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Oranienburg Vier Monate Legionellenbefall in der Kösener Straße
Lokales Oberhavel Oranienburg Vier Monate Legionellenbefall in der Kösener Straße
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17:04 05.12.2019
In der Kösener Straße in Oranienburg sind nach wie vor erhöhte Legionellenwerte gemessen worden. Quelle: foto: Robert Roeske
Oranienburg

Martin Vater ist an sich ein eher ruhiger und ausgeglichener Mensch. Nun allerdings ist der 33-Jährige aus Oranienburg mächtig angefressen. „Wir fühlen uns einfach im Stich gelassen von der Hausverwaltung und das macht einen wütend“, so der zweifache Familienvater.

Anlass seines Ärgers ist ein Legionellenbefall im Trinkwasser seiner Mietwohnung in der Kösener Straße. Bereits im September wurden in vielen Wohnungen der Wohnsiedlung Werte oberhalb des Grenzwertes festgestellt. In einigen Wohnungen wurde ein Wert von 60000 KBE (koloniebildende Einheit) je 100 Milliliter festgestellt. Bei einer Verunreinigung über 10 000 KBE/100 Milliliter wird zumeist die Nutzung der Wasseranlage verboten beziehungsweise eingeschränkt (zum Beispiel mit einem Duschverbot).

Stilles Wasser zum Zähne putzen

Bei Familie Vater war damals der Wert nicht ganz so hoch, eine zweite Messung im Oktober ergab jedoch, das der Grenzwert nun auch in seiner Wohnung klar überschritten ist. „Uns wurde von der Hausverwaltung mitgeteilt, dass wir das warme Wasser laufen lassen sollen. Aber wirklich sicher fühlt man sich nicht, gerade weil unsere jüngste Tochter erst knapp drei Monate als ist“, beschreibt Martin Vater seine Sorgen.

„Wir benutzen zum Zähneputzen stilles Wasser. Der Zustand ist nicht tragbar. Leider kommt von unserer Hausverwaltung nichts, eine weitere Messung wird laut der Hausverwaltung nur durchgeführt, wenn wir die Kosten tragen. Das ist echt eine Frechheit“, so Martin Vater. Die zuständige Berliner Hausverwaltung Stutzmann war auf MAZ-Nachfrage nicht zu erreichen.

Von Knut Hagedorn

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