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Oranienburg Weniger reagieren – mehr agieren
Lokales Oberhavel Oranienburg Weniger reagieren – mehr agieren
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20:20 25.09.2019
Mehr Plätze für Mädchen und Jungen an den kreiseigenen Gymnasien – der Kreistag plädierte am Mittwochabend dafür. Quelle: Bert Wittke
Oberhavel

Die Mitglieder des Kreistages Oberhavel haben in ihrer Sitzung am Mittwochabend die Weichen dafür gestellt, dass künftig mehr Schülerinnen und Schüler an Gymnasien lernen können. Sie stimmten einer Beschlussvorlage zu, wonach die Kapazitäten an den fünf kreiseigenen Gymnasien um jeweils einen Zug erhöht werden. Im Schuljahr 2020/2021 werden das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf, das Alexander-Puschkin-Gymnasium in Hennigsdorf und das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg fünfzügig, das Friedlieb-F.-Runge-Gymnasium und Strittmatter-Gymnasium in Gransee vierzügig gebildet. Die Zügigkeitserhöhung am Marie-Curie-Gymnasium soll dauerhaft erfolgen, die anderen Zügigkeitserhöhungen dagegen schuljahresbezogen.

Der Realität nicht hinterher hinken

In der Aussprache hatten Vertreter fast aller Fraktionen zuvor die Bedeutung einer aussagefähigen und verlässlichen Schulentwicklungsplanung betont, um in Zukunft vorausschauend handeln zu können. Bislang habe man immer zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich die Schülerzahlen drastisch erhöht haben und sei dann als Reaktion darauf gezwungen gewesen, die Zügigkeit der Gymnasien zu erhöhen. Damit hinke man quasi der objektiven Realität ständig hinterher. Besser als dauernd reagieren zu müssen, sei es aber, selber zu agieren. Dazu sei es notwendig, sich die in den einzelnen Regionen des Kreises existierenden Bildungseinrichtungen und ihre Kapazitäten genau anzuschauen. Noch wichtiger sei jedoch, den zu erwartenden Zuzug in den Regionen zu analysieren, um rechtzeitig ausreichende Plätze an den Gymnasien schaffen und vorhalten zu können.

Die Biotonne kommt im nächsten Jahr

Beschlossen wurde am Mittwoch auch, ab dem 1. Juli des kommenden Jahres im Landkreis Oberhavel flächendeckend die Biotonne einzuführen, um damit einen weiteren Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz im Landkreis zu leisten.

Von Bert Wittke

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