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Oranienburg Groß, größer, riesig! Pilzsammler zeigen ihre Spitzenexemplare
Lokales Oberhavel Oranienburg Groß, größer, riesig! Pilzsammler zeigen ihre Spitzenexemplare
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06:41 08.10.2019
Pilzaktion Oberhavel: Ralf Gestewitz brachte seinen 32 Zentimeter großen Steinpilz in der MAZ-Redaktion zum Zeigen vorbei. „Das ist mein Geburtstagsgeschenk“, sagt er. Quelle: Nadine Bieneck
Schmachtenhagen/Grüneberg

Ralf Gestewitz konnte es zunächst gar nicht glauben. „Es hat nicht mal eine halbe Stunde gedauert, dann war der ganze Korb voll“, erzählt der Schmachtenhagener. „So etwas hab ich in meinen 74 Jahren noch nicht erlebt.“ Auf nicht einmal 100 Quadratmetern habe er seinen Spitzenfund eingesammelt. „In der Nähe Schmachtenhagens“, ließ er sich als Ortsangabe entlocken, genauer wollte er nicht werden. Leidenschaftlich gern gehe er Pilze sammeln, „am liebsten esse ich Pfifferlinge“. Die hat er in diesem Jahr noch nicht gefunden, dafür war seine Steinpilz-Ausbeute um so größer. „Normalerweise messe ich die Pilze nicht nach, die ich finde. Aber als ich den Bericht in der MAZ gelesen und die Fotos gesehen habe und dann auch noch den Aufruf las, sich mit seinem Fund zu melden, da musste ich vorbeikommen“, berichtet er. Gemeinsam mit den MAZ-Redakteuren misst er nach: 32 und 27 Zentimeter hoch sind die beiden Spitzenexemplare. Eine neue Bestmarke.

Beim Vermessen der Riesenpilze aus dem Schmachtenhagener Wald. Ähnlich große Exemplare fand dort Familie Buchhold aus Berlin und Oranienburg. Quelle: privat

Was mit seinem Riesenfund passiert? „Damit wird die ganze Familie versorgt“, verrät er. Zu viel auf einmal essen wolle er gar nicht, denn: „Man kann sich Pilze auch schnell überessen.“ Lange schon lebt der gebürtige Bergfelder, der beruflich einst als Maurer tätig war, inzwischen in Schmachtenhagen. So viel Spaß ihm das Pilzesammeln dort rund um seine Heimat auch bereitet – eine Sache sorgt bei Ralf Gestewitz für erhebliche Bauchschmerzen: Immer öfter stolpert er im Wald über wild entsorgten Müll. „Das ist ein Unding. Teilweise liegen dort säckeweise Plastik und Glasabfälle, die man überall kostenfrei entsorgen kann.“ Von seiner Leidenschaft hält ihn der Mülltourismus bislang noch nicht ab. „Ich habe mir noch ein paar Stellen im Wald aufgehoben, an denen ich in den nächsten Tagen noch einmal vorbeischaue“, verrät er. Dann hofft er, noch den ein oder anderen Riesenpilz zu finden.

Diese Riesenpilze von bis zu 30 Zentimetern fanden Ben und Andrea Buchhold aus Berlin im Wald bei Schmachtenhagen. Quelle: privat

Direkt aus dem Auto und von der B 96 aus hat Nancy Neumann aus Nassenheide ihren bislang besten Pilzfund des Jahres gemacht. Auf der Einkaufsfahrt erspähte sie am Sonnabend zwischen Nassenheide und Sachsenhausen eine Krause Glucke. Sie überredete ihren Mann zum Umkehren und Anhalten. „Etwa 20 bis 30 Meter im Wald fand ich dieses riesengroße Ding“, sagt sie begeistert und mit Vorfreude auf die Pilzmahlzeit.

1226 Gramm: die Krause Glucke, die Nancy Neumann im Wald zwischen Nassenheide und Sachsenhausen fand – beim Vorbeifahren im Auto. Quelle: privat

Ein gewaltiger Riesenbovist zog die Blicke der Familien Gatzke und Minor bei ihrem Sonntagsspaziergang auf einem Feld in ihrem Heimatort Grüneberg auf sich. „Boviste haben wir schon oft gefunden, aber noch nie in dieser Größe“, sagt Constanze Gatzke. Zwei kleinere Exemplare hätten noch daneben gestanden, die aber seien nicht mehr frisch gewesen. Sie und die beiden Männer hätten das Megaexemplar nach Hause geschleppt, wo es vermessen und gewogen wurde: „Das Ding wiegt 13,05 Kilogramm und hat einen Umfang von 182 Zentimetern“, sagt Constanze Gatzke. Noch blockiere der Bovist den Hauseingang, „ob wir daraus ein paar Schnitzel machen können, wissen wir noch nicht“. Auf jeden Fall sei der Fund für die Kinder aufregend gewesen – und für die anderen eine schöne Trainingseinheit.

Charlie Gatzke und Oskar Minor (r.) mit dem Riesenbovist, den sie gemeinsam mit ihren Eltern auf einem Feld in Grüneberg entdeckten. Das Exemplar bringt 13,05 Kilogramm auf die Waage und hat einen Umfang von 182 Zentimetern. Wer bietet mehr? Einfach unter oranienburg@maz-online.de bei der MAZ melden. Quelle: privat

Von Nadine Bieneck und Helge Treichel

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