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Oranienburg Schandfleck in Zehlendorf verschwindet: Und MAZ macht den Duschtest
Lokales Oberhavel Oranienburg Schandfleck in Zehlendorf verschwindet: Und MAZ macht den Duschtest
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17:08 31.05.2019
Die Duschen im alten Vereinsheim von Post Zehlendorf. Quelle: Kugler
Zehlendorf.

Die Post geht im Vereinsheim der Zehlendorfer Fußballer schon lange nicht mehr ab. Der Putz bröckelt von den Wänden, das Dach ist undicht, Türen und Fenster marode. Der Trainer der Männermannschaft nannte den Zustand des Gebäudes Ende vergangenen Jahres katastrophal, Spieler Pascal Bergmann bezeichnete es sogar als „das wohl schlechteste und marodeste Vereinsgebäude Brandenburgs“.

Bau eines neuen Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz von Post Zehlendorf Quelle: Bert Wittke

Dabei hat der Bau in der Vergangenheit richtig gute Zeiten erlebt. Die Sportler waren stolz auf das Gebäude, in das sogar eine Kegelbahn integriert war. Leider ist in der Folgezeit nicht mehr allzu viel an dem Vereinsheim getan worden. Und mit dem zunehmenden Verfall lohnte es sich auch irgendwann nicht mehr, weil es sich aufgrund der gewaltigen Schäden ohnehin nur noch um Flickwerk ohne lange Lebensdauer gehandelt hätte.

Post SV Zehlendorf. Die Platzwarte Volker Reusche und Werner Marzillier zeigen ihre sanierungsbedürftigen Vereinsbaracken. Quelle: ENRICO KUGLER

Nicht nur die eigenen Aktiven müssen schon lange mit den geschilderten Zuständen leben, auch für die Gastmannschaften ist es eine Zumutung, sich dort aufhalten zu müssen – und wenn es nur fürs Umziehen ist. Doch nun zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab.

In etwa zwei bis drei Wochen, so war es aus der Oranienburger Stadtverwaltung zu hören, soll der Grundstein für ein neues Vereinsheim gelegt werden. Auch Steffen Weber hält diesen Termin für realistisch. Wie der Architekt aus Friedrichsthal mit Büro im Oranienburger Oranienwerk dieser Tage vor Ort sagte, sei der Baustart schon vollzogen.

Bau eines neuen Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz von Post Zehlendorf Quelle: Bert Wittke

Wer an dem Gelände des Sportplatzes vorbeifährt, sieht in der Tat, dass dort bereits eine Menge Sand bewegt wurde. Zum einen für das Anlegen einer Baustraße, zum anderen für die Vorbereitung der Fundamentarbeiten. Dort, wo das neue Vereinsheim seinen Platz finden soll, sind in den vergangenen Tagen Teile einer alten Bestandsleitung freigelegt worden. Sie habe als Regenentwässerung für Gebäude gedient, die auf dem Nachbargrundstück – dem ehemaligen Funkmastgelände – stehen.

Post SV Zehlendorf: Das alte Vereinsheim verschwindet. Quelle: ENRICO KUGLER

Die Leitung, so Steffen Weber, werde nicht mehr genutzt und soll nun rückgebaut werden, weil sie andernfalls direkt unter dem Neubau liegen würden. Die neue Entwässerung, sagt der Architekt, werde anders gestaltet. Die alte Leitung könne getrost weg. Was jetzt als Baustraße genutzt werde, diene dann später als Unterbau für die neue Zufahrt zum Gelände und für geplanten Stellflächen.

Der Beachvolleyballplatz wurde im Zuge des Neubaus hinter eines der Tore verlegt. Um den Sand dafür anfahren zu können, wurde entlang der Außenlinie des Fußballplatzes, parallel zur L 21, ebenfalls eine provisorische Baustraße errichtet.

Bau eines neuen Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz von Post Zehlendorf Quelle: Bert Wittke

In das neue Sportfunktionsgebäude wird nach Auskunft der Stadt Oranienburg rund eine Million Euro investiert. 75 Prozent der Kosten werden über das Leader-Programm zur Entwicklung ländlicher Räume gefördert. Neun von insgesamt 15 Baulosen sind bereits vergeben worden. Die Fertigstellung ist für den 31. Januar 2020 vorgesehen.

In dem Sportfunktionsgebäude werden außer den Umkleidekabinen und Sanitärräumen ein Vereinsraum, eine Teeküche und ein Lagerraum eingerichtet.

Eine Kegelbahn wird künftig leider keinen Platz mehr finden. Was die verbliebenen rund zehn Kegelsportler betrifft, wird laut Stadt nach einer Ersatzlösung gesucht, die nach Lage der Dinge wohl nur darin bestehen kann, die Sportler auf einer anderen Bahn beziehungsweise in einem anderen Verein anzusiedeln.

Duschtest: Schicken Sie uns Ihre maroden Sanitäranlagen

Knut kommt duschen:

Die Bedingungen in Oberhavels Umkleidekabinen sind nicht überall einladend.

Kennen Sie Vereine, bei denen die Duschen längst einmal saniert werden müssten.

Dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail:Oranienburg@maz-online.de

E-Mail an: Oranienburg@maz-online.de

Unser Sportreporter Knut Hagedorn kommt bei Ihnen vorbei und macht den Test. Er geht duschen.

Von Bert Wittke

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