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Oranienburg Legehennenfabriken in Zehlendorf: Zeichen der Entspannung?
Lokales Oberhavel Oranienburg Legehennenfabriken in Zehlendorf: Zeichen der Entspannung?
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19:41 30.08.2019
Stehen die Zeichen beim Contra Eierfabrik e.V. auf Entspannung? Die Stimmung beim Dankeschön-Konzert am 18. August (Foto) war auf jeden Fall gut. Quelle: Nadine Bieneck
Zehlendorf

Stehen nach einem Geschäftsführerwechsel bei der Landhof Oberhavel GmbH (vormals Roest AGRO GmbH) Anfang Juli die Zeichen rund um die in Zehlendorf und Wensickendorf geplanten Legehennenfabriken nun auf Entspannung? Glaubt man den Vertretern der Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik e.V.“, gibt es tatsächlich positive Signale. So setzten sich der Vorstand des Vereins und der neue Geschäftsführer des Unternehmens, welches die Errichtung der Eierfabriken vor drei Jahren mit anschob, Oliver Wandel, vor einigen Tagen zu einem ersten Austausch zusammen. „Beide Seiten nutzten die Gelegenheit, um sich über die aktuelle Situation rund um die geplanten Eierfabriken auszutauschen“, berichtet Axel Wunsch, Sprecher des Vereins.

Falsch gewählte Standorte?

Oliver Wandel habe dabei klargestellt, dass ihm vor allem an einer guten Nachbarschaft mit den Anwohnern gelegen sei. So werde es die geplanten Eierfabriken mit seiner Unterstützung nicht geben, da die Standorte dafür falsch gewählt und gegen die Bevölkerung nicht durchzusetzen seien, machte er im Gespräch mit dem Vorstand der Bürgerinitiative seinen Standpunkt klar. Vielmehr wolle er als neuer Geschäftsführer die Landhof Oberhavel GmbH als solide geführten, konventionellen Betrieb etablieren. Dabei nannte es Oliver Wandel durchaus interessant, über kleinere Projekte als Alternative zur bislang geplanten Massentierhaltung nachzudenken. „Dies will er gemeinsam mit der Bürgerinitiative tun“, so Axel Wunsch.

Neuer Geschäftsführer legt Wert auf gute Nachbarschaft mit Anwohnern

„Wir haben in dem Gespräch den Eindruck gewonnen, dass Herrn Wandel an einem guten, konstruktiven Verhältnis zu seinen Nachbarn gelegen ist. Das ist ein gutes Signal“, zeigte sich Heike Bartel, Vorsitzende des Vereins, anschließend erleichtert. Bei offenen Fragen wolle man sich zukünftig direkt auszutauschen. Dass Wandel den bisherigen Plänen des niederländischen Investors Josef Vortallen, der als zweiter Investor für die ursprünglich geplanten Massenställe im Boot sitzt, unter Beachtung geltender Verträge dennoch eine klare Absage erteilt habe, begrüßt die Bürgerinitiative ausdrücklich.

Landesumweltamt wartet auf Widerspruchsbegründung

Aufgrund von „Belangen des Bauplanungsrechtes“ hatte das Landesumweltamt Anfang März den Plänen der Investoren eine Absage erteilt. Diese hatten gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt, aktuell steht die Begründung der Widersprüche noch aus, wie Thomas Frey vom Landesumweltamt auf MAZ-Nachfrage mitteilte. „Falls die Widersprüche nicht begründet werden sollten, würde zu gegebener Zeit eine Entscheidung des Landesamtes für Umwelt nach Aktenlage ergehen“, so Frey. Da hinsichtlich der Einreichung der Begründung keine gesetzlichen Fristen geregelt sind, ist ein Zeitfenster für den weiteren Werdegang völlig offen.

Von Nadine Bieneck

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