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Oranienburg Karten-Dilemma für Abiball
Lokales Oberhavel Oranienburg Karten-Dilemma für Abiball
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01:16 29.11.2018
Linda Barnick (l.) und Anne Uhlmann vom Abiball-Komitee des Oberstufenzentrums. Quelle: Stefan Blumberg
Oranienburg

Jedes Jahr dasselbe: Abiball-Probleme hier, Abiball-Probleme dort. Das Abiball-Komitee des Oberstufenzentrums Georg Mendheim Oranienburg hat nun seine eigenen Erfahrungen gemacht. Insbesondere Linda Barnick, die mit ihrer Unterschrift die finanzielle Verantwortung trägt – nun aber Ärger hat. Sie hatte es gut gemeint, stattdessen taucht vor ihrem Auge die nicht gedeckte Summe von 2130,24 Euro auf, die – falls alles schiefläuft – Abiplaner Berlin von ihr verlangen kann. Denn sie hat den Vertrag mit dem Unternehmen, das den Ball organisiert, unterschrieben. Die Gesamtsumme für den Abiball beläuft sich auf etwa 24 000 Euro.

320 Karten waren vorbestellt

„Wir haben Ostern mit der Planung angefangen, Abiplaner Berlin mit ins Boot geholt und eine Umfrage unter den Schülern gemacht, wer wie viele Karten haben möchte“, sagt Linda Barnick. Ergebnis der Voranfrage war, dass es ein deutliches Interesse für 320 Karten gab. Da war auch schon klar, dass sich der Kartenpreis zwischen 50 und 70 Euro bewegen würde. „Dann kamen Leute von Abiplaner in die Schule und stellten ihre verschiedenen Angebote vor. Unser Jahrgang entschied sich für die Variante, die 76 Euro pro Karte kostet. Es gab auch günstigere“, sagt Anne Uhlmann, die mit im Abiball-Komitee des OSZ sitzt. Linda Barnick hat danach den Vertrag mit Abiplaner ziemlich schnell unterschrieben, um noch den Frühbucherrabatt zu bekommen. Die verbindlichen Unterschriften hatte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht von allen zusammen. Es kam das böse Erwachen. „Ich habe allen vertraut, dass sie zu ihrem Wort stehen“, sagt Linda Barnick. Es sagten viele Schüler ab. Plötzlich hatte sie nur Zusagen für 250 Eintrittskarten. Lehrer redeten den Schülern ins Gewissen, die einen Rückzieher gemacht hatten. Einige schwenkten wieder um. Aktuell sind 292 Karten bestellt. Fehlen immer noch 28. In der Summe sind es jene 2130,24 Euro. „Die versuchen wir jetzt irgendwie reinzubekommen“, sagt Linda Barnick.

Geld mit Aktionen einspielen

Die ersten Versuche sind auch schon gestartet, mit einem Kuchenbasar. Anne Uhlmann denkt an eine Wiederholung bei anderen Anlässen. Bei der Sparkasse gebe es eine Challenge, für die bereits durch die Teilnahme an dem Filmprojekt Geld fließt. Bei schulischen Veranstaltungen wollen die Abiturienten ebenfalls zusehen, wie sie auf ähnliche Weise Geld einnehmen können. „Jeder soll sich Gedanken darüber machen, wie wir Geld auftreiben können“, fordert Linda Barnick die Mitschülerinnen und Mitschüler auf. Auch Spenden seien gern gesehen (Konto Förderverein, Kontodaten auf der Homepage der Schule: www.gmosz.de).

Bei Abiplaner Berlin war bis zum Montag (27. November 2018) von den Sorgen bei der Vorbereitung am Oberstufenzentrum Oranienburg nichts bekannt. „Wenn es welche gibt, kann das Komitee gern bei uns anrufen und mit uns reden“, heißt es vom Abiplaner Berlin.

Linda Barnick räumt ein, dass sie bei der Vertragsunterzeichnung blauäugig war. „Deshalb möchte ich alle warnen, die künftig einen Abiball organisieren, damit sie vorsichtiger sind.“ Sie wünscht sich, dass die Sache gut ausgeht und sie nicht für andere das Geld bezahlen muss.

Von Stefan Blumberg

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