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Oranienburg MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 4): Junge Familien in der Region halten
Lokales Oberhavel Oranienburg MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 4): Junge Familien in der Region halten
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17:45 15.08.2019
Wie können junge Familien in der Region gehalten werden? Quelle: MAZ-Archiv
Oberhavel

Die MAZ stellt den Landtagskandidaten des Wahlkreises 9 bis zum Ende der Woche täglich eine Frage per WhatsApp. Am Donnerstag lautete diese: Was muss getan werden, um junge Familien in der Region zu halten?

Björn Lüttmann (SPD)

„Auf Grund der niedrigen Arbeitslosigkeit sind die Jobchancen zur Zeit glücklicherweise sehr gut. Deshalb steht bei jungen Familien bezahlbarer Wohnraum, egal ob zur Miete oder als Eigentum, als ein dringendes Thema ganz oben. Auch für uns als Politik. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Schulen und Kitas gute Qualität und ausreichend Plätze haben. Bildung sollte dabei beitragsfrei sein, um den Geldbeutel junger Familien zu entlasten. Deshalb ist es gut, dass das Land das Vorschuljahr beitragsfrei gemacht hat, die weiteren Jahre müssen folgen!“

Nicole Walter-Mundt (CDU)

Oberhavel ist attraktiv. Das zeigt uns der stetig wachsende Zuzug vor allem von jungen Familien. Wir kommen mit der sozialen Infrastruktur kaum noch hinterher. Neben einem familiengerechten Angebot an Wohnraum, braucht es ein vielfältiges Angebot an Betreuungs-, Kita- und Schulplätzen. Zuverlässige Wege mit Bus, Bahn und Auto sind ebenfalls nötig.“

Elke Bär (Die Linke)

„Es ist eigentlich so einfach, aber anscheinend doch schwer. Was braucht es? Ein bezahlbares zu Hause. Die Möglichkeit unkompliziert zu bauen - zum Beispiel auf dem Familiengrundstück, Kita und Schule in der Nähe und Freizeitaktivitäten für alle. Gute Arbeit und eine nette Nachbarschaft. Letzteres ist in Oberhavel schon vorhanden. Wie sieht es mit dem Rest aus?“

Andreas Galau (AfD)

„In den berlinfernen Regionen gilt es, durch massive Investitionen in die Infrastruktur, dem Verfall entgegenzuwirken. Gute Verkehrsverbindungen, Schulen und medizinische Versorgung, schnelles Internet und Mobilfunk sowie günstiges Bauland sollen die Peripherie für Familien wieder attraktiv machen! Der aktuelle Landesentwicklungsplan hindert hierbei!“

Heiner Klemp (Grüne/B90)

„Die Politik muss sich in allen Aspekten auf Familien ausrichten, gerade im ländlichen Raum. Nach dem Prinzip kurze Beine, kurze Wege wollen wir wohnortnahe Kitas und Schulen erhalten oder ausbauen. Das Land muss für eine gute Versorgung mit Ärzten und Hebammen Sorge tragen, wie auch für mehr Bus- und Bahnverbindungen und schnelles Internet.“

Heinz Ließke (BVB/Freie Wähler)

„Es müssen Arbeitsplätze durch Ansiedlung mittelständischer- und Handwerksbetriebe geschaffen werden. Für besonders wichtig halte ich es, junge Menschen für die Landwirtschaft zu begeistern. Die Infrastruktur, insbesondere der ÖPNV, schnelles DSL und leistungsfähiger Mobilfunk müssen verbessert werden. Für junge Menschen sind Kindergärten und Schulen auch in den Dörfern notwendig. Das heißt, das im ländlichen Raum lebenswerte Dörfer entwickelt werden. Mann muss den Menschen auch ehrlich sagen, das gleiche Bedingungen in Stadt und Dorf nicht zu erreichen sind. Das bedeutet nicht, den ländlichen Räum vernachlässigen zu können.“

Ria Nicola Schulz (Die Piraten)

„Es müssen Angebote geschaffen bzw. erhalten werden die Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche nutzen können. Das gilt für Beratungsangebote, Freizeitangebote, Begegnungsgelegenheiten etc.. Die Eltern brauchen Arbeitsplätze die gut erreichbar sind und Schulen und Kitas, in denen sie ihre Kinder gut aufgehoben wissen. Interessant wären auch Angebote für Alleinerziehende und Eltern im Schichtdienst. Außerdem benötigen Familien bezahlbaren Wohnraum.“

Daniel Langhoff (FDP)

„Danke für die Frage, ich fühle mich selbst als Teil einer jungen Familie und bin hier geblieben, weil ich hier im Jahr 2000 mein Unternehmen gründen konnte und wir ab 2006 eine tolle Tagesmutter sowie grandiose KiTa hatten, die meiner Frau und mir Entlastung und Vertrauen gegeben haben. Dies muss also mindestens allen heute jungen und zu gründenden Familien wohnortnah zur Verfügung stehen – allerdings auch mit eigenem finanziellen Beitrag von uns Eltern, denn Betreuung und Fürsorge sind keine Einbahnstraße und die Kosten dafür dürfen gern auf alle Schultern je nach Kraft verteilt werden: Land+Gemeinde+Eltern. Staffelungen nach Einkommen sind in meinen Augen gerecht und angemessen – KiTa ist für mich keine erstrangige Bildungseinrichtung sondern Wohlfühl- und Spielzone mit leicht pädagogischem Einschliff. Ich ziehe eine uneingeschränkt professionelle Betreuung durch eine höhere Zahl an ErzieherInnen meiner Kinder einer Ersparnis im Portemonnaie vor. Danke.“

Maximilian Horn (Die Partei)

„Ich bedanke mich für diese Frage. Gar nichts! Junge Familien oder auch Urbanflüchtlinge kommen und bleiben von ganz allein in so großer Zahl, das eine Erstunterbringung in Ankerzentren nötig ist, bis Kita- und Schulplätze sowie Wohnraum gesichert sind. Eine Auswilderung in den menschenleeren Norden ist optional, um dort die Entleerung zu mindern.“

MAZ vom 14. August 2019: „MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 3): Die S-Bahn-Taktung der S1

MAZ vom 13. August 2019: „MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 2): Die aktuelle Schulsituation

MAZ vom 12. August 2019: „MAZ-Landtagskandidaten-Check (Frage 1): Welches sind Ihre wichtigsten Ziele?

Von MAZonline

Ein Esel hielt am Mittwochmorgen in Oranienburg nicht nur seinen Besitzer, sondern auch die Polizei auf Trab. Er hatte sich selbständig gemacht, dank schneller Hilfe von Polizei und mehreren Bürgern konnte der Vierbeiner kurz nach seinem Verschwinden „froh und munter“ wieder an seinen Eigentümer übergeben werden.

15:58 Uhr

Offenbar ein Nachbarschaftsstreit war der Grund für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in Oranienburg, der am Mittwochnachmittag ausgelöst wurde und bis tief in die Nacht andauerte. Auslöser für den Alarm war eine stark riechende Flüssigkeit, von der nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um Gefahrgut handelt.

13:45 Uhr

Die MAZ und die Turm-Erlebniscity präsentieren am 16. Oktober die beiden Trainerlegenden Hans Meyer und Eduard Geyer zu einem Fantalk in Oranienburg. Der Kartenvorverkauf beginnt ab Freitag, Eintrittskarten kosten 12 Euro (eingetragene Vereinsmitglieder bezahlen nur 10 Euro) und sind auch bei der MAZ in Oranienburg erhältlich.

11:37 Uhr