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Oranienburg So schön war die Oranienburger Schlosspark-Nacht
Lokales Oberhavel Oranienburg So schön war die Oranienburger Schlosspark-Nacht
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10:48 12.08.2019
Stimmungsvolle Beleuchtung und ein vielfältiges Programm machen den Reiz der Schlossparknacht aus. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Der Legende nach zeigt sich zur Schlossparknacht ein Einhorn. Am Sonnabend war es wieder soweit. Die Alleen des ehemaligen Buga-Geländes leuchteten in neonfarbenem Grün, Gelb und Violett. Solches Ambiente soll Fabelwesen magisch anziehen. Auf alle Fälle strömte Publikum herbei und stand bis zu einer halben Stunde nach Tickets an. Eine ulkig uniformierte Jazzpolizei verkürzte mit spaßiger Blasmusik die Wartezeit.

Für Unmut sorgten jedoch die um drei Euro erhöhten Eintrittspreise bei manchen. Die Besucherin Daniela Neunkirch meint die Auswirkungen bereits erkennen zu können: „Letztes Jahr war es voller. Die Preise sind für Geringverdiener mit Kindern heftig.“ Dagegen findet der Familienvater Andreas Brandt: „Der Eintritt ist gerecht.“ Seine Frau Judith ergänzt: „Dafür wird auch immer mehr geboten.“

Der Andrang im Schlospark in Oranienburg war groß. Quelle: Robert Roeske

Auf dem Weg zum Kinderspielbereich steht der mexikanische Musiker Black Eagle in indianischer Tracht und bezaubert die Flaneure mit exotischen Flötentönen. Ob er das Einhorn anlocken kann? Zu sehen ist die scheue Sagengestalt jedenfalls noch nicht, dafür aber um so mehr Menschen an Geschicklichkeitsspielen. Bunt gemischt probieren Jung und Alt gemeinsam ihr Fähigkeiten an den Spieltischen aus. Leon, der mit seiner Mutter Simone Jucksch Kugeln auf ein Bündel hängender Kugeln schichtet, möglichst ohne dass alles auseinanderfällt, freut sich schon auf die Lasershow um Mitternacht. „Solange darf ich aufbleiben“, sagt der Achtjährige.

Mit bunten Lampions ging es einmal quer durch den Park. Quelle: Robert Roeske

Bis es soweit ist, soll es einen Lampion-Umzug geben. Annett Schwedt bemalt dafür mit ihren Enkeln Laira und Domenic an einem Stand die Papierlaternen. Auch sie habe länger gesucht, aber nach dem Stand, der sich in den Vorjahren woanders befunden habe. Die Großmutter hofft später das Einhorn zu treffen. Neben der Blumenhalle spielt das Duo Urgestein traditionelle Countrymusik, auf der Wiese gibt es Youngman-Blues von Denny Hertel. Die Orangerie-Fassade ist vielfarbig illuminiert. Doch auch dort keine Spur vom Einhorn. Verschreckt es die Metal-Polka-Ska-Musik der furiosen Polkaholix und das begeisterte Publikum vor der Bühne?

Auf den Bühnen im Park gab es bis spät in die Nacht abwechslungsreiche Musikprogramme. Quelle: Robert Roeske

Da zeigt sich eine Prinzessinengestalt in einem rosa Rokoko-Kleid. Auch ihr hat das Einhorn nicht sein Haupt in den Schoß gelegt. Scheut es den Kavalier in der Brokatjacke an ihrer Seite? Die beiden stellen sich als das Ehepaar Biola und Klaus Müller heraus, Kostümfans aus Oranienburg. Ähnlich simpel ist das verschwundene Einhorn zu erklären: In ihm steckt ein kostümierter Stelzenläufer, der sich öfter für Pausen vor der fotografierenden Menge zurückzieht.

Höhere Preise, weniger Gäste

Zur Schlossparknacht kamen am Sonnabend, 10. August 2019, laut Veranstalterinformation mehr als 5 000 Besucher. Im vergangenen Jahr waren es noch 6 800 Gäste.

Die Eintrittspreise sind im Gegensatz zum Vorjahr für die reguläre Eintrittskarte von 15 auf 18 Euro gestiegen, im Vorverkauf von 13 auf 15 Euro.

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Von Matthias Busse

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