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Oranienburg Krasse Unterschiede bei Bodenpreisen
Lokales Oberhavel Oranienburg Krasse Unterschiede bei Bodenpreisen
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01:17 01.04.2019
Im Mühlenbecker Land liegen die Bodenpreise bei 375 pro Quadratmeter. Quelle: FOTO: Robert Roeske
Oberhavel

Oberhavel ist der Kreis der unbegrenzten Möglichkeiten. Wer bauen will, kann das tun – und dafür Grundstücke in fast jeder Preiskategorie kaufen. Seit Jahren gilt, dass im Nordkreis Grund und Boden viel erschwinglicher sind als im Südkreis. Die neuesten Zahlen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Oberhavel belegen das. „Das hängt insbesondere mit der Nähe beziehungsweise Entfernung zu Berlin zusammen“, sagt Henry Gromm, Vorsitzender des Ausschusses. Die Menschen zögen raus aus Berlin, haben aber trotzdem eine gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur. Das sei in entfernt liegenden Orten, insbesondere auf den Dörfern, nicht gegeben. Wenn es auf dem Land keine Nachfrage gebe, stagnieren auch die Preise.

Ab sieben Euro ist Land in Fürstenberg erhältlich

In Fürstenberg/Havel und den dazugehörigen Ortsteilen ist der Quadratmeter Bauland schon ab sieben Euro (bis 36 Euro) zu bekommen. In Zehdenick, Gransee und Gemeinden sowie im Löwenberger Land ist das sehr ähnlich (ab acht Euro pro Quadratmeter). Die Werte im Südkreis übersteigen die aus dem Norden um ein Vielfaches: je dichter an Berlin, um so teurer. In Velten muss man bis zu 140 Euro pro Quadratmeter hinlegen, in Oranienburg bis 250 Euro, in Birkenwerder 265 Euro und in Hennigsdorf bis 270 Euro. Spitzenreiter aber sind diese Gemeinden: Hohen Neuendorf (330 Euro), Glienicke (370) und Mühlenbecker Land (375).

Sachverständige beschließen neue Bodenrichtwerte

Kreis Oberhavel 2019 Quelle: Detlev Scheerbarth

Preise können von Richtwerten trotzdem abweichen

Für den Otto-Normal-Verbraucher sollen die Bodenrichtwertzonen – im Land Brandenburg gibt es 6184 – eine Orientierung sein, wie teuer  das  Land bei einem Kauf sein könnte oder sollte. „Wenn natürlich Käufer und Verkäufer eine andere Summe aushandeln, dann ist das so“, sagt Henry Gromm. Im Falle  von (zu) hohen Preisen würden die dann in die nächste Bewertung mit einfließen und sie beeinflussen.

Auffällig für den Laien ist, dass es direkt nebeneinanderliegende Zonen gibt, in denen die Grundstückswerte enorm schwanken: hier 22 Euro pro Quadratmeter, ein paar Meter weiter 155 (wie in Oranienburg An den Russenfichten und Am Aderluch). Das liege an der Art der Nutzung (Gewerbe oder Wohnbebauung) oder auch am Erschließungszustand.

Die Bodenrichtwerte sind mittlerweile kostenlos im Internet (www.boris-brandenburg.de) einzusehen.

Es gibt bei den Preisen auch mal Stillstand

„Die Preise für Baugrundstücke sind in den vergangenen Jahren fast durchweg gestiegen, 20 Prozent im Berliner Umland. Aber es gebe auch mal Stillstand, wenn keine Baugrundstücke mehr zu haben sind. Ein Bebauungsplangebiet hingegen sei attraktiv und damit höher dotiert, so Henry Gromm.

Von Stefan Blumberg

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