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Oranienburg Liebeserklärung in Versen
Lokales Oberhavel Oranienburg Liebeserklärung in Versen
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20:46 12.07.2019
Inge Neureither hat Oranienburg ein Liebesgedicht geschrieben. Quelle: Helge Treichel
Oranienburg

 Inge Neureither und ihr Mann Herwig stehen auf Oranienburg. Deshalb hat die 79-Jährige ein Liebesgedicht auf ihre Heimatstadt geschrieben. Die Verse waren bereits am 30. Juli 2018 in der MAZ als Leserbrief abgedruckt. Jetzt ist es gelungen, die Autorin ausfindig zu machen.

Denn sie ist am 21. Mai in die Stadt zurückgekehrt, obwohl das Paar im Jahr 2015 nach Frankfurt (Oder) übergesiedelt war. „Es ist einfach Heimat, wenn man so lange da war“, sagt sie zur Begründung. Zum Ende des zweiten Weltkrieges habe sie schon einmal die Heimat verlassen müssen. Deswegen sei das Heimatgefühl, das Gespür für einen Ort so wichtig. „Viele kennen einen und man trifft viele Bekannte.“

Inge (79) und Herwig Neureither (80) aus Oranienburg auf der Terrasse ihres neu errichteten Mehrfamilienhauses. Quelle: Helge Treichel

In der Straße der Einheit haben sie eine Wohnung in dem frisch errichteten Komplex bekommen. Der Umzug war übrigens am Tag vor ihrer Diamantenen Hochzeit. Für Inge Neureither ein Geschenk. Die Kartons waren noch nicht ausgepackt, da wurde im Schlossrestaurant gefeiert. Und der Umzug war außerdem rechtzeitig zum diesjährigen Konzert der „Oranienburger Schlossmusik“ am 29. Juli in der Seniorenresidenz von Michael Bethke – zufällig am Geburtstag von Inge Neureither. Sie macht kein Geheimnis daraus: Sie ist ein Fan von Ronny Heinrich und seinem Orchester.

Autogrammpostkarte für einen waschechten Fan. Quelle: Helge Treichel

Als ausgebildete Stenotypistin war sie in jungen Jahren in Salzwedel für die Volksstimme tätig. In der Altmark war sie als Flüchtlingskind mit der Mutter und den Geschwistern angekommen. Nach Oranienburg kam sie 1959 – und arbeitete fortan für eine Baufirma in der Stadt. Die Zäsur kam mit der Wende. „Mit 50 Jahren war ich für die Rente zu jung und für den Arbeitsmarkt zu alt. Da bin ich in ein ganz tiefes Loch gefallen“, erzählt sie. Deshalb ist sie zum Verein „Jahresringe“ gegangen und habe im Seniorentreff von domino zehn Jahre lang mitgearbeitet. Sie hat ältere Menschen besucht, betreut und bei Spaziergängen begleitet. „Das hat mir das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden“, sagt sie. „So bin ich bis zur Rente über die Runden gekommen.“ Auch danach war sie noch ehrenamtlich in einer Senioreneinrichtung in Berlin-Grunewald tätig. „Es hat Freude gemacht, weil so viel zurückkommt, wenn man in die leuchtenden Augen schaut.“ Zu Hause zu sitzen, ist nichts für Inge Neureither. „Man muss dem Leben einen Sinn geben.“

Gedichte schreibt die Oranienburgerin nicht jeden Tag. „Nur wenn jemand Geburtstag hat, reime ich mal was zusammen.“

Diese Antwort hatte Inge Neureither erhalten. Die MAZ hatte die Zeilen veröffentlicht. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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