sie ihre größten Baustellen?

In der Abwanderung von jungen Leuten, aufgrund des Fehlens von Baugrundstücken. Es wäre notwendig, kontrolliert und behutsam weitere Flächen zur Bebauung zu entwickeln, die das Dorf kontrolliert wachsen lassen

Fühlen Sie sich als Ortsteil zu Oranienburg zugehörig?

Ja und nein. Malz hat eine lange gewachsene dörfliche Gemeinschaft, die sich in ihren Bedürfnissen schon von den Bedürfnissen der Bewohner einer Stadt unterscheidet. Feuerwehr und Friedhof haben für die Malzer eine große Bedeutung. Man identifiziert sich mit der Tradition der freiwilligen Feuerwehr und verstorbene Angehörige sollen auch dort zur Ruhe kommen, wo sie ihr Leben verbracht haben. Viele Malzer haben ihr gesamtes Leben im Ort verbracht. Den Malzern ist aber auch bewusst, dass die Zugehörigkeit zur Stadt auch Vorteile hat. Ich erinnere an die Kanalisation, die ohne die Zugehörigkeit zur Stadt Oranienburg für die Einwohner erheblich teurer geworden wäre. Auch Kitaausbau und Schulneubau in Friedrichsthal kommen auch den Malzern zugute und machen das Dorf noch lebenswerter.

Was haben Sie in der letzten Amtsperiode bewirken können?

Wir hatten das Glück, mit den Toren für den Bolzplatz und der Calisthenics-Anlage beim Bürgerhaushalt berücksichtigt zu werden. Außerdem wurde ein neuer, überdachter Rastplatz angeschafft und die Stadt ein Planungsbüro für die Umgestaltung der Grünfläche am Dorfplatz und des Kreisverkehrs beauftragt. Darüber hinaus bin ich froh, dass wir die endgültige Sperrung des Freienhagener Wegs für den Autoverkehr verhindern konnten und der Weg so erneuert wurde, dass er wieder befahrbar ist.

Treten Sie bei der nächsten Wahl wieder an?

Ich habe diese Aufgabe nach dem plötzlichen Tod des Ortsvorstehers im August 2016 gerne wahrgenommen, trete aber bei der nächsten Wahl aus persönlichen Gründen nicht mehr an.

Von Ulrike Gawande

26.12.2018
25.12.2018