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Oranienburg Luft für den Gnadenhof in Wensickendorf
Lokales Oberhavel Oranienburg Luft für den Gnadenhof in Wensickendorf
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20:39 24.07.2019
Streitpunkt sind verschiedene Unterkunftsbauten für alte, kranke und verletzte Tiere, die der Verein auf dem Gelände errichtet hat. Quelle: Enrico Kugler
Wensickendorf

Ruhig geworden ist es in den letzten Monaten um den Wensickendorfer Gnadenhof. Im Februar waren die Wellen hochgeschlagen, nachdem der Landkreis dem dort angesiedelten Tierschutzverein die Nutzung baulicher Anlagen auf dessen Grundstück mit einer Frist von einem halben Jahr untersagt hatte. Bei Zuwiderhandlung gegen die Nutzungsuntersagung wurde ein Zwangsgeld in Höhe von 1000 Euro angedroht.

Schon länger schwelender Konflikt

Daraufhin kam Bewegung in den Konflikt zwischen Verein und Kreis-Bauordnungsamt, der bereits länger schwelte und in der Vergangenheit schon öfter für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. So unter anderem, als die Behörde den Neubau eines alten Zaunes untersagt hatte. Springender Punkt bereits damals – der Standort liege im Außenbereich, Neubauten seien daher nicht ohne Weiteres möglich. Gleiches gelte für Anbauten, die vorrangig Unterkünfte für alte, kranke und verletzte Tiere darstellen und die somit durch den Verein auf dem Gelände widerrechtlich errichtet worden seien. Nach der öffentlich gewordenen Nutzungsuntersagung setzten sich schließlich im Februar alle Beteiligten an einen Tisch, darunter Vertreter des Kreis-Bauordnungsamtes, der Stadt Oranienburg, des Vereins sowie Mitglieder der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung. Argumente wurden ausgetauscht, nach Lösungsansätzen gesucht. Ein großer Schritt in Richtung Legalität der errichten Bauten war der Beschluss der Oranienburger Stadtverordneten Anfang Mai, einen Bebauungsplan für das Gelände aufzustellen.

Kosten in fünfstelliger Höhe stehen im Raum

Parallel arbeitet der Verein wieder an der Erstellung eines Bauleitverfahrens. Dies sei 2016, nach dem Kauf des Geländes, schon einmal angeschoben worden, blickt Ruth Schnitzler, Sprecherin des Vereins, zurück. Damals sei jedoch dafür nur wenig Aussicht auf Erfolg gestellt worden. „Aufgrund dieser Empfehlung haben wir es dann auch bleiben lassen“, erinnert sie sich. Nach langem Suchen hat der Verein nun ein Planungsbüro gefunden, welches bereits mit der Arbeit an dem Verfahren begonnen hat. „Dem Bauboom sei dank“, war dies alles andere als einfach. „Wir haben 27 Anfragen gestartet. Und 27 Absagen erhalten.“ Über Empfehlungen sei man letztlich auf das Planungsbüro Alexander von Frantzius aus Aachen gestoßen, dessen Beauftragung durch die Stadt Oranienburg bereits genehmigt wurde. Mit rund 25 000 Euro Kosten rechnet der Verein für dessen Arbeit. „Wir rühren daher wie verrückt die Werbetrommel, sammeln verstärkt Spenden. Einiges ist schon zusammengekommen, einige Firmen spendeten bereits vierstellige Summen dafür“, so Ruth Schnitzler.

Neu angesetzter Termin mit Kreis und Stadt abgesagt

Ein für Donnerstag (24. Juli) angesetzter Termin mit Landkreis, Stadt, Verein und dessen Anwälten wurde indes seitens der Kreis-Widerspruchsbehörde abgesagt. Aufgrund des Verlaufs des Bebauungsplanes wurde die drohende Nutzungsuntersagung zu Ende August, die bislang wie ein Damoklesschwert über dem Verein schwebte, auf den 30. November 2019 verlängert. Damit sei der Termin hinfällig, heißt es seitens des Kreises.

Von Nadine Bieneck

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